Asche und Blitze über einem isländischen Vulkan

Vor einer riesigen dunklen Aschewolke zucken bizarre Blitze über einem schneebedeckten Vulkangipfel.

Bildcredit und Bildrechte: Sigurður Stefnisson

Warum stieß ein malerischer Vulkanausbruch auf Island so viel Ache aus? Die Menge der großen Aschewolke war nicht ungewöhnlich, doch ihre Position war auffallend. Sie wurde über sehr dicht bevölkerte Gebiete geweht.

Der Vulkan Eyjafjallajökull im Süden von Island brach am 20. März 2010 aus, eine zweite Eruption folgte am 14. April 2010 unter dem Zentrum eines kleinen Gletschers. Keiner der Ausbrüche war ungewöhnlich heftig.

Doch die zweite Eruption schmolz einen großen Teil des Gletschereises. Dieses Eis kühlte die Lava und zersplitterte sie zu grobkörnigen Glasteilchen, die mit der aufsteigenden Vulkanasche hinaufgetragen wurden. Hier seht ihr, wie Blitze bei der zweiten Eruption die Asche beleuchten, die aus dem Vulkan Eyjafjallajökull quoll.

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Mondaufgang im Schatten des Mauna Kea

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Bildcredit und Bildrechte: Michael Connelley (U. Hawaii)

Beschreibung: Wie kann der Mond in einem Berg aufgehen? Das kann er nicht – was hier fotografiert wurde, ist ein Mondaufgang im Schatten eines großen Vulkans. Der Vulkan ist der Mauna Kea auf Hawai’i in den USA, ein oft besuchter Ort für aufsehenerregende Fotos, da er einer der führenden Beobachtungs orte auf dem Planeten Erde ist.

Die Sonne ging gerade hinter der Kamera in entgegengesetzter Richtung unter. Außerdem hat der Mond soeben seine volle Phase bereits hinter sich – wäre er exakt in der vollen Phase, würde er – vielleicht verfinstert – exakt am Gipfel des Schattens aufgehen. Der Mond geht im dreieckigen Schattenkegel des Vulkans auf, einem Korridor aus Dunkelheit, der in der Ferne spitz zuläuft wie konvergierende Gleise. Um vom Vulkanschatten getroffen zu werden, ist der Mond zu groß und zu weit entfernt. Durch die Brechung des Mondlichtes in der Erdatmosphäre erscheint der Mond leicht oval. Im Vordergrund sind die Aschenkegel alter Vulkanausbrüche zu sehen.

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Zirkumpolare Strichspuren

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Bildcredit und Bildrechte: Gabriel Funes

Beschreibung: Da sich die Erde um ihre Achse dreht, rotieren die Sterne auf diesem gut arrangierten Bild von der kanarischen Insel Teneriffa scheinbar um eine Sternwarte. Natürlich sind die bunten, von den Sternen gezogenen konzentrischen Bögen auf den Himmelspol des Planeten zentriert. Der helle Polarstern steht in der Nähe des Pols, was sowohl für Astrofotografen als auch Himmelsnavigatoren auf der Nordhalbkugel bequem ist. Auf dieser Szene ist er hinter der Teleskopkuppel positioniert.

Die Serie mit mehr als 200 gestapelten Digitalaufnahmen aus einem Zeitraum von etwa 4 Stunden wurde mit einer Kamera auf Stativ fotografiert. Das Observatorium war in dieser klaren, dunklen Nacht nicht in Betrieb, doch das ist keine Überraschung. Die Kuppel enthält das große Sonnenteleskop THEMIS des Teide-Observatoriums.

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Quadrantiden

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Beschreibung: Der Meteorstrom der Quadrantiden, ein jährliches Ereignis für Sterngucker auf der Nordhalbkugel des Planeten Erde, ist nach einem vergessenen Sternbild benannt. Er erreicht seinen kurzen Höhepunkt normalerweise in den kalten, frühen Morgenstunden des 4. Januar. Der Radiant des Stroms liegt am Himmel im astronomisch veralteten Sternbild Mauerquadrant. Dessen Position liegt an den Grenzen der zeitgenössischen Sternbilder Herkules, Bärenhüter und Drache.

Ungefähr 30 Quadrantiden-Meteore zählt diese Himmelslandschaft, die aus Digitalbildern arrangiert wurde, welche am dunklen, mondlosen Himmel zwischen 2:30 Uhr und der lokalen Dämmerung aufgenommen wurden. Der Radiant des Stroms geht rechts neben dem Vulkan Teide auf der kanarischen Insel Teneriffa auf, unter den Sternen des Großen Wagens am Nordhimmel. Als wahrscheinliche Quelle des Staubstroms, der die Quadrantiden-Meteore erzeugt, gilt seit 2003 ein Asteroid. Sehen Sie sorgfältig hin, dann erkennen Sie auch eine kleine, verräterische grünliche Koma nahe dem oberen Bildrand über dem Vulkangipfel. Das ist Komet Wirtanen, der Weihnachtsgast am irdischen Himmel 2018.

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Der Mond hinter heißer Lava aus dem Ätna

Links geht der Mond hinter dem Ätna unter. Rechts daneben sprüht flüssige Lava vor dem dunklen Nachthimmel nach oben. Durch die heiße Luft wirkt der Mond verschwommen und gekräuselt.

Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace (GreenFlash.Photo)

Was ist mit dem Mond passiert? Nichts, aber mit dem Bild des Mondes ist was passiert. Die Hitze einer vulkanischen Lavafontäne im Vordergrund hat die Luft in der Umgebung aufgewärmt. Das machte sie turbulent. Daher wurde Licht, das hindurchdringt, anders gebrochen als sonst. Das Ergebnis ist, dass die Lavaschwade scheinbar den Mond schmilzt.

Das Bild wurde fotografiert, als der Stör-Vollmond hinter dem Ätna in Italien unterging, der vor etwa einer Woche ausbrach. Es ist ein Komposit aus zwei Bildern, die kurz nacheinander mit derselben Kamera und demselben Objektiv fotografiert wurden. Das erste Bild war eine kurz belichtete Aufnahme. Sie zeigt die Details des untergehenden Mondes. Die zweite Aufnahme wurde wenige Minuten nach dem Monduntergang fotografiert. Sie ist länger belichtet und zeigt die Details der zarten Lavaströme.

Auf der Erde aus können wir Sonne, Mond, Planeten und Sterne nur hinter der verzerrenden Atmosphäre beobachten. Die Verzerrung kann vertrauten Himmelskörpern ungewöhnliche Formen verleihen. Sie kann aber auch – manchmal unerwartet – Sonnenuntergänge verlängern oder den Mond mehrere Minuten früher aufgehen lassen.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Monduntergang hinter dem Vulkan Teide

Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: Prelude in C Major (J. S. Bach)

Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Von links kommt etwas Großes runter, doch es ist nur der weit entfernte Mond. Luna wirkt hier so groß, weil sie mit einem Teleskop gefilmt wurde. Was sich bewegt, ist hauptsächlich die Erde. Durch ihre Rotation verschwindet der Mond langsam hinter dem Pico del Teide, einem Vulkan auf den Kanarischen Inseln vor der nordwestlichen Küste von Afrika.

Hier wurden Menschen gefilmten, die 16 Kilometer entfernt sind. Viele blicken zur Kamera, um zu sehen, wie hinter dem Fotografen die Sonne aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht, weil die Sonne bei Vollmond am Himmel immer dem Mond gegenüber steht.

Dieses Video entstand letzte Woche beim Milch-Vollmond. Es ist kein Zeitraffervideo, sondern zeigt, wie schnell der Mond tatsächlich unterging.

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Jupitersaison, hawaiianischer Himmel

Der Blick reicht zum Kīlauea und dem Krater Halemaʻumaʻu im Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark. Aus neu entstandenen Schloten steigt eine feurig leuchtende Schwade auf, die nach links zieht. Am sternklaren Himmel strahlt der Planet Jupiter.
Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Diese Nachtlandschaft auf Hawaii entstand Anfang des Jahres. Seither nahm die vulkanische Aktivität dort zu. Das Panorama blickt auf die Caldera des Kīlauea und den Krater Halemaʻumaʻu. Sie befinden sich im Nationalpark Hawaiʻi-Volcanoes. Etwa 30 Kilometer östlich von den ziehenden Schwaden aus Rauch und Dampf liegen neue Schlote und Lavaströme.

Heuer im späten Frühling und zu Beginn des Sommers strahlt Jupiter hell am Himmel. Er ist das gleißende Himmelslicht hoch im Süden der Szene. Dort geht die Wölbung der Milchstraße über Dämpfen und Wolken auf. Antares ist der gelbliche, helle Stern am Ende der dunklen Staubflüsse beim Zentrum unserer Galaxis. Nahe am Horizont leuchten die Sterne Alpha und Beta Centauri sowie das kompakte Kreuz des Südens hinter dem Vulkanrauch, der fast zu hell ist.

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Blitze beim Ausbruch des Vulkans Sakurajima

Rot glühendes Magma stürzt aus einer Fontäne herab. Es ist mit Asche vermischt. In der ausbrechenden Säule zucken helle Blitze.

Bildcredit: Martin Rietze (ALPE – Fremde Landschaften auf dem Planeten Erde)

Warum zucken manchmal Blitze, wenn ein Vulkan ausbricht? Das Foto den Vulkan Sakurajima im Süden Japans. Im Jänner 2013 brach er aus. Glühend heiße Magmablasen schossen weg, als flüssiges Gestein von unten durch die Oberfläche brach.

Dieses Bild ist interessant, weil nahe beim Gipfel des Vulkans Blitze zucken. Warum es Blitze gibt, wird immer noch erforscht – auch bei gewöhnlichen Gewittern. Die Ursache für vulkanische Blitze ist sogar noch rätselhafter. Wir wissen, dass Blitze Bereiche mit gegensätzlicher getrennter elektrischer Ladung ausgleichen. Kollisionen in vulkanischem Staub, die Ladung induzieren, begünstigen wohl vulkanische Blitze.

Blitze sind auf der ganzen Erde häufig. Meist zucken mehr als 40 Blitze pro Sekunde.

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