Gespenstisches Polarlicht über Kanada

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Bildcredit und Bildrechte: Yuichi Takasaka, TWAN

Beschreibung: Wonach sieht dieses Polarlicht aus? Während ein Astrofotograf der Kälte trotzte, um eines frühen Morgens im Jahr 2013 den Himmel über dem nördlichen Kanada zu beobachten, tauchte ein sehr ungewöhnliches Polarlicht auf. Das Polarlicht war definitiv wie etwas geformt, aber was? Der Astrofotograf schlug zwei gespenstische Möglichkeiten vor: „Hexe“ oder „Göttin der Dämmerung“. Zögern Sie jedoch nicht, weiter von Halloween inspirierte Vorschläge zu machen.

Abgesehen von fantasievollen pareidolischen Interpretationen hatte dieses Polarlicht eine typische grüne Farbe und entstand sicherlich durch eine wissenschaftlich gesehen alltägliche Aktion, bei der energiereiche Teilchen aus dem Weltraum mit Sauerstoff in der oberen Erdatmosphäre wechselwirken. Im Vordergrund des Bildes befinden sich unten die gefrorenen Alexandrafälle, in der Mitte stehen immergrüne Bäume.

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Adler-Polarlicht über Norwegen

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Bildcredit und Bildrechte: Bjørn Jørgensen

Beschreibung: Was ist das am Himmel? Ein Polarlicht. Im Jahr 2012 ereignete sich fünf Tage vor Aufnahme dieses Bildes ein großer koronaler Massenauswurf auf unserer Sonne und schleuderte eine Wolke schneller Elektronen, Protonen und Ionen in Richtung Erde. Obwohl ein Großteil dieser Wolke über der Erde vorbeizog, traf ein Teil davon die Magnetosphäre und führte zu spektakulären Polarlichtern, die in hohen nördlichen Breiten zu sehen waren.

Hier ist eine besonders fotogene Polarlicht-Korona zu sehen, die über dem Grotfjord in Norwegen fotografiert wurde. Manche erkennen im schimmernden grünen Licht des rekombinierenden Luftsauerstoffs einen riesigen Adler. Wenn Sie etwas anderes darin sehen, teilen Sie uns das gerne mit! Zwar hat die Sonnenaktivität derzeit fast ein Minimum erreicht, trotzdem treffen weiterhin Ströme des Sonnenwindes auf die Erde und erzeugen eindrucksvolle Polarlichter. Erst letzte Woche waren welche zu sehen.

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Polarlichtspirale über Islands Zentralspalte

Über einer nächtlichen isländischen Landschaft windet sich am dramatischen Himmel ein spiralförmiges Polarlicht. Hinter den Wolken leuchtet der Mond, er spiegelt sich vorne in einem Gewässer.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, StarryEarth)

Bewundert die Schönheit, aber fürchtet die Bestie! Die Schönheit ist ein Polarlicht am Himmel. Es hat die Form einer prächtigen grünen Spirale, die sich zwischen malerischen Wolken windet. Auf der Seite leuchtet der helle Mond und dahinter die Sterne. Das Untier ist eine Welle geladener Teilchen, die das Polarlicht erzeugten. So eine Welle könnte eines Tages die Zivilisation bedrohen.

1859 traten auf dem ganzen Planeten beachtliche Polarlichter auf. Davor gab es einen Impuls geladener Teilchen eines koronalen Massenauswurfs (KMA). Er ging mit einer Sonnenfackel einher und traf die Magnetosphäre der Erde so gewaltsam, dass er das Carrington-Ereignis auslöste. Vielleicht räumte zuvor ein früherer KMA einen relativ direkten Pfad zwischen Sonne und Erde frei.

Das Carrington-Ereignis komprimierte das Magnetfeld der Erde heftig. Dadurch wurden in Telegrafendrähten gewaltige Ströme erzeugt. Viele Drähte sprühten deshalb Funken. Sie schickten den Telegrafistinnen Stromstöße. Was wäre, wenn heute ein Ereignis der Carrington-Klasse die Erde treffen würde? Die Schäden am weltweiten Stromnetz und in elektronischen Geräten wären wohl gewaltig.

Dieses Polarlicht wurde 2016 in Island über dem Þingvallavatn fotografiert. Das ist ein See, der zum Teil die Verwerfung zwischen der großen eurasischen tektonischen Platte und der nordamerikanischen Platte füllt.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Eine Symphonie am nördlichen Winterhimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Lorenzo Ranieri Tenti

Beschreibung: Trotz der Kälte lockte die Aussicht auf schimmernde Nordlichter diesen Himmelsbeobachter auf die gefrorene Oberfläche des Oberen Sees an der Westküste der Halbinsel Keweenaw. Die Belohnung war dieses nächtliche Crescendo.

Über das Panoramakomposit breitet sich der Nachthimmel im nördlichen Spätwinter aus. Das Bild entstand aus Aufnahmen, die in der Nacht von 28. Februar auf den 1. März zwischen 22 Uhr und ein Uhr früh  entstanden. Links steigt ein zartes Zodiakallichtband steil vom Horizont auf und legt sich über den Mars und den Sternhaufen der Plejaden. Die ferne Galaxie M31 und unsere Milchstraße leuchten über dem grünlichen Polarlichtbogen. Polaris, der Navigationsstern des Nordpols, steht oben in der Mitte und wird rechts vom bekanntesten Asterismus der nördlichen Nacht begleitet: dem Großen Wagen. Zu den irdischen Lichtern zählen Markierungen zweier Wellenbrecher am Horizont nahe der Mitte Szenerie.

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Drachenpolarlicht über Island

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Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang und Wang Zheng

Beschreibung: Haben Sie schon einmal einen Drachen am Himmel gesehen? Es gibt zwar keine echten fliegenden Drachen, doch am Himmel über Island entwickelte sich zu Beginn dieses Monats ein riesiges drachenförmiges Polarlicht. Dieses Polarlicht entstand durch ein Loch in der Korona der Sonne, das einen Sonnenwind aus geladenen Teilchen ausstieß, der über das wechselhafte interplanetare Magnetfeld zur Magnetosphäre der Erde gelangte. Einige dieser Teilchen trafen auf die Erdatmosphäre und regten die Atome an, die daraufhin Licht abstrahlten: Polarlicht.

Die kultig Schau war so spannend, dass die Mutter des Fotografen hinauslief, um sie zu sehen, und im Vordergrund fotografiert wurde. Bisher erschienen im Februar auf der Sonne keine Sonnenflecken, daher kamen die Tage der malerischen Polarlichtaktivität dieses Monats etwas überraschend.

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Polarlichtschimmer und Meteorblitz

Über einem Gewässer bei der Insel Kvaløya in der Nähe der norwegischen Stadt Tromsø leuchteten im Dezember Polarlichter und Meteore der Geminiden.

Bildcredit und Bildrechte: Bjørnar G. Hansen

Manchmal ist der Nachthimmel ruhig und passiv. Ein andermal schillert und funkelt er. Letzteres war am 13. Dezember 2009 in der Nähe der norwegischen Stadt Tromsø zu beobachten. Polarlichter und Meteore leuchteten am Himmel über der Insel Kvaløya. Diese Aufnahme wurde 30 Sekunden belichtet. Sie zeigt ein schimmerndes Polarlicht, das die winterliche Küstenlandschaft sanft beleuchtet.

Diese Kontraststudie und zeigt auch das plötzliche Aufblitzen einer Feuerkugel des Geminiden-Meteorstroms 2009. Die Spur zieht an den vertrauten Sternen der Deichsel am Großen Wagen vorbei. Sie zeigt rückwärts zum Sternbild Zwillinge, das außerhalb des oberen Bildrandes liegt. Polarlicht und Meteore treten in der oberen Erdatmosphäre auf, in einer Höhe von etwa 100 Kilometern. Polarlichter entstehen durch geladene Teilchen aus der Magnetosphäre, Meteore sind Spuren von kosmischem Staub.

Neun Jahre nach Aufnahme dieses Fotos erreicht der jährliche Meteorstrom der Geminiden 2018 Ende dieser Woche seinen Höhepunkt. Diesmal wetteifern seine Blitze in der ersten Nachthälfte mit dem Licht des halb beleuchteten zunehmenden Mondes.

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Polarlichtkreatur über Norwegen

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Bildcredit und Bildrechte: Ole C. Salomonsen (Arctic Light Photo)

Beschreibung: Es war der Abend vor Allerheiligen, und der Himmel sah aus wie ein Untier. Nur welches Wesen, wusste der Astrofotograf war nicht genau (aber vielleicht schlagen Sie eines vor). Aber was diese schaurige Erscheinung 2013 hervorrief, war klar: eines der besten Polarlichtereignisse der letzten Jahre.

Dieses spektakuläre Polarlicht war ungewöhnlich detailreich. Die hier abgebildeten lebhaften grünen und violetten Polarlichtfarben entstehen durch Sauerstoff und Stickstoff hoch oben in der Atmosphäre, die mit einem Schauer an eintreffenden Elektronen reagieren. Die Bäume in Tromsø (Norwegen) bildeten einen ebenso schaurigen Vordergrund. Kürzlich wurden geomagnetische Stürme von neuen fotogenen Polarlichtern begleitet.

Immer noch aktiv: der Meteorstrom der Leoniden

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Observatorium auf dem Mond zeigt die Erde in UV-Licht

Das Bild wirkt abstrakt, weil es in kräftigen Farben gehalten ist - Blau, Rot, Grün und Gelb. Die rechte Seite zeigt die Tagseite der Erde, links auf der Nachtseite sind Polarlichter zu erkennen. Das Bild entstand auf der Oberfläche des Mondes bei der Mission Apollo 16.

Bildcredit: G. Carruthers (NRL) et al., Far UV Camera, Apollo 16, NASA

Welcher Planet ist das? Es ist die Erde. Diese Falschfarben zeigen, wie die Erde in Ultraviolettlicht (UV) aussieht. Das Bild ist historisch, denn es wurde auf der Oberfläche des Mondes vom einzigen Mondobservatorium der Menschheit aufgenommen.

Es gelangt zwar nur sehr wenig UV-Licht durch die Erdatmosphäre, doch das wenige durchdringende Sonnenlicht kann einen Sonnenbrand verursachen. Der Teil der Erde, der zur Sonne zeigt, reflektiert viel UV-Licht.

Aber noch interessanter ist die Seite, die von der Sonne wegweist. Die Bänder an UV-Emissionen, die man hier sieht, stammen von Polarlichtern. Diese werden von geladenen Teilchen verursacht, die die Sonne ausstößt. Auch auf anderen Planeten sieht man Polarlichter in UV-Licht, zum Beispiel auf Mars, Saturn, Jupiter und Uranus.

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