Eine nordische Sommernacht

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Bildcredit und Lizenz: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Beschreibung: Im Sommer um Mitternacht herum spukt Nebel am Flussufer dieser traumartigen Himmelslandschaft, die am 3. Juli im Norden Dänemarks fotografiert wurde. Rötliches Licht von der Sonne knapp unter dem Horizont verleiht tief den hängenden Wolken eine schaurige Schattierung.

Die silbrigen Gebilde oberhalb entstehen am Rande des Weltalls, es sind leuchtende Nachtwolken. Die eisigen Kondensationen auf Meteorstaub oder Vulkanasche schweben extrem hoch oben in der Mesosphäre und werden noch von der Sonne beleuchtet. Meist sind sie in den Sommermonaten in hohen Breiten zu beobachten, derzeit wird von zahlreichen Beobachtungen leuchtender Nachtwolken berichtet.

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Nordlichter und leuchtende Nachtwolken

Über einem ruhigen Gewässer schimmern leuchtende Nachtwolken und ein grün-violettes Polarlicht in der Dämmerung.
Bildcredit und Bildrechte: Adrien Mauduit

Im ruhigen See spiegelt sich der Himmel nach dem Sonnenuntergang vom 17. Juni. Es war nahe der Sonnenwende. Die beschauliche Szene in der Dämmerung wurde in der Nähe von Bashaw in Alberta in Kanada im Norden des Planeten Erde fotografiert.

Leuchtende Nachtwolken sieht man meist in den Sommermonaten in hohen Breiten. Sie hängen tief über dem Horizont und übertragen Licht an einen dunkleren Himmel. Die eisigen Erscheinungen schweben am Rande des Weltalls. Sie entstehen, wenn Wasser auf Meteorstaub oder Vulkanasche extrem hoch oben kondensiert, wo noch Sonnenlicht scheint. Die Sonnenaktivität löste in dieser kurzen nördlichen Nacht ein hübsches Nordlicht aus (Aurora borealis). Es schimmerte ebenfalls am Rand des Weltalls.

Heute ist Sonnenwende

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Sechs Planeten von Yosemite

Über dem See Tenaya im Yosemite-Nationalpark leuchten fünf Planeten am Nachthimmel hinter dem Leuchten am Horizont. Links steigt die Milchstraße senkrecht auf.
Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Seit der Antike beobachten Menschen, wie die fünf Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, die man mit bloßem Auge sieht, über den Nachthimmel des Planeten Erde wandern. Daher überrascht es vielleicht, dass man in dieser Nacht an einem klaren, ruhigen See sechs Planeten mit bloßem Auge sehen konnte. Seht mal!

Links steht der sehr helle gelbliche Mars neben der blassen Milchstraße, man sieht ihn gut. Saturn ist in das diffuse Sternenlicht der Milchstraße gehüllt. Jupiter steht rechts tief über dem Horizont. Er leuchtet hinter den Bäumen vor dem Schein der fernen Stadtlichter. Letztes Wochenende sah der aufmerksame Beobachter noch drei weitere Planeten, als er diese nächtliche Szene bewunderte. Sie breitete sich über dem schönen, hoch gelegenen See Tenaya im Yosemite-Nationalpark aus.

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Jupitersaison, hawaiianischer Himmel

Der Blick reicht zum Kīlauea und dem Krater Halemaʻumaʻu im Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark. Aus neu entstandenen Schloten steigt eine feurig leuchtende Schwade auf, die nach links zieht. Am sternklaren Himmel strahlt der Planet Jupiter.
Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Diese Nachtlandschaft auf Hawaii entstand Anfang des Jahres. Seither nahm die vulkanische Aktivität dort zu. Das Panorama blickt auf die Caldera des Kīlauea und den Krater Halemaʻumaʻu. Sie befinden sich im Nationalpark Hawaiʻi-Volcanoes. Etwa 30 Kilometer östlich von den ziehenden Schwaden aus Rauch und Dampf liegen neue Schlote und Lavaströme.

Heuer im späten Frühling und zu Beginn des Sommers strahlt Jupiter hell am Himmel. Er ist das gleißende Himmelslicht hoch im Süden der Szene. Dort geht die Wölbung der Milchstraße über Dämpfen und Wolken auf. Antares ist der gelbliche, helle Stern am Ende der dunklen Staubflüsse beim Zentrum unserer Galaxis. Nahe am Horizont leuchten die Sterne Alpha und Beta Centauri sowie das kompakte Kreuz des Südens hinter dem Vulkanrauch, der fast zu hell ist.

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Milchstraße und Nachthimmellicht

Der ganze Himmel über der chilenischen Atacama ist von orange gefärbtem Nachthimmellicht geflutet. Links verläuft die Milchstraße nach oben. Unten steht das Las-Campanas-Observatorium. Der helle Planet Jupiter leuchtet oben. Links sind die Magellanschen Wolken.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las-Campanas-Observatorium, TWAN)

Das Nachthimmellicht war eindrucksvoll. Letzte Woche flutete es nach Sonnenuntergang den ganzen Himmel von Horizont zu Horizont. Es bedeckte in einer Herbstnacht den Himmel über dem Las-Campanas-Observatorium in der chilenischen Atacamawüste. Das Leuchten war so intensiv, dass es sogar Teile der Milchstraße abschwächte.

Nachthimmellicht (Airglow) entsteht, wenn die UV-Strahlung der Sonne Atome in der Luft ionisiert. Es schimmert in ähnlicher Höhe wie Polarlichter. Meist fotografiert man Nachthimmellicht mit empfindlichen Digitalkameras in Farbe. Hier wirkt es fast feurig. Der größte Teil stammt von Sauerstoffatomen, die extrem dünn verteilt sind. In den letzten Jahren trat es häufig nachts auf der Südhalbkugel auf.

In dieser dunklen Nacht sah man außer der Milchstraße auch das starke Nachthimmellicht mit bloßem Auge, nur ohne Farbe. Doch das hellste Himmelslicht ist Jupiter. Er steht gegenüber der Sonne nahe bei der zentralen Wölbung der Milchstraße. Hier strahlt er über dem östlichen Horizont (oben). Die Große und Kleine Magellansche Wolke glänzen links unter der galaktischen Ebene am südlichen Horizont.

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Galaxis, Meteore und Flugzeuge über dem Bryce Canyon

Über dem malerischen Bryce Canyoun mit seinen urzeitlichen Hoodoos aus Sandstein wölbt sich die Milchstraße wie ein Bogen. Lichtstreifen von Meteoren blitzen über den Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane

Manchmal sind Land und Himmel lebhaft und schön zugleich. Die Landschaft ist der Bryce Canyon in Utah in den USA. Er ist für seine vielen interessanten Felsformen bekannt, die im Lauf von Jahrmillionen erodiert sind. In der fotogenen Landschaft am Himmel wölbt sich die zentrale Scheibe unserer Milchstraße. Flugzeuge ziehen am Horizont drei kurze Streifen. Mindestens vier lange Streifen stammen wahrscheinlich von Meteoren der Eta Aquariiden. Zu den vielen Sternen zählen auch die drei hellen Sterne des Sommerdreiecks.

Das digitale Panorama entstand 2014 aus 12 kleineren Bildern des heutigen Datums. Gestern und heute erreicht der Meteorstrom der Eta Aquariiden, der jedes Jahr wiederkehrt, seinen Höhepunkt. Wenn der Himmel dunkel ist und die Augen an die Dunkelheit angepasst sind, sieht man mit etwas Geduld vielleicht alle paar Minuten einen Meteor.

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Magellanberg

Die Magellanschen Wolken flankieren einen Vulkan am Horizont. Er steht im Altiplano der Región de Antofagasta. Der klare südliche Himmel spiegelt sich in der Laguna Lejía.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Zwei Begleiterinnen der Milchstraße flankieren einen Vulkangipfel, der über dem zerklüfteten Horizont aufragt. Die Landschaft unter dem südlichen Nachthimmel blickt über die Laguna Lejía. Sie liegt im Altiplano der Región de Antofagasta im Norden von Chile.

Die Große und die Kleine Magellansche Wolke erweitern den Blick in den Raum hinter der Galaxis. Sie sind nach dem Portugiesen Ferdinand Magellan benannt, der im 16. Jahrhundert die erste Umrundung der Erde leitete. Die größere Wolke ist ungefähr 180.000 Lichtjahre entfernt. Die kleinere Wolke liegt 210.000 Lichtjahre hinter dem Berggipfel. Links neben der Kleinen Magellanschen Wolke leuchtet 47 Tucanae wie ein heller Stern. Er spiegelt sich in der sternklaren Nacht im ruhigen Wasser. 47 Tucanae ist ein Kugelsternhaufen, der ungefähr 13.000 Lichtjahre entfernt ist. Er wandert durch den Hof der Milchstraße.

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Meteor über dem Kratersee

Über einem verschneiten Kratersee blitzt ein Meteor am sternklaren Himmel über der Milchstraße auf.

Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

„Habt ihr das gesehen?“ Diese Frage hört man bei einem Meteorschauer häufig, denn die Zeit, die ein Meteorblitz dauert, ist meistens zu kurz, um den Kopf zu drehen. Vielleicht besteht der Reiz darin, dass man helle Meteore aufblitzen sieht und dabei weiß, dass es einst kleine Körnchen auf einer anderen Welt waren, auch wenn man nicht jedes einzelne Erlebnis teilen kann.

Heute Nacht erreicht der Lyriden-Meteorstrom seinen Höhepunkt. Wenn der Himmel dunkel ist, sollten man an manchen Orten immerhin 20 Meteore pro Stunde aufleuchten sehen. Dieses Komposit entstand aus neun Aufnahmen, die 2012 fotografiert wurden. Darauf zieht ein heller Lyrid über den malerischen Crater Lake in Oregon in den USA. Vorne liegt Schnee. Weit hinter dem ruhigen See wölbt sich das majestätische Zentralband unserer Heimatgalaxie. Weitere Meteorströme sind dieses und jedes Jahr die Perseïden Mitte August und die Leoniden Mitte November.

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