Saturns nördliches Sechseck

Das Bild ist in Falschfarben eingefärbt. Es zeigt den halb beleuchteten Nordpol von Saturn, der von einer sechseckigen Struktur umgeben ist. Rechts oben ist ein blau gefärbter Ausschnitt der Ringe.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini-Bildgebungsteam

Warum bilden diese Wolken auf Saturn ein Sechseck? Niemand weiß das genau. Es wurde in den 1980er-Jahren entdeckt, als die Voyager-Sonden an Saturn vorbeiflogen. Niemand hat je zuvor irgendwo im Sonnensystem etwas Ähnliches gesehen.

Als die Weitwinkelkamera der Raumsonde Cassini Ende 2012 ihre ersten sonnenbeleuchteten Ansichten von Saurns Nordpol machte, nahm sie dieses faszinierende Falschfarbenbild auf. Das Komposit aus Bilddaten im nahen Infrarot bildet niedrige Wolken in roten Farbtönen ab und hohe Wolken in Grün. Dadurch wirkt Saturns Wolkenlandschaft sehr lebendig.

Dieses und ähnliche Bilder zeigen die Stabilität des Sechsecks mehr als ganze 20 Jahre nach Voyager. Filme von Saturns Nordpol zeigen die Wolkenstruktur, die während der Rotation ihre sechseckige Form behält. Anders als einzelne Wolken, die auf der Erde wie ein Sechseck erscheinen, hat Saturns Wolkenmuster offenbar sechs klar definierte, fast gleich lange Seiten. Ganze vier Erden würden in dieses Sechseck passen.

Hinter den Wolkenoberflächen leuchten rechts oben blau gefärbte Bögen der prächtigen Ringe des Planeten.

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Monde queren Jupiter

Bildcredit: NASA; ESA, JPL, Cassini-Bildgebungsteam, SSI; Bearbeitung: Kevin M. Gill

Jupiters Monde kreisen um Jupiter. Dieses Video zeigt, wie Europa und Io, zwei von Jupiters größten Monden, über den großen Roten Fleck des Riesenplaneten ziehen. Der Rote Fleck ist das größte Sturmsystem im Sonnensystem, das wir kennen. Das Video entstand aus Bildern der Roboter-Raumsonde Cassini, die sie 2002 auf ihrem Weg zu Saturn beim Vorbeiflug an Jupiter aufnahm.

Die beiden Monde im Video sind der vulkanische Io, der weiter entfernt ist, und die eisige Europa. Im Zeitraffervideo zieht Europa scheinbar an Io vorbei. Das ist seltsam, weil Io näher an Jupiter dran ist und sich schneller bewegt. Die Erklärung dafür ist, dass sich der Blickwinkel der Kamera durch die Bewegung der schnellen Raumsonde Cassini deutlich verändert.

Jupiter wird derzeit von der robotischen NASARaumsonde Juno besucht, und der Jupiter Icy Moons Explorer (JUICE, Jupiters Eismond-Erkunder) der ESA startete im April und ist auf dem Weg.

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Juno zeigt Jupiters Wirbel

Die Oberfläche des Planeten Jupiter ist von lebhaften Wolkenwirbeln überogen. Vorne in der Mitte ist ein großes weißes Oval, das von Wolken umgeben ist, die Wirbel reichen bis nach hinten zum Rand des Planeten.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Kevin M. Gill

Große Stürme auf dem Jupiter sind anders. Auf der Erde entstehen riesige Wirbelstürme und gewaltige Zyklone in Regionen mit niedrigem Druck, doch auf Jupiter sind die gegenläufigen Hochdruckgebiete größer. Auf der Erde dauern große Stürme bestenfalls Wochen, auf Jupiter können sie jahrelang bestehen. Auf der Erde können große Stürme so ein ganzes Land abdecken, aber auf Jupiter sind manche Stürme so groß wie der Planet Erde. In beiden Arten von Stürmen treten manchmal Blitze auf.

Dieses Bild von Jupiters Wolken wurde aus Bildern und Daten erstellt, die mit der Roboter-Raumsonde Juno aufgenommen wurden, als sie im August 2020 nahe über den massereichen Planeten raste. In der Nähe seht ihr ein wirbelndes weißes Oval, in der Ferne sind zahlreiche kleinere ausgedehnte Wolkenwirbel verteilt. Auf Jupiter sind hell gefärbte Wolken für gewöhnlich höher oben als dunkle. Trotz der Unterschiede liefert das Untersuchen von Sturmwolken auf dem fernen Jupiter vielleicht Einblicke in Stürme und andere Wetterphänomene auf der vertrauten Erde.

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Eine Wasserhose in Florida

Hinter einem Ufer mit Palme und dem Blick aufs Meer ragt eine Trombe auf, die an einen Elefantenrüssel erinnert.

Bildcredit und Bildrechte: Joey Mole

Was passiert über dem Wasser? Hier seht ihr eines der besten Bilder, die je von einer Wasserhose fotografiert wurden. Eine Wasserhose ist eine Art Tornado, die über Wasser entsteht. Dabei steigt eine rotierende Säule aus feuchter Luft von warmen Gewässern auf.

Wasserhosen können so gefährlich wie Tornados sein mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde. Manche Wasserhosen entstehen abseits von Gewittern, manchmal sogar bei relativ schönem Wetter. Eine Wasserhose kann fast durchsichtig sein und ist dann nur an einem ungewöhnlichen Muster auf dem Wasser erkennbar.

Dieses Bild entstand im Juli 2013 in der Nähe der Tampa Bay in Florida. Der Atlantik vor der Küste von Florida zählt zu den aktivsten Regionen der Welt für Wasserhosen, jedes Jahr entstehen dort Hunderte.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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Perijovum 11: An Jupiter vorbei

Bildcredit: Lizenz: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstädt; Musik: Mondscheinsonate (Ludwig van Beethoven)

Hier kommt Jupiter! Die Roboter-Raumsonde Juno der NASA zieht weiterhin auf ihren hochelliptischen Bahnen um den größten Planeten unseres Sonnensystems. Dieses Video stammt von Perijovum 11 Anfang 2018, als Juno zum elften Mal nach ihrer Ankunft Mitte 2016 nahe an Jupiter vorbeizog.

Dieser farbverstärkte Zeitrafferfilm zeigt etwa vier Stunden und verbindet 36 Bilder der JunoCam. Zu Beginn des Videos steigt Jupiter auf, während sich Juno vom Norden her nähert. Während Juno ihre kürzeste Distanz erreicht – etwa 3500 Kilometer über Jupiters Wolkenoberflächen – zeigt die Raumsonde fantastische Details des prächtigen Planeten. Juno zieht an hellen Zonen und dunklen Wolkengürteln vorbei, die den ganzen Planeten umkreisen, sowie an zahlreichen wirbelnden runden Stürmen, viele davon sind größer als Wirbelstürme auf der Erde.

Nach dem Perijovum verschwindet Jupiter in der Ferne und zeigt dabei die ungewöhnlichen Wolken über Jupiters Süden. Um die erwünschten wissenchaftlichen Daten zu erhalten, zischt Juno so nahe an Jupiter vorbei, dass ihre Instrumente einer sehr hohen Strahlenbelastung ausgesetzt sind.

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Cassini zeigt Saturn im Infrarot

Die Raumsonde Cassini zeigt den Blick auf Saturn mit Ringen und dem rätselhaften Sechseck, einer beständigen Wolkenstruktur am Nordpol.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SSI; Bearbeitung: Maksim Kakitsev

Viele von Saturns Details sind in Infrarotlicht deutlich erkennbar. Wolkenbänder zeigen interessante Strukturen, zum Beispiel lang gestreckte Stürme. Auch das ungewöhnliche sechseckige Wolkenmuster um Saturns Nordpol ist in Infrarot ziemlich markant. Jede Seite des dunklen Sechsecks ist länger als ein Erddurchmesser.

Die Existenz des Sechsecks wurde nicht vorhergesagt, und sein Ursprung sowie seine voraussichtliche Stabilität werd weiterhin erforscht. Saturns berühmte Ringe umkreisen den Planeten und werfen Schatten unter dem Äquator.

Dieses Bild wurde 2014 von der robotischen Raumsonde Cassini in mehreren Farben des Infrarotlichts aufgenommen. Im September 2017 endete die Mission Cassini mit einem dramatischen Finale, als die Raumsonde auf Tauchgang in den Ringriesen gelenkt wurde.

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Hubbles Jupiter und der schrumpfende Rote Fleck

Der große Rote Fleck auf Jupiter, aufgenommen mit dem Weltraumteleskop Hubble.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA, Hubble, OPAL-Programm, STScI; Bearbeitung: Karol Masztalerz

Beschreibung: Was wird aus dem großen Roten Fleck auf Jupiter? Der Gasriese Jupiter ist die größte Welt im Sonnensystem, er besitzt etwa 320 Erdmassen. Auf Jupiter befindet sich eines der größten und beständigsten Sturmsysteme, die wir kennen, der große Rote Fleck (GRF) links.

Obwohl der GRF in letzter Zeit schrumpfte, ist er so groß, dass er die Erde verschlucken könnte. Ein Vergleich mit historischen Aufzeichnungen lässt vermuten, dass der Sturm nur noch ein Drittel der Fläche einnimmt, die er vor 150 Jahren hatte.

Das Programm Outer Planets Atmospheres Legacy (OPAL) der NASA beobachtete den Sturm in jüngerer Zeit mit dem Weltraumteleskop Hubble. Dieses Hubble-OPAL-Bild zeigt Jupiter im Jahr 2016, es wurde so bearbeitet, dass rote Farbtöne sehr lebendig wirken. Aktuelle GRF-Daten lassen vermuten, dass die Oberfläche des Sturms weiterhin schrumpft, aber die senkrechte Ausdehnung etwas größer wird.

Niemand kennt die Zukunft des GRF. Wenn der Schrumpfprozess anhält, kann es sein, dass mit dem GRF eines Tages dasselbe passiert wie mit kleineren Flecken auf Jupiter – dass er ganz verschwindet.

Dienstag via Zoom: APOD-Herausgeber zeigt die besten Weltraumbilder 2021 (Europa: 12.1.2022, 1:00h MEZ)
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Riesige Stürme und hohe Wolken auf dem Jupiter

Die Raumsonde Juno zeigt Wolken über ovalen Wirbelsturm-Regionen auf Jupiter.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Kevin M. Gill

Beschreibung: Was und wo sind diese riesigen Ovale? Es sind rotierende Sturmwolken auf Jupiter, die letzten Monat von der NASA-Raumsonde Juno aufgenommen wurden. Höhere Wolken sind allgemein heller. Die hellsten dieser Wolken sind die relativ kleinen Wolken, die das untere Oval sprenkeln. Doch mit einem Durchmesser von 50 Kilometern sind auch diese hellen Wolken nicht gerade klein. Sie schweben so hoch oben, dass sie Schatten auf das darunter liegende wirbelnde Oval werfen.

Bei diesem Bild wurden Farben und Kontrast verstärkt. Große Ovale sind meist Hochdruckgebiete mit einer Länge von mehr als 1000 Kilometern, die jahrelang bestehen bleiben können. Das größte Oval auf Jupiter ist der große Rote Fleck (nicht im Bild), der seit mindestens Hunderten Jahren besteht. Die Untersuchung der Wolkendynamik auf Jupiter anhand der Juno-Bilder führt zu einem besseren Verständnis für gefährliche Wirbelstürme auf der Erde.

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