Unter Jupiter

Der Planet Jupiter ist von unten zu sehen. Dort sind die markanten Bänder aus hellen und dunklen Wolken kaum erkennbar. Weiter hinten ist ein orangefarbenes Band mit weißen Ovalen zu sehen.

Bildcredit: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstädt und Seán Doran

Jupiter ist seltsamer, als wir dachten. Die NASA-Raumsonde Juno kreist auf einem stark elliptischen Orbit um Jupiter. Sie vollendete nun ihren sechsten Vorbeiflug. Hier sehen wir Jupiter von unten. Waagrechte Bänder bedecken einen Großteil des Planeten. Doch es überrascht, dass sie hier in Wirbeln und komplexen Mustern verschwinden. Näher am Äquator verläuft eine Linie aus weißen ovalen Wolken.

Aktuelle Ergebnisse von Juno zeigen, dass die Phänomene um Jupiters Wetter bis tief unter die Oberflächen der Wolken reichen können. Außerdem variiert Jupiters Magnetfeld an verschiedenen Orten stark. Juno soll 37 Mal um Jupiter ziehen. Jeder Umlauf dauert etwa sechs Wochen.

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Annäherung an Jupiter

Videokomposition und -rechte: Peter Rosén et al.; Musik: The Awakening von Clemens Ruh

Was sieht man, wenn man sich Jupiter nähert? Um das zu erlebbar zu machen, fotografierte ein Team aus 91 Hobby-Astrofotografen* auf der Erde mehr als 1000 Bilder von Jupiter. Die Ergebnisbilder wurden ausgerichtet und digital zu diesem Zeitraffervideo kombiniert.

Die Serie der Aufnahmen begann im Dezember 2014 und dauerte etwas länger als drei Monate. Das Ergebnis ist ein fiktiver Film der Annäherung. Er hat eine Ähnlichkeit mit dem, was die Roboter-Raumsonde Juno der NASA sah, als sie sich letzten Juli erstmals Jupiter näherte.

Zu Beginn ist Jupiter eine kleine Kugel nahe der Bildmitte. Wir nähern uns dem Planeten von unten. Er ragt bald immer größer auf. Man erkennt immer klarer, wie seine Wolkenbänder rotieren. Der schrumpfende Rote Fleck auf Jupiter rotiert zweimal ins Bild. Er zeigt eine ungewöhnliche Aktivität. Viele weiße Ovale wandern um den riesigen Planeten. Das Video endet mit einem Flug der imaginären Raumsonde über Jupiters Nordpol.

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Cassini zeigt Saturn in Infrarot

Die Raumsonde Cassini blickt von schräg oben auf den Planeten Saturn, der fast das ganze Bild füllt. Oben und unten sind die Ringe zu sehen. Am Nordpol von Saturn breitet sich das berühmte Sechseck aus.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SSI; Bearbeitung: Maksim Kakitsev

Viele Details auf Saturn treten im Infrarotlicht klar hervor. Wolkenbänder haben tolle Strukturen. Dazu zählen auch ausgedehnte Stürme. In Infrarot ist auch das ungewöhnliche sechseckige Wolkenmuster um Saturns Nordpol ziemlich auffällig. Jede Seite des dunklen Sechsecks ist etwa so breit wie die Erde.

Niemand ahnte von der Existenz des Sechsecks. Sein Ursprung und der Grund für seine Stabilität werden weiterhin erforscht. Saturns berühmte Ringe kreisen um den Planeten und werfen Schatten unter dem Äquator.

Das Bild wurde erst kürzlich bearbeitet. Doch die robotische Raumsonde Cassini fotografierte es schon 2014 in mehreren Wellenlängen von Infrarot. Im September endet die Mission Cassini dramatisch. Dann wird die Raumsonde auf Tauchgang in den Ringriesen gelenkt.

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Ganymeds Schatten

Der gestreifte Planet Jupiter wird links oben und rechts unten von den Monden Ganymed und Io flankiert. Ganymed wirft oben einen Schatten auf Jupiter.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach, Chilescope

Jupiter nähert sich der Opposition. Sie findet Anfang des nächsten Monats statt und bietet dem Planeten Erde die beste Teleskopsicht. Dieses eindrucksvoll scharfe Bild zeigt den größten Gasriesen. Es wurde am 17. März an einer ferngesteuerten Sternwarte in Chile fotografiert. Vertraute dunkle Gürtel und helle Zonen laufen um den ganzen Riesenplaneten. Die Streifen werden von Windzonen begrenzt, die um den Planeten kreisen. Dazwischen sind rotierende ovale Stürme verteilt.

Ganymed ist der größte Mond im Sonnensystem. Er steht links oben im Bild. Sein Schatten zieht über Jupiters nördliche Wolkenoberflächen. Ganymed ist bemerkenswert detailreich abgebildet. Auch auf dem anderen galileischen Mond Io rechts neben dem großen Jupiter erkennt man helle Strukturen auf der Oberfläche.

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Juno zeigt eine weiße ovale Wolke auf Jupiter

Links ist ein ovales Sturmsystem auf Jupiter, das von stark verwirbelten Wolken umgeben ist. Rechts beginnt der Terminator, die Schattenlinie auf dem Planeten.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSSBearbeitung: Roman Tkachenko

Diese Sturmwolke auf Jupiter ist fast so groß wie die Erde. Die wirbelnde Wolke wird als Weißes Oval bezeichnet. Sie ist ein Hochdrucksystem, ähnlich wie Hochdruckgebiete auf der Erde.

Das Oval liegt in einer „Perlenreihe“ aus weißen Wirbeln. Die Perlen verlaufen südlich von Jupiters berühmtem Roten Fleck. Vielleicht ist auch der Rote Fleck eigentlich ein sehr großes weißes Oval, das rot wurde. Die Wolken in der Umgebung zeigen interessante Turbulenzen, während sie um das Oval herum und dann daran vorbeifließen.

Das Bild entstand am 2. Februar. Damals zog die Roboter-Raumsonde Juno der NASA knapp über die Wolken der jovianischen Welt. In den nächsten Jahren kreist Juno weiterhin um Jupiter und erforscht ihn. Sie ermittelt den Wassergehalt seiner Atmosphäre und versucht herauszufinden, ob sich unter Jupiters dicken Wolken eine feste Oberfläche befindet.

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Superzellen-Gewitterwolke über Montana

Eine Superzelle aus einem wirbelnden Wolkentrichter dräut bildfüllend über einer ebenen Landschaft. Rechts hinten steht ein einsamer Baum in der Ebene.

Bildcredit und Bildrechte: Sean R. Heavey

Ist das ein Raumschiff oder eine Wolke? Es sieht wie das Schiff von Außerirdischen aus, doch es ist nur eine eindrucksvolle Gewitterwolke. Man bezeichnet sie als Superzelle. So kolossale Sturmsysteme rotieren um Mesozyklone. Das sind rotierende Aufwinde, die mehrere Kilometer groß sind. Sie können zu sintflutartigem Regen, Starkwinden und sogar Tornados führen.

Zerklüftete Wolken schmücken den Rand der Superzelle. In der Mitte sammeln sich Regen und Staub, der vom Wind verweht wurde. Vorne wartet geduldig ein Baum. Diese Superzellenwolke wurde im Juli 2010 westlich von Glasgow in Montana (USA) fotografiert. Sie verursachte geringe Schäden und blieb einige Stunden, ehe sie weiterwanderte.

Heute ist Sonnenfinsternis auf der Südhalbkugel

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Wolkenwirbel um Jupiters Süden von Juno

Wir blicken vom Pol auf den Gasriesen Jupiter. Viele Wirbelsysteme und weiße Ovale sind erkennbar.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Damian Peach

Juno vollendete kürzlich ihren vierten nahen Vorbeiflug an Jupiter. Die Robotersonde Juno verließ 2011 die Erde. Letzten Juli erreichte sie Jupiter. Vor 11 Tagen vollendete sie ihren letzten elliptischen Orbit um den größten Planeten unseres Sonnensystems. Dieses Bild zeigt eine neue, hoch aufgelöste Ansicht von Jupiters südlicher Halbkugel. Es entstand bei diesem Vorbeiflug und zeigt die faszinierenden wirbelnden Wolkensysteme.

Der Terminator, das ist die Grenze zwischen Tag und Nacht, verläuft unten diagonal. Also steht die Sonne rechts oben außerhalb des Bildes. Rechts unten sieht man das große, orangefarbene Oval BA. Wie die Details und Farben von Jupiters Wolkenwirbeln entstehen, ist derzeit unbekannt. Junos Sechs-Jahres-Mission untersucht den Riesen Jupiter auf neue Art. Sie versucht zu ermitteln, ob Jupiter unter seinen dicken Wolken eine feste Oberfläche hat.

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Südlicher Jupiter beim 3. Perijovium

Fast die obere Hälfte von Jupiter ist im Bild beleuchtet. In den wirbelnden Wolkenmassen fallen zwei helle Ovale deutlich auf. Rechts ist der Planet sehr hell gefärbt.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Damian Peach

Jupiters Süden ist hier etwa 37.000 km entfernt. Das Bild vom 11. Dezember stammt von JunoCam. Juno sammelte die Bilddaten beim drittem Perijovium. Das ist die größte Annäherung an Jupiter. Die Raumsonde ist noch auf ihrer 53 Tage langen schleifenförmigen Bahn.

Links befindet sich die Region beim Südpol. Das große, weißliche Oval rechts ist ein riesiges Sturmsystem. Es rotiert gegen den Uhrzeigersinn. Das ovale Sturmsystem ist kleiner als der berühmtere Rote Fleck. Sein Durchmesser ist nur etwa halb so groß wie der Planet Erde. Es liegt in einer Reihe weißer Ovale auf der Südhalbkugel des Gasriesen, der das Sonnensystem regiert.

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