Gegendämmerungsstrahlen über Sizilien

Hinter einer Landschaft mit Bäumen und Feldern steigen am Horizont in der Dämmerung markante Strahlen auf. Sie strömen scheinbar aus einem Punkt, dem Fluchtpunkt. In Wirklichkeit verlaufen sie parallel. Das Strahlenbüschel aus Gegendämmerungsstrahlen befindet sich im Osten gegenüber dem Sonnenuntergang.
Bildcredit und Bildrechte: Marcella Pace; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Die Sonne ist gerade untergegangen, und zwar auf der anderen Seite des Himmels! Wir sehen hier sogenannte Gegendämmerungsstrahlen. Das Bild zeigt Kalksteinplateaus im Herzen der Hybläischen Berge im südöstlichen Sizilien. Dort laufen die Strahlen im Osten scheinbar zusammen.

Wie sind die Strahlen entstanden, obwohl die Sonne nicht am Himmel war? Nachdem sie (wie immer im Westen) untergegangen war, beleuchtete sie noch eine Wolke hoch am Himmel. Das Sonnenlicht war teilweise von der Wolke verdeckt. So entstand ein Muster aus Licht und Schatten, das in parallelen Linien über den Himmel zog.

Durch die Perspektive liefen die Linien scheinbar zusammen. Es ist derselbe Effekt, wie wenn sich Eisenbahngleise scheinbar in der Ferne treffen. Man sieht ihn auch bei Sonnenaufgang, nur sind dann die Richtungen vertauscht. In ganz seltenen Fällen sieht man Strahlenbüschel und Gegendämmerungsstrahlen sogar gleichzeitig.

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10 Tage Venus und Jupiter

Vier Bildfelder zeigen, wie sich die Planeten Jupiter und Venus am Horizont von Maharashtra immer näher kommen. Am 8. Juni stehen sie in der Dämmerung eng beisammen.
Bildcredit und Bildrechte: Aditya Pawar

Vielleicht sind euch Venus und Jupiter letztens aufgefallen. Kürzlich gab es eine enge Konjunktion zwischen den beiden hellsten Planeten. Sie war am Abendhimmel kaum zu übersehen. Es begann am 30. Mai, Jupiter stand damals oben, und endete am 8. Juni. Die Bildfelder zeigen ihre enge Begegnung. Zeitlich verläuft die Konjunktion von links nach rechts am westlichen Horizont von Maharashtra in Indien.

Die Farben am Abendhimmel in den Bildfeldern zeigen die Bedingung am Ort, als die Sonne unterging. Die größte Annäherung war am 9. Juni. An dem Abend betrug die Distanz zwischen dem Paar am Himmel nur etwa dreimal die Breite eines Vollmondes. Physikalisch lagen natürlich mehr als 600.000.000 km zwischen den beiden Planeten, die auf ihren Bahnen um die Sonne kreisen.

In den nächsten Tagen verschwindet Jupiter abends langsam im Glanz der Sonne. Doch die Venus entfernt sich im Westen weiter von der Sonne in ihrer aktuellen Rolle als gleißender Abendstern.

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Die Beständigkeit des Sonnenlichts

Die Sonne sinkt langsam zum Horizont. Der Himmel dahinter ist intensiv orange und rot gefärbt und von vielen Kondensstreifen überzogen. Die Sonne wirkt stark verzerrt und erinnert an Dalís schmelzende Uhren.
Bildcredit und Bildrechte: Lorenzo Busilacchi

Dieser Sonnenuntergang wirkt surreal. Die Landschaft mit Himmel und Meer entstand an der Westküste von Sardinien. Das ist eine Insel auf dem Planeten Erde, die zu Italien gehört. Die Szene wirkt daliesk. Sie entstand aus mehreren Aufnahmen, die mit einem langen Teleobjektiv fotografiert wurden.

Doch die Sonne schmilzt nicht. Ihre flüssige, verschobene Erscheinung tritt auf, als sie sich dem Horizont nähert. Wir beobachten das, wenn sich die Brechung in der langen Sichtlinie verändert. Die veränderliche Brechung in der Atmosphäre entsteht durch Luftschichten, die eine verschiedene Dichte und Temperatur haben. So kommt es zu den verzerrten Bildern und Luftspiegelungen der rötlichen Sonnenscheibe.

Ein anderer berühmter, aber flüchtiger Effekt entsteht ebenfalls durch die atmosphärische Brechung entlang einer langen Sichtlinie zur Sonne. Wir sehen ihn, wenn die Sonne auf- oder untergeht. Es ist der Grüne Blitz.

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Die aktive Region 4366 kreuzt die Sonne

Rechts neben der Mitte schmückt eine riesige Region mit dunklen Sonnenflecken die Sonne, während sie untergeht. Am Himmel sind orange gefärbte Wolken. Vor der Sonne sind kleine Silhouetten von Bäumen.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Korona

Die ungewöhnlich aktive Sonnenflecken-Region AR 4366 kreuzt die Sonne. Sie ist viel größer als die Erde. In den letzten zehn Tagen warf sie bereits mehrere mächtige Sonnenfackeln aus.

Dieses Bild entstand vor 5 Tagen. Darauf markieren große, dunkle Sonnenflecken rechts die Region. Die Sonne steht über einem Hügel in Zacatecas in Mexiko. AR 4366 ist bereits ein Kandidat für die aktivste Sonnenregion im ganzen 11-jährigen Sonnenzyklus.

Aktive Regionen auf der Sonne gehen häufig mit erhöhter Polarlichtaktivität auf der Erde einher. AR 4366 erreicht nun den Rand der Sonne und zeigt bald von der Erde weg. Das tut sie auch die ganze nächste Woche. Doch wir wissen nicht, ob die Aktive Region lang genug bestehen bleibt, während die Sonne rotiert, um in etwa zwei Wochen auf der anderen Seite wieder aufzutauchen.

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Sonnenuntergang zur Sonnenwende bei Stonehenge

Über der historischen Stätte Stonehenge ist der Himmel glasklar und spielt alle Farben von Gelb bis Violett. Zwischen zwei Monolithen geht gerade die Sonne unter.

Bildcredit und Bildrechte: English Heritage, Josh Dury

Gestern erreichte die Sonne ihren südlichsten Punkt am Himmel der Erde. Man nennt ihn die Sonnenwende. Sie markiert in vielen Kulturen den Wechsel der Jahreszeiten. Auf der Nordhalbkugel der Erde wechselt der Herbst zum Winter und auf der Südhalbkugel wird der Frühling zum Sommer.

Unser Bild zeigt den Moment vor dem Beginn der längsten Nacht im Norden 2025 in Stonehenge in Großbritannien. Dort sieht man, wie ein 4,5 Milliarden Jahre alter Feuerball genau zwischen den Steinen untergeht, die vor 4500 Jahren präzise angeordnet wurden. Nicht einmal die Kreiselbewegung der Erdachse über die Jahrtausende hat die astronomische Bedeutsamkeit des Sonnenuntergangs in Stonehenge verändert.

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Sardinien im Sonnenuntergang

Hinter dem Leuchtturm von Mangiabarche geht die Sonne unter. Der Blick reicht über das Meer bis zum Horizont. Die Sonne ist von dunklen Wolken gestreift.

Bildcredit und Bildrechte: Lorenzo Busilacchi

Wenn die Sonne am 7. September untergeht, geht der Vollmond auf. An dem Tag können die Bewohner*innen auf einem Großteil unseres schönen Planeten eine totale Mondfinsternis beobachten. Dabei taucht der Mond vollständig in den Schatten der Erde ein. Man sieht es in Teilen der Antarktis sowie in Australien, Asien, Europa und Afrika.

Wenn der helle Vollmond in den Schatten der Erde eintritt, wird er dunkler. Schließlich nimmt er während der totalen Finsternisphase eine rötliche Färbung an. Tatsächlich ist die Farbe des Mondes während einer totalen Mondfinsternis auf das gerötete Licht von Sonnenauf- und -untergängen rund um den Planeten Erde zurückzuführen, das in den sonst dunklen zentralen Schatten der Erde gestreut wird.

Diese Nahaufnahme mit rotem Himmel, blauem Meer und dem Leuchtturm von Mangiabarche entstand, als die Sonne am 22. August unterging. Das Bild wurde bei Sant’antioco auf der italienischen Insel Sardinien aufgenommen.

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Ein Zwei-Prozent-Mond

Am rosaroten Himmel über den Kanarischen Inseln leuchtet eine schmale Mondsichel knapp über dem Horizont. Unten ist eine Radioschüssel auf den Mond gerichtet.

Bildcredit und Bildrechte: Marina Prol

Ein junger Sichelmond ist schwer zu sehen. Warum ist das so? Wenn der Mond in einer Sichelphase ist, egal ob jung oder alt, ist er am irdischen Himmel niemals weit von der Sonne entfernt. Der Himmel ist zwar noch hell, doch man sieht auf dieser Himmelslandschaft vom frühen Abend deutlich eine schmale Mondsichel, die von der Sonne beleuchtet wird.

Der Schnappschuss mit Teleobjektiv entstand am 24. August. Bei Sonnenuntergang stand der Mond sehr nahe am westlichen Horizont. Der sichtbare Teil, der von der Sonne beleuchtet ist, war eine sehr schmale, nur 1,5 Tage alte Sichel, die nur zwei Prozent der vertrauten Vorderseite des Mondes zeigt.

Eine steuerbare Radioschüssel zur Kommunikation mit Raumfahrzeugen am Weltraumzentrum der Kanarischen Inseln ist auf diese zwei Prozent des Mondes gerichtet. Das Pastellrosa am Himmel bei Sonnenuntergang stammt teilweise von feinem Sand und Staub aus der Sahara, der vom Wind verweht wird.

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Asperitas-Wolken über Neuseeland

Die Wolken über dem Nadelwald wirken bedrohlich. Sie sind orangefarben und stark gewellt. Doch sie sind mit Sicherheit harmlos.

Bildcredit und Bildrechte: Witta Priester

Was ist das für ein Wolkentyp? Ihr Ursprung ist derzeit unbekannt. Doch die ungewöhnlichen atmosphärischen Strukturen, so bedrohlich sie auch wirken mögen, scheinen sie keine Vorboten meteorologischer Katastrophen zu sein. Erst letztes Jahr wurden sie als eigener Wolkentyp erfasst.

Asperitas-Wolken (lateinisch für „unebene Wolken“) können atemberaubend wirken. Sie treten überraschend auf und sind nur wenig erforscht. Meist sind niedrige Wolkendecken an der Unterseite flach. Doch Asperitas-Wolken haben unten eine markante senkrechte Struktur.

Man vermutet, dass Asperitas-Wolken mit den Lenticularis (linsenförmige Wolken) verwandt sind. Diese entstehen in der Nähe von Bergen. Alternativ könnten sie Mammatuswolken ähnlich sein. Diese gehen mit Gewitterstürmen einher. Vielleicht ähneln sie aber auch Föhnwolken. Sie entstehen beim trockenen Fallwind an Berghängen. Ein solcher föhnartiger Wind strömt auf Neuseelands Süd-Insel zur Ostküste. Man nennt ihn Canterbury Northwester.

Dieses Bild entstand 2005 über Hanmer Springs im neuseeländischen Canterbury. Es zeigt viele Details, weil das Sonnenlicht die wellenartigen Unterseiten der Wolken von der Seite beleuchtet.

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