Die interstellaren Wolken im Orion

Das Bild zeigt lang belichtete Wolken in der Orion-Region.

Bildcredit und Bildrechte: Andrew Klinger

Das Sternbild Orion hat mehr zu bieten als drei Sterne in einer Reihe. Es ist eine Richtung im Raum zu vielen eindrucksvollen Nebeln. Um diese bekannte Schneise am Himmel zu zeigen, entstand im Jänner, Februar und März in mehreren klaren Nächten eine neue Langzeitbelichtung. Nach 23 Stunden Belichtung und unzähligen Stunden Bildbearbeitung entstand diese Fotomontage im Licht von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel.

Das Bild ist breiter als der 40-fache Winkeldurchmesser des Mondes. Neben vielen interessanten, sichtbar gewordenen Details fällt eines besonders ins Auge: die Barnardschleife. Sie ist der leuchtend orangerote Bogen rechts neben der Bildmitte. Der Rosettennebel ist nicht der riesige orangefarbene Nebel links neben der Bildmitte. Er ist der größere, aber weniger bekannte Meissa-Ring.

Der Rosettennebel ist jedoch sichtbar. Er ist der helleorange, blaue und weiße Nebel am unteren Bildrand. Der helle orangefarbene Stern links neben der Bildmitte ist Beteigeuze. Der helle, blaue Stern rechts oben ist Rigel.

Was diese berühmten drei Sterne im Gürtel des Jägers Orion betrifft: Auf diesem belebten Bild sind sie schwer zu erkennen. Ein scharfes Auge findet sie rechts neben der Bildmitte.

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Eine kosmische Rose: Der Rosettennebel im Einhorn

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Jean Dean

Beschreibung: NGC 2237, der Rosettennebel, ist nicht die einzige kosmische Wolke aus Gas und Staub, die an das Bild einer Blume erinnert, doch sie ist die berühmteste. Die Blütenblätter dieser kosmischen Rose am Rand einer großen Molekülwolke im Einhorn sind eigentlich ein ungefähr 5000 Lichtjahre entferntes Sternbildungsgebiet.

Die hübsche, symmetrische Form wird von den Winden und der Strahlung ihres zentralen Haufens geformt, der aus heißen jungen O-Sternen besteht. Die Sterne im energiereichen Haufen, der als NGC 2244 katalogisiert ist, sind nur wenige Millionen Jahre jung. Die zentrale Höhlung im Rosettennebel hat einen Durchmesser von ungefähr 50 Lichtjahren. Der Nebel ist mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Einhorn (Monoceros) zu sehen. Das natürlich erscheinende Teleskopporträt des Rosettennebels entstand mithilfe von Breitband- und Schmalbandfiltern, weil Rosen manchmal nicht rot sind.

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Komet 12P zwischen Rosetten- und Kegelnebel

Links oben leuchtet der Rosettennebel, rechts unten ragt der winzige Kegelnebel in ein leuchtendes Nebelfeld. Dazwischen breitet Komet Giacobini-Zinner seinen Schweif aus.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Kleine Stücke dieses grünlich-grauen Kometen blitzen heute Nacht durch die Erdatmosphäre. Teile des zerfallenden Kerns des Kometen 21P / Giacobini-Zinner, der hier abgebildet ist, verursachen nämlich den Meteorstrom der Draconiden, der jedes Jahr stattfindet. Er erreicht heute Abend seinen Höhepunkt.

Dieses Jahr kann man die Draconiden leicht beobachten, denn die meisten Meteore sieht man wahrscheinlich bald nach Sonnenuntergang, und der Mond leuchtet kaum. Doch vielleicht braucht man Geduld, denn als 21P im letzten Monat an der Erdbahn vorbeizog, erhöhte das die übliche Meteorrate der Draconiden von (nur) wenigen Meteoren pro Stunde für dieses Jahr voraussichtlich nicht. Andererseits ist es bekanntlich schwierig, die Zahl der Meteore vorherzusagen. 1933, 1946 und 2011 waren die Draconiden ziemlich eindrucksvoll.

Hier posierte Komet 21P vor zwei Wochen anmutig zwischen dem Rosettennebel (links oben) und dem Kegelnebel (rechts unten). Dann brach er auf und kehrte in die Nähe der Jupiterbahn zurück. In ungefähr sechseinhalb Jahren kommt er wieder.

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Wenn Rosen nicht rot sind

Der Rosettennebel ist in zwei Versionen abgebildet. Wenn man die Maus über das Bild schiebt, wird eine alternative Version gezeigt.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Coles und Mel Helm

Nicht alle Rosen sind rot, aber sie können trotzdem sehr hübsch sein. Der Rosettennebel und andere Gebiete mit Sternbildung werden auf astronomischen Bildern oft rot dargestellt, denn die markanteste Emission im Nebel stammt meist von Wasserstoffatomen.

Die stärkste optische Emissionslinie von Wasserstoff ist H-alpha. Sie liegt im roten Bereich des Spektrums. Doch die Schönheit eines Emissionsnebels liegt nicht nur im roten Licht. Auch andere Atome im Nebel werden vom energiereichen Sternenlicht angeregt und strahlen Licht in schmale Emissionslinien ab.

Für diese prächtige Ansicht des Rosettennebels wurden Aufnahmen kombiniert, die mit Schmalbandfiltern aufgenommen wurden. Die Emission der Atome von Schwefel sind rot, Wasserstoff ist blau und Sauerstoff ist grün abgebildet. Das Schema für die Kartierung der schmalen Emissionslinien von Atomen in ein breiteres Farbspektrum wird bei vielen Hubblebildern angewendet, die Gebiete mit Sternbildung zeigen.

Der Rosettennebel liegt im Sternbild Einhorn und ist ungefähr 3000 Lichtjahre von uns entfernt. In dieser Distanz ist das Bild etwa 100 Lichtjahre breit. Wollt ihr die Rose rot färben? Dann folgt diesem Link oder schiebt den Mauspfeil über das Bild.

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Dunkler Winterhimmel im spanischen Nationalpark Monfragüe

Das Bild wurde im spanischen Nationalpark Monfragüe fotografiert. Es zeigt prächtige Kultobjekte am Winterhimmel. Der Nationalpark wurde zum Lichtschutzgebiet erklärt.

Bildcredit und Bildrechte: José Luis Quiñones

Auch ihr könnt so einen Nachthimmel sehen. Denn im spanischen Nationalpark Monfragüe wurde kürzlich der Nachthimmel offiziell vor künftiger Lichtverschmutzung geschützt. Dort entstand dieses Kompositbild.

Im Bild sind viele Kultobjekte des Nachthimmels verteilt. Sie prägen den nördlichen Winter. Dazu gehören sehr helle Sterne wie Sirius, Beteigeuze und Prokyon. Helle Sternhaufen sind zum Beispiel die Plejaden. Blasse Nebel wie der Kalifornien– und der Rosettennebel werden fotografisch dargestellt.

Noch vor 100 Jahren waren viel mehr Menschen mit einem dunkleren Nachthimmel vertraut als heute. Der hauptsächliche Grund ist Lichtverschmutzung. Zu den Parks, die auf ähnliche Weise als Lichtschutzgebiete geschützt wurden, zählen der Nationalpark im Death Valley in den USA und der kanadische Grasslands-Nationalpark. Auch in Gebieten wie Flagstaff in Arizona und einem Großteil der Insel Hawaii ist der Nachthimmel geschützt.

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Der Rosettennebel

Der Nebel NGC 2237 erinnert an eine Rose. In der Mitte haben die Sterne in seinem Inneren eine Höhlung gebildet.

Bildcredit und Bildrechte: Evangelos Souglakos

Wäre der Rosettennebel mit einem anderen Namen genauso hübsch? Die langweilige Bezeichnung NGC 2237 im New General Catalog mindert die Erscheinung dieses blumigen Emissionsnebels in keiner Weise. Im Nebel liegt ein offener Haufen heller junger Sterne. Er hat die Bezeichnung NGC 2244.

Die Sterne entstanden vor etwa vier Millionen Jahren im Nebelmaterial. Ihre Sternwinde bilden eine Höhlung im Zentrum des Nebels. Sie ist durch eine Staubschicht und heißes Gas isoliert. Das ultraviolette Licht der heißen Sterne im Haufen bringt den Nebel, der sie umgibt, zum Leuchten.

Der Rosettennebel ist etwa 100 Lichtjahre groß und ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Man sieht ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Einhorn (Monoceros).

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Orion, 212 Stunden belichtet

Das Bild zeigt das Sternbild Orion, umgeben von weitläufigen Nebelbahnen. Links läuft die Barnardschleife um die Gürtelsterne bis zuj Stern Rigel, oben ist der Kopfstern ebenfalls von einem rot leuchtenden Nebel umgeben. Links ist der Rosettennebel markiert.

Bildcredit und Bildrechte: Stanislav Volskiy, überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Das Sternbild Orion bietet viel mehr als drei Sterne in einer Reihe. Es ist eine Richtung im Weltraum mit vielen beeindruckenden Nebeln. Um diese bekannte Schneise am Himmel zu würdigen, entstand in den Jahren 2013 und 2014 im Laufe vieler klarer Nächte eine extrem lange Belichtung. Nach 212 Stunden Kamerazeit und einem weiteren Jahr der Bearbeitung entstand eine Collage aus 1400 Bildern. Sie ist breiter als der 40 Winkeldurchmesser des Mondes und hier abgebildet.

Zu den vielen interessanten Details, die man hier sieht, zählt die auffällige Barnardschleife. Sie ist der helle, rote runde Bogen, der sich von der Mitte nach unten krümmt. Der Rosettennebel ist nicht der riesige rote Nebel am oberen Bildrand. Er ist der größere, aber weniger bekannte Nebel Lambda Orionis. Doch man sieht auch den Rosettennebel: Es ist der rot-weiße Nebel links oben. Der orangefarbene Stern über der Bildmitte ist Beteigeuze. Der helle, blaue Stern rechts unten ist Rigel.

Weitere berühmte Nebel im Bild sind der Hexenkopfnebel, der Flammennebel, der Fuchsfellnebel und – wenn man weiß, wo man suchen muss – der vergleichsweise kleine Pferdekopfnebel. Die berühmten drei Sterne im Gürtel des Jägers Orion sind auf diesem belebten Bild schwer zu erkennen. Ein geübtes Auge findet sie rechts unter der Bildmitte.

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Der Rosettennebel in Wasserstoff und Sauerstoff

Der bekannte Rosettennebel ist hier mit einem blau leuchtenden Inneren und einem rot lodernden Wolkenrand außen dargestellt. Vor dem Hohlraum in der Mitte leuchten die Sterne eines offenen Sternhaufens, der im Nebel entstanden ist.

Bildcredit und Bildrechte: Arno Rottal (Far-Light-Photography)

Der Rosettennebel ist nicht die einzige kosmische Gas- und Staubwolke, die an das Bild einer Blume erinnert. Doch er ist wohl der berühmteste. Die Rose ist etwa 5000 Lichtjahre entfernt. Sie liegt am Rand einer großen Molekülwolke im Sternbild Einhorn. In ihren Blütenblättern entstehen Sterne.

Die hübsche, symmetrische Form wird von den Winden und der Strahlung des Haufens aus heißen, jungen Sternen geformt, der sich im Zentrum befindet. Der energiereiche Haufen ist als NGC 2244 katalogisiert. Die Sterne darin sind nur wenige Millionen Jahre alt.

Der zentrale Hohlraum im Rosettennebel trägt die Katalognummer NGC 2237. Er ist etwa 50 Lichtjahre groß. Ihr findet den Nebel mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Einhorn (Monoceros).

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