Milchstraße über Piton de l’Eau

Über einem ruhigen Kratersee auf einem erloschenen Vulkan wölbt sich die majestätische Milchstraße. Hinten in der Mitte steht der Piton des Neiges, es ist der höchste Gipfel auf der Insel Réunion.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot

Wenn ihr lange genug auf eine klare, mondlose Nacht wartet, treten die Sterne manchmal prachtvoll hervor. So eine Gelegenheit gab es Anfang des Monats am Piton de l’Eau auf Réunion. Vorne liegt ein Vulkankrater, er ist mit Wasser gefüllt und von Büschen und Bäumen umgeben. Der ruhige Kratersee reflektiert das Sternenlicht.

Wenn ihr genau schaut, seht ihr in der Bildmitte den Piton des Neiges, das ist der höchste Gipfel der Insel. Er ist mehrere Kilometer entfernt. Im Hintergrund leuchtet hoch über dem See das Licht Hunderter Sterne. Die meisten davon sind weniger als 100 Lichtjahre entfernt in der unmittelbaren stellaren Nachbarschaft.

Oben wölbt sich weit entfernt das majestätische Zentralband unserer Milchstraße, in der das Licht von Millionen von Sternen leuchtet. Die meisten davon sind Tausende Lichtjahre entfernt. Der Astrofotograf berichtete, dass er fast zwei Jahre warten musste, bis Himmel und Wolken dieses Bild erlaubten.

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Die Milchstraße über den Osterinseln

Am Himmel leuchtet das blaue Band der Milchstraße mit dunklen Staubwolken. Unten stehen gelb beleuchtete Steinstatuen auf Rapa Nui, der Osterinsel.

Bildcredit und Bildrechte: Manel Soria

Warum wurden die Statuen auf der Osterinsel Rapa Nui errichtet? Das ist nicht bekannt. Sicher ist, dass dort mehr als 800 riesige Steinstatuen stehen. Die Statuen auf Rapa Nui sind meist mehr als doppelt so hoch wie ein Mensch und wiegen etwa die 200-mal so viel wie ein Mensch.

Über die Geschichte oder Bedeutung der ungewöhnlichen Statuen ist nur wenig bekannt. Manche denken, dass die meisten davon vor etwa 500 Jahren als Abbilder lokaler Herrscher einer verlorenen Zivilisation sind. Oben seht ihr einige der Steinriesen. Sie wurden 2009 unter dem Zentralband unserer Milchstraße abgelichtet.

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Das Ende der Galaxis: Kollision mit Andromeda steht bevor

Hinter der Silhouette eines Berges ragen die Milchstraße und die Andromedagalaxie auf. Durch die starken Gezeiten sind beide Galaxien bereits stark verzerrt.

Illustrationscredit: NASA, ESA, Z. Levay und R. van der Marel (STScI) und A. Mellinger

Kollidiert unsere Milchstraße eines Tages mit ihrer größeren Nachbarin, der Andromedagalaxie? Sehr wahrscheinlich. Auf neuen Bildern des Weltraumteleskops Hubble werden leichte Verschiebungen von M31 vor den Galaxien im Hintergrund genau vermessen. Das Ergebnis lässt vermuten, dass das Zentrum von M31 mit dem Zentrum der Galaxis kollidiert.

Die möglichen Messfehler bei der Seitwärtsgeschwindigkeit reichen aus, dass sich die Zentren der Galaxien vielleicht verfehlen – aber nur knapp. Die Galaxien kommen einander so nahe, dass sich ihre Halos gravitativ verschränken. Wenn das geschieht, sind die beiden Galaxien aneinander gebunden. Sie tanzen umeinander und verschmelzen vielleicht in einigen Milliarden Jahren zu einer großen elliptischen Galaxie.

Diese künstlerische Illustration zeigt den Himmel einer Welt in ferner Zukunft, wenn die Galaxienzentren anfangen, einander zu zerstören. Die genaue Zukunft unserer Milchstraße und der Galaxien in der Lokalen Gruppe wird wohl in den nächsten Jahren genau erforscht.

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Meteor über dem Crater Lake

Über einem Kratersee, dem Crater Lake in Oregon, wölbt sich die Milchstraße, davor blitzen Meteore über den Himmel. Wenn man den Mauspfeil über das Bild schiebt, werden die Sternbilder eingeblendet.

Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

„Habt ihr das gesehen?“ Diese Frage hört man bei Meteorströmen häufig, denn ein Meteorblitz ist normalerweise zu kurz, um den Kopf zu drehen. Es ist ein glücklicher Zufall, wenn man sieht, wie helle Meteore vorbeischießen. Das Wissen, dass alle Meteore einst kleine Steinchen aus einer anderen Welt waren, macht die Beobachtung vielleicht lohnenswert, sogar wenn eure Beobachtungsfreunde nicht jede einzelne Erfahrung teilen können.

Der Meteorstrom der Lyriden erreichte in den letzten Tagen seinen Höhepunkt. Am dunklen, mondlosen Himmel konnte man an manchen Orten ganze 30 Meteore pro Stunde beobachten.

Das Komposit entstand aus neun Aufnahmen, die letzte Woche fotografiert wurden. Ein heller Meteor der Lyriden zieht über den malerischen Crater Lake im US-Bundesstaat Oregon. Schnee bedeckt den Vordergrund, im Hintergrund wölbt sich das majestätische Band unserer Heimatgalaxie über dem ruhigen See.

Dieses Jahr kommen noch weitere Meteorströme: Mitte August die Perseïden und Mitte November die Leoniden. Beide erreichen ihren Höhepunkt 2012 abseits vom hellen Mondschein.

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Zodiakallicht-Panorama

Das Panorama umfasst 360 Grad und reicht von Horizont zu Horizont. Quer durch die Mitte verläuft das Zodiakallicht. Die Milchstraße verläuft links und rechts gekrümmt diatonal im Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Miloslav Druckmüller (UM FSI, Technische Universität Brünn), Shadia Habbal (IfA, Univ. von Hawaii)

Dieses 360-Grad-Panorama reicht vom östlichen bis zum westlichen Horizont. Es folgt dem Band des Zodiakallichtes in der ekliptischen Ebene des Sonnensystems. Das blasse Zodiakallicht entsteht durch Staub, der Sonnenlicht streut. Es spannt die elementare Koordinatenebene der Himmelskugel auf, die dem scheinbaren Pfad der Sonne am Himmel in einem Jahr entspricht. Dieser Pfad ist die Erdbahnebene.

Das faszinierende Panorama ist ein Mosaik aus Bildern, die in einer einzigen Nacht zwischen Abend- und Morgendämmerung an zwei Orten auf dem Mauna Kea fotografiert wurden. Die Lichter von Hilo auf Hawaii leuchten am linken östlichen Horizont, das Subaru- und das Keck-Zwillingsteleskop stehen rechts am westlichen Horizont.

In dieser gut gewählten mondlosen Nacht strahlte die Venus als Morgenstern knapp über dem östlichen Horizont, und Saturn stand fast in Opposition. Saturn ist in die Aufhellung des Zodiakalbandes getaucht, die als Gegenschein bezeichnet wird. Der Gegenschein liegt bei 180 Grad Länge. Er ist also auf der Ekliptik eine Winkeldistanz von 180 Grad von der Sonne entfernt.

In der Mosaikprojektion verläuft die Ebene unserer Milchstraße in einem Winkel, der das waagrechte Band des Zodiakallichtes über den beiden Horizonten kreuzt. Die Nebel, Sterne und Staubwolken im gewölbten galaktischen Zentrum gehen im Osten auf.

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Rauchschwaden eines Raketenstarts in der Milchstraße

Vor einem dunklen sternklaren Himmel mit der Milchstraße schweben weiße Rauchwolken.

Bildcredit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Am 27. März starteten in Virginia an der Wallops Flight Facility der NASA im Morgengrauen fünf Forschungsraketen. Die Raketen des Anomalous Transport Rocket EXperiment (ATREX) starteten nacheinander ab 4:58 Eastern Daylight Time (EDT) in 80-Sekunden-Intervallen. Sie zogen eine chemische Leuchtspur und hinterließen in einer Höhe von etwa 100 Kilometern leuchtende weiße Wolken in der Ionosphäre der Erde. Diese Wolken wurden von den kaum untersuchten Starkwinden in der Turbopause gefegt. Es sind nicht jene Starkwinde, in denen Passagierflugzeuge in einer Höhe von 8 bis 9 Kilometern fliegen.

Die Wolken waren an den Mittelatlantikstaaten der USA zu sehen. Sie trieben auf diesem Bild am sternklaren Himmel, es wurde am East Point in New Jersey fotografiert. Im Süden über dem Startplatz leuchteten die Sterne im Schützen, im Skorpion und in den blassen, weiß leuchtenden Wolken der Milchstraße.

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Sonnenfackel am Gammastrahlenhimmel

Zwei Ovale zeigen den Himmel in Gammastrahlen. Im oberen Oval ist das hellste Licht der Vela-Pulsar, im unteren Oval vom 7. März leuchtet die Sonne um ein Vielfaches heller als alles andere.

Bildcredit: NASA, DOE, Internationale Fermi LAT- Arbeitsgemeinschaft

Was leuchtet am Gammastrahlenhimmel? Die Antwort lautet normalerweise: Die exotischsten und energiereichsten astrophysikalischen Umgebungen. Dazu zählen aktive Galaxien mit sehr massereichen schwarzen Löchern oder unglaublich dichte Pulsare, das sind die rotierenden Überreste explodierter Sterne.

Doch am 7. März markierte eine mächtige Sonnenfackel aus einer Serie aktueller Sonnenausbrüche den Gammastrahlenhimmel. Sie erreichte die ein-milliardenfache Energie von Photonen im sichtbaren Licht.

Die beiden Bildfelder zeigen die Intensität der Sonnenfackel auf Bildern des ganzen Himmels. Sie wurden vom Gammastrahlenteleskop Fermi in der Erdumlaufbahn aufgenommen. Am 6. März war die Sonne wie an den meisten anderen Tagen für Fermis Bilddetektoren fast unsichtbar. Doch beim Ausbruch der energiereichen Fackel der Klasse X wurde sie im Gammastrahlenlicht fast 100-mal heller als sogar der Vela-Pulsar.

Inzwischen verblasste die Sonne aus Fermis Sicht wieder. Wahrscheinlich leuchtet sie am Gammastrahlenhimmel wieder hell auf, wenn der Sonnenfleckenzyklus sein Maximum erreicht.

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Auf der Straße zu Carina

Das Bild ist eine Einzelaufnahme, die nur von Sternen und der Milchstraße beleuchtet wurde. Eine holprige Straße führt zum Horizont, darüber breitet sich der Südhimmel aus.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Diese holprige Straße in der dunklen Atacamawüste führt scheinbar zum Himmel – und zu den hellen Sternen und den leuchtenden Nebeln der südlichen Milchstraße. Wenn ihr der Straße folgt, gelangt ihr zum Cerro Armazones in Chile, der künftigen Baustelle für das 40 Meter große europäische Extremely Large Telescope (ELT).

Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt, seht ihr die Wunder des Südhimmels. Die Szenerie wird vom rötlichen Leuchten des großen Carinanebels bestimmt, er ist eine der größten Sternbildungsregionen in unserer Milchstraße.

Diese außergewöhnlich Himmelslandschaft ist kein Komposit aus voneinander abweichenden Aufnahmen oder eine Fotomontage. Die Landschaft, die weit von den Quellen der Lichtverschmutzung entfernt ist, wird vom Sternenlicht und der Milchstraße beleuchtet. Sie wurde mit einer modifizierten Digitalkamera und einer schnellen Linse fotografiert. Das empfindliche System dokumentierte auf dieser relativ kurz belichteten Aufnahme den Planeten Erde und seinen Himmel.

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