Milchstraße und Nachthimmellicht über dem Crater Lake

Über einem Kratersee wölbt sich die Milchstraße wie ein Bogen. Darunter leuchtet grünliches Nachthimmellicht. Am Himmel sind zahlreiche Sternbilder markiert, man sieht sie, wenn man den Mauspfeil über das Bild schiebt.

Bildcredit und Bildrechte: John H. Moore; Beschriftung: Judy Schmidt

Wie viele unterschiedliche astronomische Phänomene zeigt diese Himmelsansicht? Mehrere. Im Vordergrund befindet sich der Crater Lake. Er liegt in einer Caldera, die vor 7700 Jahren durch Vulkanismus auf der Erde entstand. Der See besteht aus Wasser von geschmolzenem Schnee. Der Ursprung des Wassers auf der Erde ist allgemein nicht gesichert. Es stammt möglicherweise von urzeitlichen Erdeinschlägen eishaltiger Körper.

Das grüne Leuchten am Himmel ist Nachthimmellicht. Dieses Licht wird von Atomen hoch oben in der Erdatmosphäre abgestrahlt. Sie rekombinieren nachts, nachdem sie tagsüber vom energiereichen Sonnenlicht ionisiert wurden.

Die vielen Lichtpunkte am Himmel leuchten durch Kernfusion. Sie sich weit von der Atmosphäre entfernt, aber innerhalb der Milchstraße in der Nähe unserer Sonne.

Zu guter Letzt: Der helle Bogen im Bild ist das Zentralband der Milchstraße. Es ist durchschnittlich viel weiter entfernt als die nahen Sterne und hauptsächlich durch Gravitation geformt. Das Milchstraßenband leuchtet – anders, als es scheint – von selbst. Es wird nicht vom Nachthimmellicht erhellt. Das Panorama entstand aus sechs Aufnahmen. Sie wurden vor etwa zwei Wochen im US-amerikanischen Bundesstaat Oregon fotografiert.

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Rätsel um die Meteore der Delphiniden

Am Horizont einer dunklen Landschaft stehen links einige Teleskopkuppeln. In der Bildmitte steigt die Milchstraße steil auf. Durchs Bild ziehen einige Meteore ihre Spur.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Las-Campanas-Observatorium, Carnegie Institution)

Letzten Dienstag entstanden morgens in Lauf von mehr als 5 Stunden die Aufnahmen dieser hübschen Ansicht mit Meteorspuren und der Milchstraße am dunklen Himmel über dem Las-Campanas-Observatorium in Chile. Zu dieser Zeit warteten die Beobachtenden auf einen Ausbruch der Gamma-Delphiniden. Währenddessen fegte die Erde durch die Spur aus Staubresten eines unbekannten Kometen.

Am mondhellen Himmel des 10. Juni 1930 wurde ein kurzer, aber starker Ausbruch beobachtet. Er wurde nach dem Radianten des Stroms im Sternbild Delfin benannt. Seither wurde keine starke Meteoraktivität der Delphiniden mehr beobachtet.

2013 rechnete man vorsichtig mit einem neuen Ausbruch. Doch die Gesamtzahl der Meteore in diesem Sichtfeld blieb gering, obwohl der Himmel am Dienstag dunkel war. Nur die drei unteren Meteorspuren zeigen anscheinend ungefähr zum Radianten des Stroms.

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Der Milchweg

Ein Pfad führt durch eine steinige Landschaft mit rötlichem Geröll und Bäumen, di in Mitleidenschaft gezogen sind. Über dem Horizont steigt die Milchstraße sehr steil auf. Sie ist von dunklen Wolken durchzogen.

Bildcredit und Bildrechte: Wally Pacholka (AstroPics.com, TWAN)

Wart ihr schon einmal auf dem Queen’s Garden Trail im Bryce Canyon im US-Bundesstaat Utah? Wenn man dem Pfad auf dieser dunklen Nachthimmelslandschaft folgt, kann man die Reise gedanklich auf der blassen, leuchtenden Milchstraße fortsetzen. Die Bezeichnung Galaxis (lateinisch: Via Lactea) bezieht sich auf unsere Milchstraße und ihre Erscheinung als milchiges Band oder Pfad am Himmel. Das Wort Galaxis stammt vom griechischen Begriff für Milch.

Man sieht das leuchtende Sternenband in mondlosen Nächten in Gebieten mit dunklem Himmel, wenn auch nicht so hell und farbenprächtig wie hier. Es ist das vereinte Licht von Myriaden Sternen in der Ebene unserer Galaxis. Sie sind zu blass, um als Einzelsterne erkennbar zu sein. Das diffuse Sternenlicht wird von dunklen Schneisen undurchsichtiger galaktischer Staubwolken durchschnitten. Vor vierhundert Jahren richtete Galileo sein Teleskop auf die Milchstraße und beschrieb sie als „… eine Ansammlung zahlloser Sterne …“

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Der Wasserfall und die Welt bei Nacht

Über dem isländischen Wasserfall Goðafoss wölben sich ein grünes Polarlicht und die Milchstraße.Der Planet Jupiter und die Andromedagalaxi sind unter der Milchstraße zu erkennen.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrées)

Über dieser nächtlichen nordischen Landschaft wölben sich der Bogen der Milchstraße und schimmernde Polarlichter. Wie ein Echo fließt darunter Islands Goðafoss, der Wasserfall der Götter. Unter der Milchstraße leuchtet der helle Jupiter. Er ist in das nächtliche Panorama vom 9. März eingebettet. Die zarte, diffuse Andromedagalaxie (M31) ist in das Polarlichtleuchten getaucht.

Das digitale Komposit entstand aus vier Einzelbildern. Es gewann den ersten Platz beim Internationalen Erd- und Himmelsfotowettbewerb 2013. Er wurde von The World at Night veranstaltet. Das Thema war die Bedeutung des dunklen Himmels. Dieses Video zeigt alle Siegeraufnahmen. Es ist eine eindrucksvolle Dokumentation der Schönheit des Nachthimmels auf der Erde.

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Aussicht mit Galaxis und Bucht

Über dem Strand einer verborgenen Bucht steigt die Milchstraße über einem Nationalpark auf.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Um so eine Aussicht zu genießen, braucht man Geduld und muss mit einer Kamera verreisen. Mit Geduld wurde dieser Ort gefunden und die passende Zeit erwartet. Eine kurze Reise führte zu diesem felsigen Hochsitz über einer einsamen Bucht im kalifornischen Julia Pfeiffer Burns State Park in den USA.

Mit einer Kamera entstand die Langzeitaufnahme, um das zarte Licht der Sterne und Nebel der Milchstraße im Hintergrund zu betonen. Das Kompositbild wurde vor zwei Wochen fotografiert. Mondlicht und ein kurzer künstlicher Blitz beleuchtete den verborgenen Strand und den Einlass hinter den Bäumen. Der meist verdeckte McWay-Wasserfall ist unter der Bildmitte zu sehen. Vorne rechts ist der Pazifische Ozean.

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Milchstraße und Steinbaum

Neben der Milchstraße steht eine ikonische Felssäule, ein Wahrzeichen auf der kanarischen Insel Teneriffa.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Was steht da neben der Milchstraße? Das ungewöhnliche Felsgebilde ist als Roque Cinchado oder Steinbaum bekannt. Es steht auf der spanischen Kanareninsel Teneriffa. Der Roque Cinchado ist ein berühmtes Wahrzeichen. Er ist wahrscheinlich ein dichter Pfropfen aus erstarrtem vulkanischem Magma, der übrig blieb, als das weichere Gestein, das ihn umgab, wegerodierte.

Majestätisch wölbt sich das zentrale Band unserer Milchstraße rechts über das Panorama. Es ist ein Mosaik aus sieben Bildern, die im Sommer 2010 fotografiert wurden. Rechts schwebt eine Lenticularis über dem Gipfel des Vulkans Teide.

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Luftleuchten, Gegenschein und Milchstraße

Grünliches Luftleuchten überzieht den Himmel über dem Las-Campanas-Observatorium in der chilenischen Atacamawüste. Rechts steigt die Milchstraße über den Magellan-Teleskopen auf, links stehen die Kuppeln des OGLE-Projekts und des du Pont-Teleskops.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Las-Campanas-Observatorium, Carnegie Institution)

So weit das Auge blickte, war die Nacht in der südlichen chilenischen Atacamawüste dunkel. Am 11. April entstand dieses Mosaik am Las-Campanas-Observatorium um die örtliche Mitternachtsstunde. Es wurde aus 3 Minuten belichteten Aufnahmen erstellt. Doch das Ergebnis zeigte ein grünliches, ungewöhnlich intensives Nachthimmellicht in der Atmosphäre, das dünne Wolken überzog.

Das Phänomen unterscheidet sich von Polarlichtern. Deren Energie stammt von Zusammenstößen mit geladenen Teilchen. Polarlichter sind in hohen Breiten zu beobachten. Das Nachthimmellicht entsteht jedoch durch Chemolumineszenz. Es ist eine chemische Reaktion, und sie ist rund um den Globus zu beobachten. Extreme Ultraviolettstrahlung von der Sonne liefert die Energie dafür.

Ähnlich wie bei Polarlichtern stammt der grünliche Farbton des Luftleuchtens aus einer Höhe von etwa 100 Kilometern. Das Grün stammt von den Emissionen angeregter Sauerstoffatome.

Auch der Gegenschein war in dieser Nacht zu sehen. Es ist die zarte, bläuliche Wolke rechts neben der Bildmitte. Der Gegenschein ist Sonnenlicht, das vom Staub in der ekliptischen Ebene reflektiert wird. Ganz rechts strömt die Milchstraße scheinbar aus einem Berggipfel, wo sich die Magellan-Teleskope befinden. Links seht ihr die Kuppeln des OGLE-Projekts und des du Pont-Teleskops.

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Verdunkelte Stadt

Die Megacity Schanghai in China ist hier dunkel, darüber steigt die Milchstraße mit ihren Dunkelwolken auf.

Bildcredit und Bildrechte: Photo Thierry Cohen / mit freundlicher Genehmigung der Danziger Gallery, New York

Diese gespenstische Ansicht werdet ihr so niemals sehen können. Helle Sterne und die zentrale Milchstraße gehen über der dunklen Silhouette des Ballungsgebiets Pudong im chinesischen Schanghai auf.

Der Blick reicht nach Osten über den Huangpu Jiang. Dort befindet sich in Pudongs Stadtlandschaft der 470 Meter hohe Orientalische Perlenturm. Der Nachthimmel reicht rechts von Antares und den Sternen im Skorpion bis Altair links im Adler.

Der Fotograf Thierry Cohen schuf die Vision einer unsichtbaren Realität. Sie ist Teil einer Serie verdunkelter Städte. Dafür kombinierte er ein Bild vom Stadthorizont, das bei Tageslicht fotografiert wurde, mit einem gleich ausgerichteten Bild einer Region mit dunklem Himmel, das auf derselben Breite fotografiert wurde.

Der Sternenhimmel wurde etwas westlich von Merzouga in Marokko aufgenommen. Das Ergebnis zeigt den Nachthimmel, der wenige Stunden früher über Schanghai in den Lichtern einer Stadt am Meer ertränkt war.

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