Verdunkelte Stadt

Die Megacity Schanghai in China ist hier dunkel, darüber steigt die Milchstraße mit ihren Dunkelwolken auf.

Bildcredit und Bildrechte: Photo Thierry Cohen / mit freundlicher Genehmigung der Danziger Gallery, New York

Diese gespenstische Ansicht werdet ihr so niemals sehen können. Helle Sterne und die zentrale Milchstraße gehen über der dunklen Silhouette des Ballungsgebiets Pudong im chinesischen Schanghai auf.

Der Blick reicht nach Osten über den Huangpu Jiang. Dort befindet sich in Pudongs Stadtlandschaft der 470 Meter hohe Orientalische Perlenturm. Der Nachthimmel reicht rechts von Antares und den Sternen im Skorpion bis Altair links im Adler.

Der Fotograf Thierry Cohen schuf die Vision einer unsichtbaren Realität. Sie ist Teil einer Serie verdunkelter Städte. Dafür kombinierte er ein Bild vom Stadthorizont, das bei Tageslicht fotografiert wurde, mit einem gleich ausgerichteten Bild einer Region mit dunklem Himmel, das auf derselben Breite fotografiert wurde.

Der Sternenhimmel wurde etwas westlich von Merzouga in Marokko aufgenommen. Das Ergebnis zeigt den Nachthimmel, der wenige Stunden früher über Schanghai in den Lichtern einer Stadt am Meer ertränkt war.

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Nachts über die Erde fliegen

Videocredit: Gateway to Astronaut Photography, NASA; Zusammenstellung: David Peterson (YouTube); Musik: Freedom Fighters (Two Steps from Hell)

Wenn man nachts über die Erde fliegt, sieht man viele interessante Dinge. Einige davon wurden unlängst auf der Internationalen Raumstation ISS aufgenommen und mit Musik untermalt. Unten ziehen weiße Wolken, orangefarbene Stadtlichter, Blitze in Gewittern und dunkelblaue Meere vorbei.

Am Horizont sieht man den goldenen Dunst der dünnen Erdatmosphäre. Im Video ist sie häufig mit tanzenden Polarlichtern geschmückt. Die grünen Teile der Polarlichter bleiben meist unter der Raumstation, doch die Station fliegt mitten durch die roten und violetten Spitzen der Polarlichter.

An den Bildrändern sind die Solarpaneele der ISS. Die Welle an Helligkeit am Ende jedes heranrückt, ist die Dämmerung der sonnenbeleuchteten Erdhälfte. Dieses Morgenrot wiederholt sich alle 90 Minuten.

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Kometenschloss

Über einem hell beleuchteten malerischen Kometenschloss auf der Kuppe eines blattlosen Waldes leuchtet ein Komet. Die Scheinwerfer, die das Schloss beleuchten, werfen Lichtkegel an den Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Der breite Staubschweif des Kometen PanSTARRS (C/2011 L4) war für viele Freunde vo Kometen auf der Nordhalbkugel ein vertrauter Anblick. Während der Komet blasser wird, steigt er nach Sonnenuntergang höher über den Westhorizont.

Diese Ansicht des beliebten Kometen ist ziemlich fantastisch. Der gebogene Staubschweif zieht von der Sonne weg und folgt dem Kometen auf seiner Bahn. Er strömt scheinbar auch von einer beleuchteten Burg auf einer Bergkuppe fort.

Kometenschloss wäre ein angemessener Name für diese Szenerie. Es wird traditionell Burg Hohenzollern genannt. Das Bild mit Kometenschloss wurde am 15. März mit einem starken Teleobjektiv etwa 80 Kilometer von Stuttgart entfernt bei besonders klarem Himmel fotografiert.

Galerie: Komet PanSTARRS

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Schneemond auf einem verschneiten Planeten

Über einem nebeligen kleinen Planeten leuchtet der helle Vollmond. Zwei riesige silhouettenhafte Gestalten zogen Spuren im Schnee auf dem kleinen Planeten, der hier abgebildet ist.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Die beängstigend großen Bewohner dieses kleinen, verschneiten Planeten werfen lange Schatten im hellen Mondlicht. Der verschneite Planet ist eigentlich die Erde. Das Bild ist ein Weitwinkelmosaik, das als Kleiner-Planet-Projektion gezeigt wird. Es wurde am 25. Februar bei Schneemond in einer langen nördlichen Nacht fotografiert.

Das zweithellste Himmelslicht ist Jupiter. Er steht rechts unten über dem Horizont des kleinen Planeten. Am Horizont leuchten die Lichter von Östersund in Schweden um den schneebedeckten Storsjön.

Um die Vollmondszenerie zu fotografieren, unternahm der Fotograf eine Schlittenfahrt auf dem gefrorenen See. Die Fahrt war von Eisknacken, beißender Kälte und einem mondbeleuchteten Nebel begleitet.

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Komet Hale-Bopp über dem Valparolapass

Über dem Valparolapass in den italienischen Dolomiten leuchtet der Komet Hale-Bopp vor einem sternklaren Himmel, der von unten durch Licht beeinträchtigt ist. Seine beiden mächtigen Schweife sind gut erkennbar.

Bildcredit und Bildrechte: A. Dimai (Col Druscie Obs.), AAC

Komet Hale-Bopp war der große Komet des Jahres 1997. Er wurde viel heller als alle ihn umgebenden Sterne. Sogar über hellen Stadtlichtern war er zu sehen. Abseits von Großstädten jedoch bot er einen ziemlich spektakulären Anblick.

Dieses Bild des Kometen Hale-Bopp entstand über dem Valparolapass in den Dolomiten in der italienischen Gemeinde Cortina d’Ampezzo. Der blaue Ionenschweif des Kometen Hale-Bopp besteht aus Ionen aus dem Kometenkern. Er wird vom Sonnenwind hinausgetrieben. Der weiße Staubschweif besteht aus größeren Staubteilchen aus dem Kern. Sie werden vom Druck des Sonnenlichts angetrieben und ziehen auf der Bahn hinter dem Kometen her.

Beobachtungen zeigten, dass der Kern des Kometen Hale-Bopp etwa alle 12 Stunden um seine Achse rotierte. Nächstes Jahr gelangt ein Komet ins innere Sonnensystem, der die Spitzenhelligkeit von Hale-Bopp noch weit übertreffen könnte.

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Milchstraße über dem Köcherbaumwald

Hinter Silhouetten von Köcherbäumen in Namibia leuchten die Lichter von Keetmanshoop, oben wölbt sich die Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Florian Breuer

Vor einem Hintergrund aus Sternen und Galaxien stehen einige der ungewöhnlichsten Bäume der Erde. Sie sind als Köcherbäume bekannt und gehören eigentlich zu den sukkulenten Aloen, die so groß wie Bäume werden können.

Die Bezeichnung Köcherbaum leitet sich vom historischen Nutzen ihrer hohlen Äste als Pfeilbehälter ab. Das oben gezeigte Kompositbild entstand aus 16 Aufnahmen. Die Bäume, die darauf zu sehen sind, kommen vorwiegend im Süden Afrikas vor. Hier stehen sie im Köcherbaumwald im Süden Namibias. Einige der größten Köcherbäume im Park sind schätzungsweise 3000 Jahre alt.

Hinter den Bäumen schimmert das Licht der kleinen Stadt Keetmanshoop in Namibia. Weit entfernt wölbt sich das majestätische Zentralband unserer Milchstraße über den Himmel. Noch weiter entfernt seht ihr links im Bild die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Die kleineren Begleitgalaxien der Milchstraße treten am Himmel der Südhalbkugel markant hervor.

Letzter Schnapszahltag des Jahrhunderts: Eine Sekunde lang sind heute Tag und Uhrzeit 12/12/12 12:12:12.

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Die Erde bei Nacht

Die Erdoberfläche bei Nacht wird nachts beleuchtet. Das Licht zeigt Ballungszentren und menschliche Aktivität. Die Aufnahme entstand aus Bildern des Satelliten Suomi-NPP.

Bildcredit: NASA, NOAA NGDC, Suomi-NPP, Erdbeobachtungszentrum, Daten und Bearbeitung: Chris Elvidge und Robert Simmon

Diese sehr vollständige Ansicht der Erde bei Nacht entstand aus wolkenfreien Nachtbildern. Die Bilder wurden im April und Oktober 2012 in einer Höhe von 824 Kilometern über der Erdoberfläche aufgenommen. Sie stammen von der Visible Infrared Imaging Radiometer Suite VIIRS des Satelliten Suomi-NPP. Dieser Satellit umkreist die Erde auf einer polaren Bahn.

VIIRS bietet eine viel höhere Auflösung und Empfindlichkeit als die bisher verwendeten globalen Nachtlicht-Instrumenten der DMSP-Satelliten. Er bietet auch Vorteile gegenüber Kameras auf der Internationalen Raumstation. Die ISS zieht nur alle zwei oder drei Tage über einen bestimmten Ort auf der Erde. Suomi-NPP wandert zweimal am Tag über denselben Punkt, etwa um 1:30 und 13:30 Ortszeit.

Die leicht erkennbaren Stadtlichter zeigen große Ballungsräume und die Einflüsse der menschlichen Aktivität auf der ganzen Welt. Daher gehören Nachtbilder unseres Planeten zu den interessantesten und wichtigsten Ansichten aus dem Weltraum.

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Polarlichter über dem Planeten Erde

Über dem nächtlichen Kontinent Nordamerika leuchten helle Wellen, es sind Nordlichter, die weit nach Süden reichen.

Bildcredit: NASA, NOAA, GSFC, Suomi NPP, Earth Observatory; Bearbeitung: Jesse Allen und Robert Simmon

Nordamerika ist auf dieser Ansicht leicht zu erkennen. Das Bild wurde am 8. Oktober vom Satelliten Suomi-NPP nachts in der Umlaufbahn fotografiert. In der oberen Bildhälfte rollen ungewöhnliche leuchtende Wellen über die kanadischen Provinzen Quebec und Ontario. Es sind Polarlichter oder Nordlichter.

In den vergangenen Tagen leuchteten nach starken geomagnetischen Stürmen eindrucksvolle Polarlichter. Sie umkreisten die Pole und reichten bis in relativ südliche Breiten. Am 4. und 5. Oktober brach ein koronaler Massenauswurf aus, er traf etwa drei Tage später auf die Magnetosphäre der Erde und löste die Polarlichter aus.

Die Lichtschleier leuchten mehr als 100 Kilometer über der Oberfläche. Sie entstehen, wenn geladene Teilchen in der Magnetosphäre beschleunigt werden und in der oberen Atmosphäre Sauerstoff und Stickstoff anregen.

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