Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) hinter Spuren von Satelliten

Über einem Horizont, auf dem ein rot beleuchteter Mast steht, ziehen Satelliten und Flugzeuge kreuz und quer helle Striche. Der Komet schimmert mittendrin, doch hinter den Spuren ist er kaum erkennbar. Rechts über der grünlichen Koma ragt sein schmaler Schweif leicht nach rechts.
Bildcredit und Bildrechte: Uli Fehr

Findet ihr den Kometen in diesem Netz aus Spuren von Satelliten? Mittendrin versteckt sich der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS). Er besucht gerade das innere Sonnensystem.

Während Satelliten um die Erde kreisen, ziehen sie im Bild lange Streifen. Dafür sorgt die lange Belichtungszeit der Kamera. Hier waren es über 10 Minuten. Mit dem bloßen Auge sehen wir Satelliten als Lichtpunkte, die im Sonnenlicht glänzen. Sie ziehen langsam über den Nachthimmel. Kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang sehen wir sie besonders gut.

Dieses Foto entstand vor zwei Wochen in Bayern in Deutschland, kurz bevor Sonne aufging. Derzeit sehen wir den Kometen C/2025 R3 (PANSTARRS) aus einem anderen Grund nur schwer: Der Winkel zwischen ihm und der Sonne ist sehr klein.

Auf seiner Bahn um die Sonne sieht man ihn in den kommenden Wochen am besten auf der Südhalbkugel der Erde. Dann macht er sich auf den Weg in den interstellaren Raum und verblasst. Kein Grund zur Verzweiflung, falls ihr den Kometen im Bild noch nicht entdeckt habt: Schaut einfach etwas genauer direkt über der Mitte hin!

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Blick auf die Milchstraße

Ein Tümpel in der Atacama spiegelt das Licht der Sterne. Weil das Bild gekippt ist, wirkt der kleine Teich wie ein Auge, in dem Sterne glitzern.
Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN, Dark Sky Alqueva)

Glitzern manchmal Sterne in den Augen? Links im Bild ist ein Auge, bei dem das so scheint. Dabei blickt es auf noch mehr Sterne. Dieses Mosaik entstand aus 27 Einzelbildern. Es wurde 2019 bei den Ojas de Salar in der chilenischen Atacama aufgenommen.

Das „Auge“ ist eine kleine Lagune, die das Licht des dunklen Nachthimmels spiegelt, an dem sich die Milchstraße wölbt. Das scheinbar geschmeidige Band der Milchstraße besteht aus Milliarden von Sternen. Es ist durchzogen von Filamenten aus rot leuchtenden Nebeln und Staub, der Licht absorbiert.

Links neben dem galaktischen Bogen erkennt man Jupiter, Saturn steht leicht rechts neben der Milchstraße. Die Lichter von Kleinstädten sprenkeln den Horizont, der hier vertikal verläuft. Das felsige Gelände um die Lagune wirkt eher wie die Oberfläche des Mars als die unserer Erde.

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Der Komet R3 (PanSTARRS) wird heller

Am sternenübersäten Himmel über dunklen Berggipfeln steht ein Komet mit einem grünlichen Kopf und einem langen, geraden, weißen Schweif, der nach rechts oben weist.
Bildcredit und Bildrechte: José Rodrigues

Komet R3 wird zunehmend heller. Bleibt er bestehen? Der Komet mit der vollständigen Bezeichnung C/2025 R3 (PanSTARRS) wurde seit seiner Entdeckung im letzten Jahr langsam heller. Zudem ist sein Ionenschweif gewachsen. Diesen Monat zeigt sich der zerbröselnde Berg aus schmutzigem Eis am schönsten, denn er erreicht seine geringsten Abstände zur Sonne (am 19. April) und zur Erde (am 25. April).

Dieses Bild zeigt R3 mit seinem Schweif, der sich über mehr als 10 Grad erstreckt. Es entstand vor zwei Nächten in Sitten in der Schweiz. Links seht ihr einen großen Berg mit dem Namen Bietschhorn. Den Kometen R3 könnt ihr Mitte April vor Sonnenaufgang beobachten. Wie sich die Helligkeit von Kometen in der Zukunft entwickelt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Aber R3 ist bereits so hell, dass er leicht zu fotografieren ist. Vielleicht wird er sogar mit freiem Auge sichtbar.

Auch das physische Schicksal von Komet R3 ist ungewiss. Wie zuvor Komet A1 (MAPS) in diesem Monat wird er nah an der Sonne vorbeifliegen. Dabei könnte er – wie Komet A1 – zerfallen. Oder er übersteht die Begegnung und verlässt das Sonnensystem.

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Ein künstlicher Komet

Die weißen Streifen, die vom Horizont nach links aufsteigen und sich nach oben auffächern, erinnern an einen Kometen. An derselben Stelle steigt die Milchstraße nach rechts auf. Der sternklare Himmel schillert in bunten Farben.

Bildcredit und Bildrechte: Wang Chao

Kann der Schweif eines Kometen das auch? Nein! Und das hier ist nicht der Schweif eines Kometen. Das Bild zeigt einer Gruppe von Satelliten, die im Juni gemeinsam die Erde umkreisten, als geschickt überlagerte Zeitraffersequenz. Es handelt sich um Kommunikationssatelliten von Starlink in einem niedrigen Erdorbit. Sie reflektierten kurz vor Sonnenaufgang das Sonnenlicht in die Innere Mongolei in China.

Das menschliche Auge sieht die Satelliten als Punkte. Doch die Kamera belichtete 20 Sekunden, daher ziehen sie kurze Streifen. Derzeit kreisen mehr als 9.000 Satelliten von Starlink im Orbit. Fast jede Woche starten weitere. Auch andere Satellitenkonstellationen sind in Planung.

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Nachts über die Erde fliegen

Videocredit: Aufnahmen von Astronaut*innen, NASA ; Zusammenstellung: David Peterson (YouTube); Musik: Freedom Fighters (Two Steps from Hell)

Viele Wunder sind zu sehen, wenn man nachts über die Erde fliegt. Für Astronauten* im Erdorbit sind sie ein alltäglicher Anblick. Das Video ist mit emotionaler Musik hinterlegt. Es zeigt einen Zusammenschnitt der Eindrücke mehrerer Tage. Sie wurden 2011 auf der Internationalen Raumstation (ISS) aufgenommen.

Die Kamera fliegt über weiße Wolken, orange Lichter von Städten, Blitze und Gewitter sowie das dunkelblaue Meer dahin. Am Horizont ist der goldenen Schimmer der dünnen Erdatmosphäre. Sie ist immer wieder von tanzenden Polarlichtern verziert. Die grünen Teile dieser Lichter leuchten typischerweise unter der Raumstation auf. Durch die rot- und lila leuchtenden Polarlichter fliegt die Raumstation sogar direkt durch!

Die Solarpaneele der Raumstation ragen über den Bildrand. Am Ende jeder Sequenz rauscht ein überwältigend helles Leuchten ins Bild. Es ist nichts anderes als die Morgendämmerung auf der Seite der Erde, die zur Sonne zeigt. Astronauten auf der ISS erleben diese Morgendämmerung alle 90 Minuten.

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Rauchschwaden eines Raketenstarts über Tucson

Über einer Landschaft mit den Silhouetten von Kakteen und den Stadtlichtern von Tucson startet eine Rakete in den Weltraum. Ihre Abgasfahne erinnert an einen riesigen Fisch. Sie wurde von der Sonne beleuchtet, die am Boden schon unter dem Horizont stand.

Bildcredit und Bildrechte: Wayne Showalter

Wie prächtig kann ein Sonnenuntergang sein? An einem Tag im letzten Monat sah der Himmel bei Sonnenuntergang seltsam aus, wenn man ihn in Tucson im US-Bundesstaat Arizona sah. Kurz beleuchtete die untergehende Sonne die Schwade einer Rakete von hinten. Sie war ein paar Minuten zuvor in Kalifornien gestartet. Für kurze Zeit erinnerte der Raketenstart an einen riesigen Fisch im Weltraum.

Die Rakete startete am Militärflugplatz Vandenberg. Er befindet sich nahe bei Lompoc in Kalifornien. Die Falcon-9-Rakete brachte erfolgreich 28 Kommunikationssatelliten von Starlink in den niedrigen Erdorbit. Rechts seht ihr die Schwade der ersten Stufe. Die obere Raketenstufe, die aufsteigt, sieht man weit links am Scheitel der Schwade. Vorne stehen Saguaro-Kakteen, die ihre Arme nach oben strecken. Vor den Tucson Mountains strahlen die Lichter von Tucson.

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Von der Erde hinauf: Riesiger Strahlenblitz

Blick auf die nächtliche Erde aus Sicht der Internationalen Raumstation. Im Vordergrund der Roboterarm der Raumstation, auf der Erde das Leuchten von Städten und ein nach oben weisender Blitz in Rot, Blau und Weiß.

Bildcredit: NASA, Expedition 73, Nicole Ayers

Was steigt da von der Erde auf? Anfang Juli umrundete die Astronautin Nicole Ayers in der Internationalen Raumstation die Erde. Dabei sah sie einen ganz besonderen Blitz von der Erde aufsteigen: einen riesigen Strahlblitz. Der mächtige Strahlblitz erscheint in der Bildmitte in Rot, Weiß und Blau.

Riesige Strahlblitze sind erst seit 25 Jahren bekannt. Atmosphärische Strahlblitze hängen mit Gewittern zusammen. Sie erstrecken sich nach oben in Richtung der irdischen Ionosphäre.

Der untere Teil des Bildes zeigt die nächtliche Erde. Die dünne Atmosphäre ist durch das Nachthimmellicht grün gefärbt. Die Lichter der Städte sind teilweise klar zu sehen. Aber meist erzeugen sie ein diffuses weißes Leuchten in den dazwischenliegenden Wolken. Der obere Teil des Bildes zeigt ferne Sterne am dunklen Nachthimmel.

Die aktuelle Forschung beschäftigt sich mit der Entstehung von riesigen Strahlblitzen. Sie untersucht auch, wie sie mit anderen Arten von vorübergehenden Leuchtereignissen zusammenhängen. So gibt es beispielsweise auch blaue Strahlblitze und rote Kobolde.

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Meteore und Satelliten über dem Río Limay

Durch die dunkle bergige Landschaft mäandert ein Fluss. Daneben leuchten die Lichter von Autos, die eine Straße entlangfahren. Links zieht die Milchstraße senkrecht durchs Bild, rechts sind die blauen Spuren von Starlink-Satelliten. Rechts unten gleißt der Planet Venus.

Bildcredit und Bildrechte: Martín Moliné

Was sind das für Streifen am Himmel? Eine Galaxie, viele Spuren von Satelliten und ein paar Meteore. Zuerst läuft weit in der Ferne das majestätische Band unserer Milchstraße links herunter. Rechts verlaufen mehrere parallele Spuren von Starlink-Satelliten, die die Erde umkreisen. Auch viele schwächere Spuren von Satelliten ziehen kreuz und quer durchs Bild.

Die beiden kurzen, hellen Streifen sind Meteore. Wahrscheinlich gehören sie zum Meteorstrom der Eta Aquariiden, der jährlich wiederkehrt. Rechts unten leuchtet der Planet Venus. Die Venus und die Satelliten leuchten im reflektierten Sonnenlicht.

Das Bild ist wurde aus Aufnahmen erstellt, die am 4. Mai alle in wenigen Stunden über dem Río Limay in Argentinien aufgenommen wurden.

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