Komet Pons-Brooks‘ wirbelnde Koma

Rechts unten sind der Kern und die Koma des Kometen Pons-Brooks zu sehen. Die Koma leuchtet grünlich, der Kern ist von spiralförmigen Ausgasungen umgeben, ein Hinweis, dass er sich vermutlich dreht. Nach rechts oben verlaufen die Schweife in Strähnen. Im Hintergrund sind lose Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Jan Erik Vallestad

Bei der totalen Sonnenfinsternis nächsten Monat ist ein heller Komet zu sehen. Dieser sehr ungewöhnliche Zufall tritt ein, weil Komet 12P/Pons-Brooks bei seiner Rückkehr ins innere Sonnensystem zufällig nur 25 Grad von der Sonne entfernt sein wird, wenn am 8. April die totale Sonnenfinsternis in den USA stattfindet.

Derzeit ist der Komet beinahe mit bloßem Auge sichtbar, am besten sieht man ihn am frühen Abendhimmel mit einem Fernglas im Sternbild Fische (Pisces). Doch schon jetzt bietet Komet Pons-Brooks auf detailreichen Kamerabildern eine ziemliche Schau.

Dieses Bild ist ein Komposit aus drei spezifischen Farben, sie zeigen den sich ständig verändernden Ionenschweif des Kometen in hellblau, seine äußere Koma in grün und betont etwas von dem rot leuchtenden, spiralförmigen Gas um die Koma. Die Spirale wird vermutlich durch Gas verursacht, das vom langsam rotierenden Kern des riesigen Kometeneisbergs ausgestoßen wird.

Es ist zwar immer schwierig, die künftige Helligkeit von Kometen vorherzusagen, und Komet Pons-Brook neigt anscheinend sehr zu Ausbrüchen. Das macht es noch schwieriger, vorherzusagen, wie hell er tatsächlich ist, wenn sich am 8. April der Mond vor die Sonne schiebt.

Zur Originalseite

Komet Pons-Brooks im nördlichen Frühling

In einer nebeligen Nachtlandschaft mit Bergen steht unten ein Baum, darüber stehen am sternklaren Himmel ein Komet und die Andromedagalaxie.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek / Institut für Physik in Opava

Während sich der Frühling für die nördlichen Himmelsbeobachter nähert, wird der Komet 12P/Pons-Brooks immer heller. Der derzeit mit kleinen Teleskopen und Ferngläsern sichtbare Komet vom Typ Halley könnte in den kommenden Wochen mit bloßem Auge sichtbar werden.

Die grüne Koma und der lange Schweif des Kometen sind trotz der nebligen Atmosphäre in dieser gut komponierten Himmelslandschaft gut zu sehen. Die Aufnahme wurde in tiefer Nacht bei Revuca, Slowakei, am 5. März aufgenommen. Am Himmel über dem Kometen flankieren die Andromedagalaxie (rechts) und die Dreiecksgalaxie den hellen Stern Mirach, den zweithellsten Stern des Sternbilds Andromeda. Die beiden Spiralgalaxien gehören zu unserer lokalen Galaxiengruppe und sind über 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt.

Der Komet Pons-Brooks ist ein regelmäßiger Besucher des inneren Sonnensystems und weniger als 14 Lichtminuten entfernt. Der Komet erreicht sein Perihel am 21. April und sollte während der totalen Sonnenfinsternis am 8. April am Himmel zu sehen sein.

Zur Originalseite

Struktur im Schweif des Kometen 12P/Pons-Brooks

Vor einem sternklaren Hintergrund zieht ein Komet. Unten im Bild ist seine türkisgrüne Koma, nach oben breitet sich ein weißlicher, strukturierter Schweif aus.

Bildcredit und Bildrechte: Dan Bartlett`

Auf dem Weg zu seinem nächsten Periheldurchgang am 21. April wird der Komet 12P/Pons-Brooks immer heller. Die grünliche Koma dieses periodischen Kometen vom Halleyschen Typ ist in kleinen Teleskopen relativ leicht zu beobachten. Aber der bläuliche Ionenschweif, der jetzt aus der Koma des aktiven Kometen strömt und vom Sonnenwind umweht wird, ist schwach und schwer zu verfolgen. Dennoch lassen sich auf diesem Bild, das in der Nacht des 11. Februar 2024 aufgenommen wurde und bei dem mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten miteinander kombiniert wurden, die detaillierten Strukturen des schwächeren Schweifs erkennen.

Das Bild erstreckt sich über zwei Grad über einen Hintergrund aus schwachen Sternen und Hintergrundgalaxien in Richtung des nördlichen Sternbilds Lacerta. Der Periheldurchgang von Komet 12P am 21. April wird natürlich nur zwei Wochen nach der totalen Sonnenfinsternis am 8. April stattfinden, so dass der Komet am Himmel der Erde zusammen mit einer total verfinsterten Sonne zu sehen sein wird.

Zur Originalseite

Wega und Komet 12P/Pons-Brooks

Links oben leuchtet ein Stern mit blauem Hof, rechts unten ein Komet mit grünlicher Koma.

Bildcredit und Bildrechte: Dan Bartlett

Am 4. Dezember teilte sich der periodische Komet 12P/Pons-Brooks dieses Teleskop-Sichtfeld mit Wega, dem Alpha-Stern im nördlichen Sternbild Leier. Wega ist der fünfthellste Stern am Nachthimmel. Er ist etwa 25 Lichtjahre entfernt. Dagegen hatte der viel schwächere Komet einen Abstand von etwa 21 Lichtminuten zur Erde.

In den letzten Monaten gab es Ausbrüche auf Pons-Brooks. Dadurch stieg seine Helligkeit dramatisch an. Sein Aussehen erinnert an Hörner. Das brachte ihm den Spitznamen „Teufelskomet“ ein. Wer die interstellare Raumfahrt mag, den erinnert die verzerrte Form der großen Koma vielleicht an den Rasenden Falken.

12P/Pons-Brooks ist ein Komet vom Typ Halley. Er besuchte das innere Sonnensystem zuletzt im Jahr 1954. Sein nächstes Perihel – das ist die größte Annäherung an die Sonne – erreicht er am 21. April 2024. Das ist nur zwei Wochen nach der totalen Sonnenfinsternis am 8. April, die über Nordamerika zieht. Die Umlaufbahn des periodischen Kometen 12P/Pons-Brooks ist stark zur Ekliptik geneigt. Daher kreuzt er niemals die Bahn des Planeten Erde.

Zur Originalseite

Galaxien und Komet

Unten in der Mitte leuchtet ein Komet mit grünlicher Koma und einem dünnen, blassen Schweif. Links oben ist eine Galaxie schräg von der Seite zu sehen, rechts über der Mitte sind mehrere kleine Galaxien verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Dan Bartlett

Dieses scharfe Teleskopbild zeigt Galaxien in Hülle und Fülle. Es wurde am 12. Oktober am dunklen Himmel über dem June Lake in Kalifornien fotografiert. Die himmlische Szene zeigt fast zwei Grad im gut abgerichteten nördlichen Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici).

Links oben tritt die 23,5 Millionen Lichtjahre entfernte große, schöne Spiralgalaxie NGC 4258 markant hervor, manche kennen sie als Messier 106. Die prachtvolle, von der Seite sichtbare Spirale NGC 4217 rechts über der Mitte ist etwa 60 Millionen Lichtjahre entfernt.

Gerade zieht der Komet C/2023 H2 Lemmon, der letzten April auf Bilddaten der Mount-Lemmon-Durchmusterung entdeckt wurde, durch das hübsche Sichtfeld. Der Komet zeigt seine limettengrüne Koma und einen blassen, dünnen Ionenschweif, der im Bild nach oben gerichtet ist. Dieser Besucher des inneren Sonnensystems ist derzeit weniger als 7 Lichtminuten entfernt und immer noch schwierig mit Fernglas erkennbar, doch er wird immer heller.

Komet C/2023 H2 Lemmon erreicht am 29. Oktober das Perihel, das ist der sonnennächste Punkt seiner Bahn. Das Perigäum, seine größte Annäherung an unseren Planeten, erreicht er am 10. November, wenn er vom Morgen- zum Abendhimmel wechselt.

Zur Originalseite

Der schöne Komet Nishimura

Malerische, hügelige Landschaft kurz vor Sonnenaufgang. Links steht der Komet Nishimura in der Nähe des Horizonts mit einem langen Schweif, der zum oberen Bildrand hin abnimmt. Der helle Fleck rechts ist die Venus. Der Himmel bei Sonnenaufgang ist oben dunkelblau und geht am Horizont in hellbraun über, die Hügel im Vordergrund sind grün.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek / Institut für Physik in Opava

Diese Szenerie wäre sogar ohne Komet schön. Der Himmel bei Sonnenaufgang ist oben tiefblau mit blassen weißen Sternen, die durchschimmern, während er am Horizont einen warmen Farbton hat. Die Landschaft mit den fernen Hügeln Zadňa hura und Veľká hora in der östlichen Slowakei ist angenehm grün, dazwischen leuchten die Lichter kleiner Städte.

Die Venus auf der rechten Seite wirkt ungewöhnlich prachtvoll, sie ist von einer farbigen atmosphärischen Korona umgeben. Doch die größte Aufmerksamkeit zieht der Komet auf sich. Das Kompositbild wurde gestern früh kurz vor der Dämmerung aufgenommen.

Links steht Komet Nishimura. In den letzten Tagen machten seine helle Koma und sein langer Ionenschweif weltweit morgendliche Panoramafotos ungewöhnlich eindrucksvoll. Morgen kommt C/2023 P1 (Nishimura) der Erde für die nächsten 434 Jahre am nächsten.

Zur Originalseite

Komet Nishimura wächst

Rechts unten im Bild leuchtet ein Kometenkopf mit grünlicher Koma, der weißliche Schweif verläuft nach links oben.

Bildcredit und Bildrechte: Peter Kennett

Komet Nishimura wächst. Genauer gesagt wachsen die Schweife von C/2023 P1 (Nishimura), während er sich der Sonne nähert. Der Komet wurde erst letzten Monat entdeckt und ist schon jetzt fast hell genug für das bloße Auge, während er die Erdbahn einwärts überschreitet.

Nächste Woche erreicht der Komet die größte Annäherung an die Erde und in der Woche darauf – am 17. September – die größte Annäherung an die Sonne. Man vermutet, dass aus dem Eis und Staub, welche Komet Nishimura beim letzten Besuch im inneren Sonnensystem ausstieß, der Meteorstrom der Sigma Hydriden entstand, der jedes Jahr Anfang Dezember seinen Höhepunkt erreicht. In diesem Fall wird der Meteorstrom vielleicht aktiver, weil er mit neuen Kometenstücken aufgefrischt wird.

Hier wurde der Komet Nishimura vor vier Nächten in Edgewood im US-amerikanischen New Mexico mit einem langen Ionenschweif fotografiert. Die Struktur entsteht durch Wechselwirkung mit dem Sonnenwind.

In den nächsten Tagen findet ihr diesen Kometen kurz vor Sonnenaufgang an eurem Osthorizont oder nächste Woche nach Sonnenuntergang beim Westhorizont. Seine Koma wird weiterhin heller und seine Schweife wachsen weiterhin.

Galerie: ausgewählte Bilder des Kometen Nishimura, die bei APOD eingereicht wurden

Zur Originalseite

Komet Nishimura stellt sich vor

In einem mit zarten Sternen übersäten Bild leuchtet links neben der Mitte ein kleiner grünlicher Komet.

Bildcredit und Bildrechte: Dan Bartlett

Wird Komet Nishimura mit bloßem Auge sichtbar? Kometen sind zwar ziemlich unberechenbar, daher kann das niemand genau sagen, doch derzeit spricht vieles dafür. Der Komet wurde erst vor zehn Tagen von Hideo Nishimura auf einer 30-Sekunden-Belichtung mit einer Standard-Digitalkamera entdeckt. Seither nimmt die Helligkeit von C/2023 P1 Nishimura zu und seine Bahn durch das innere Sonnensystem wurde bestimmt.

Währed sich der Komet der Sonne nähert, wird er sicherlich heller und vielleicht Anfang September sogar ein Objekt fürs bloße Auge. Leider hat der Komet einen geringen Winkelabstand zur Sonne, daher sehen wir ihn nur kurz nach Sonnenuntergang oder kurz vor Sonnenaufgang. Der Komet kommt der Sonne so nahe – näher als die Bahn des Planeten Merkur –, dass sein Kern vielleicht zerbricht.

Hier wurde Komet Nishimura vor drei Tagen am June Lake im US-amerikanischen Kalifornien mit einer grüne Koma und einem dünnen Schweif fotografiert.

Zur Originalseite