Sonnenuntergang zur Sonnenwende bei Stonehenge

Über der historischen Stätte Stonehenge ist der Himmel glasklar und spielt alle Farben von Gelb bis Violett. Zwischen zwei Monolithen geht gerade die Sonne unter.

Bildcredit und Bildrechte: English Heritage, Josh Dury

Gestern erreichte die Sonne ihren südlichsten Punkt am Himmel der Erde. Man nennt ihn die Sonnenwende. Sie markiert in vielen Kulturen den Wechsel der Jahreszeiten. Auf der Nordhalbkugel der Erde wechselt der Herbst zum Winter und auf der Südhalbkugel wird der Frühling zum Sommer.

Unser Bild zeigt den Moment vor dem Beginn der längsten Nacht im Norden 2025 in Stonehenge in Großbritannien. Dort sieht man, wie ein 4,5 Milliarden Jahre alter Feuerball genau zwischen den Steinen untergeht, die vor 4500 Jahren präzise angeordnet wurden. Nicht einmal die Kreiselbewegung der Erdachse über die Jahrtausende hat die astronomische Bedeutsamkeit des Sonnenuntergangs in Stonehenge verändert.

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Sonnenuntergang zur Tagundnachtgleiche

Über der Stadt Edmonton im kanadischen Alberta geht die Sonne siebenmal unter. Die gepunkteten Sonnenuntergangsspuren wurden in verschiedenen Monaten fotografiert. Die linke Spur zeigt den Sonnenuntergang zur Wintersonnenwende, die rechten den Bogen, den die Sonne im Sommer zieht. Die Landschaft ist winterlich, vorne ist ein Fluss, der teilweise von Eis bedeckt ist. Hinter den Silhouetten von Wolkenkratzern leuchtet Abendrot.

Bildcredit: Luca Vanzella

Geht die Sonne immer in der gleichen Richtung unter? Nein, die Richtung des Sonnenuntergangs hängt von der Jahreszeit ab. Die Sonne geht zwar immer ungefähr im Westen unter. Aber morgen, zur Tagundnachtgleiche, geht sie ganz genau im Westen unter. Danach verschiebt sich ihr Untergang nach und nach Richtung Südwesten. Zur Wintersonnenwende im Dezember erreicht der Sonnenuntergang dann seine maximale Verschiebung.

In den vergangenen Sommermonaten ging die Sonne weiter im Nordwesten unter. Zur Sommersonnenwende im Juni erreichte sie ihre größte Verschiebung nach Nordwesten.

Dieses Bild zeigt sieben verschiedene Wege der Sonne. Sie wurden an je einem Tag in den Monaten von Dezember 2019 bis Juni 2020 fotografiert. Die Bilderserie entstand im kanadischen Alberta, weit nördlich des Äquators. Vorne liegt die Stadt Edmonton. Der mittlere gepunktete Streifen zeigt den Weg der Sonne bei der letzten Tagundnachtgleiche im März. Morgen geht die Sonne dort genau am gleichen Equinox-Band unter.

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Chicagohenge: Äquinoktium in der ausgerichteten Stadt

Vom Ende der Straße leuchtet die Sonne zwischen Hochhäusern auf Autos und Menschen. Die Szene ist orangefarben beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Anthony Artese

Chicago ist eine Art modernes Stonehenge. Dieser Weg führt von Osten nach Westen. Die beste Zeit, um das zu sehen, ist heute. Zur Tagundnachtgleiche (Äquinoktium) geht die Sonne ungefähr im Westen unter, und zwar auf der ganzen Erde. Weil das Raster aus Straßen und Gebäuden in Chicago äquatorial ausgerichtet ist, geht die Sonne heute am Ende dieser Straße unter. Das Ereignis ist #chicagohenge.

Das Bild zeigt das Phänomen. Es wurde Mitte September 2017 zur Tagundnachtgleiche fotografiert und blickt einen Teil des Upper Wacker Drive entlang. In vielen Städten gibt es Straßen oder andere Strukturen, die an der Erdrotation ausgerichtet sind. Daher kann es gut sein, dass auch eure Lieblingsstraße von Osten nach Westen läuft. Heute erkennt ihr das leicht bei Sonnenuntergang.

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Schatten bei Sonnenaufgang am Himmel

Ein Kirchturm in der katalanischen Stadt Vic im spanischen Barcelona scheint zu leuchten. Auch die Strahlen am Himmel scheinen von dem Turm auszuströmen. Es sind Strahlenbüschel, die Schatten von Wolken, die von der Sonne an den Himmel geworfen werden.
Bildcredit und Bildrechte: Emili Vilamala

Am 22. September um 12:44 UTC ist die Tagundnachtgleiche im Herbst dieses Jahres. Maßgeblich ist der Zeitpunkt, an dem die Sonne auf ihrer jährlichen Reise den Himmelsäquator in Richtung Süden überquert. Tag und Nacht sind dann auf dem ganzen Globus nahezu gleich lang. Auf der Nordhalbkugel unseres Planeten beginnt der Herbst und auf der Südhalbkugel der Frühling.

Feiert ihr bei Sonnenaufgang den astronomischen Wechsel der Jahreszeiten? Dann haltet auch Ausschau nach Dämmerungsstrahlen. Diese Schatten stammen von Wolken. Manchmal wirken sie bei Sonnenaufgang (oder Sonnenuntergang) am Himmel in der Dämmerung sehr eindrucksvoll. Die parallelen Schatten der Wolken zeigen zur Tagundnachtgleiche nicht nur perspektivisch zur Sonne, die gerade aufgeht, sondern auch auf einen Ort, der am Horizont genau im Osten liegt.

Dieses Bild zeigt eine spektakuläre Landschaft bei Sonnenaufgang. Es entstand Anfang Juni. Die parallelen Schatten und Dämmerungsstrahlen zeigen scheinbar auf einen Sonnenaufgang am Osthorizont, der weiter nördlich liegt. Das gut komponierte Foto zeigt, wie die Sonne direkt hinter dem Glockenturm einer Kirche aufgeht. Er steht in der Stadt Vic in der Provinz Barcelona im spanischen Katalonien.

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Sonnenaufgang zur Sonnenwende über Stonehenge

Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende 2008 bei Stonehenge in Großbritannien.

Bildcredit und Bildrechte: Max Alexander, STFC, SPL

Beschreibung: Heute erreicht die Sonne den nördlichsten Punkt am Himmel des Planeten Erde. Es ist Sonnenwende, und in viele Kulturen markiert dieses Datum den Wechsel der Jahreszeiten – vom Frühling zum Sommer auf der Nordhalbkugel der Erde und vom Herbst zum Winter auf der Südhalbkugel der Erde. Genau genommen ereignet sich die Sonnenwende in einigen Teilen der Welt heute, in anderen Regionen morgen.

Dieses Bild wurde 2008 in der Woche der Sommersonnenwende bei Stonehenge in Großbritannien fotografiert. Es zeigt einen malerischen Sonnenaufgang mit Nebel, Bäumen, Wolken, Steinen, die vor etwa 4500 Jahren errichtet wurden, sowie eine 4,5 Milliarden Jahre alte große leuchtende Kugel.

Trotz der Präzession der Erdrotationsachse im Laufe der Jahrhunderte geht die Sonne in Stonehenge weiterhin auf eine astronomisch bedeutsame Art und Weise auf.

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Chicagohenge: Äquinoktium in einer ausgerichteten Stadt

Am Ende einer orangefarben beleuchteten Straße geht die Sonne zwischen Hochhäusern unter. Die Straße ist voller Autos, in der Mitte steht eine Person.

Bildcredit und Bildrechte: Anthony Artese

Manchmal ist Chicago eine Art modernes Stonehenge. Der Weg verläuft von Osten nach Westen, und heute und an jedem Äquinoktium ist die perfekte Zeit. Dann geht die Sonne auf der ganzen Erde fast genau im Westen unter*. Daher sieht man die Sonne heute in Chicago genau hinter dem langen, äquatorial ausgerichteten Raster aus Straßen und Gebäuden untergehen. Man nennt den Raster daher #chicagohenge.

Dieses Bild zeigt Chicagohenge beim Äquinoktium Mitte September 2017. Der Blick reicht über einen Teil des Upper Wacker Drive. In vielen Städten gibt es Straßen oder andere Details, die an der Rotationsachse der Erde ausgerichtet sind. Daher ist es gut möglich, dass auch eure Lieblingsstraße von Osten nach Westen verläuft. Heute findet ihr das bei Sonnenuntergang mit einem kurzen Blick heraus.

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*Je nach Breitengrad gibt es Abweichungen. Anm. d. Übersetzerin

Sonnenaufgang bei Edmontonhenge

Am Ende einer Häuserschlucht aus Stahl und Glas geht die Sonne auf. Die Straße ist die Jasper Avenue in Edmonton im kanadischen Alberta.

Bildcredit und Bildrechte: Luca Vanzella

Am 18. September leuchtete die aufgehende Sonne auf beide Seiten der großen Ziegel- und Stahlschlucht. Sie ist als Jasper Avenue bekannt und läuft durch das Zentrum von Edmonton im kanadischen Alberta. Dieser gelungene Schnappschuss wurde in der Straßenmitte fotografiert. Er zeigt die Ausrichtung ähnlich wie bei Stonehenge.

In Edmonton verlaufen die Straßen in einem Raster, das fast genau an den Himmelsrichtungen ausgerichtet ist. Daher leuchten Sonnenaufgänge und -untergänge dort zweimal pro Jahr in die Straßen, die ungefähr von Osten nach Westen verlaufen. Das passiert um das Äquinoktium herum.

Heute* ist Tag- und Nachtgleiche. Die Sonne kreuzt um 14:21 UT den Himmelsäquator. Die Sonne geht heute im Osten auf und im Westen unter.* Daher sind für Bewohner des Planeten Erde Tag und Nacht ungefähr gleich lang. Das September-Äquinoktium markiert auf der Nordhalbkugel den astronomischen Beginn des Herbstes. Auf der Südhalbkugel beginnt der Frühling.

* Tatsächlich ist es etwa komplizierter. (Anm. d. Übers.)

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Sonnenaufgang zur Sonnenwende über Stonehenge

Aus dem Bodennebel ragen die Monolithe von Stonehenge auf. Darüber geht die Sonne am wolkigen Himmel auf. Das Bild vom Sonnenaufgang ist orange gefärbt.

Bildcredit und Bildrechte: Max Alexander, STFC, SPL

Heute erreicht die Sonne am Himmel des Planeten Erde den nördlichsten Punkt. Dieses Datum heißt Sonnenwende. Sie markiert traditionell einen Wechsel der Jahreszeit. Auf der Nordhalbkugel der Erde wechselt der Frühling zum Sommer und auf der Südhalbkugel der Herbst zum Winter.

Das Bild entstand zur Sommersonnwendwoche 2008 bei Stonehenge im Vereinigten Königreich. Es zeigt einen malerischen Sonnenaufgang mit Nebel, Bäumen und Wolken. Die Steine wurden vor etwa 4500 Jahren dort errichtet.

Der große, leuchtende Himmelskörper ist 4,5 Milliarden Jahre alt. Obwohl die Rotationsachse der Erde im Laufe der Jahrtausende von der Präzession betroffen ist, geht die Sonne immer noch auf eine astronomisch bedeutsame Art über Stonehenge auf.

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