Nacht auf einem schaurigen Planeten

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Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrées)

Beschreibung: Welcher gruselige Planet ist das? Natürlich der Planet Erde in einer dunklen, stürmischen Nacht 2013 in Hverir, einer geothermisch aktiven Region in der vulkanischen Landschaft im Nordosten von Island. Geomagnetische Stürme erzeugten das Polarlicht am sternklaren Nachthimmel, während geisterhafte Türme aus Dampf und Gas aus Fumarolen austraten und vor dem schaurigen grünen Licht tanzten.

Heute Nacht gibt es wieder eine Chance auf geomagnetische Stürme, welche durch die aktuelle Sonnenaktivität ausgelöst werden könnten, daher sollten Sternfreunde in hohen Breiten auf der Hut sein. Geisterhafte Gestalten könnten bald auch in Ihrer Nachbarschaft tanzen.

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Mirachs Geist

Mitten im Bild leuchtet ein heller Stern mit vielen Zacken, links darüber befindet sich ein verschwommener Fleck, der sich als Galaxie entpuppt.

Bildcredit und Bildrechte: Kent Wood

Beschreibung: Verglichen mit anderen Geistern ist Mirachs Geist nicht besonders gruselig. Mirachs Geist ist nur eine blasse, verschwommene Galaxie, die Astronomen gut bekannt ist, und die zufällig fast genau in der Sichtlinie des hellen Sterns Mirach liegt.

Der etwa 200 Lichtjahre entfernte Mirach liegt im Zentrum dieses Sternfeldes und wird auch Beta Andromedae genannt. Mirach ist ein roter Riesenstern, kühler als die Sonne, aber viel größer und daher insgesamt heller als unser Heimatstern. Auf den meisten Teleskopansichten verbergen Blendlicht und Lichtkreuze Dinge, die in der Nähe von Mirach liegen, daher erscheint die blasse, verschwommene Galaxie wie eine geisterhafte innere Reflexion des sehr hellen Sternenlichts.

Auf diesem scharfen Bild erscheint Mirachs Geist links über Mirach, er ist als Galaxie NGC 404 katalogisiert und ungefähr 10 Millionen Lichtjahre entfernt.

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Geisterpolarlicht über Kanada

Über einer verschneiten Winterlandschaft steht am Horizont ein Wald, im Vordergrund ist ein gefrorener Wasserfall. Am Himmel leuchtet ein Polarlicht in Form einer Gestalt, die an eine Hexe oder eine Göttin erinnert.

Bildcredit und Bildrechte: Yuichi Takasaka, TWAN

Beschreibung: Was erkennt ihr in diesem Polarlicht? Als ein Astrofotograf eines frühen Morgens 2013 der Kälte trotzte, um den Himmel über dem Norden von Kanada zu beobachten, trat ein sehr ungewöhnliches Polarlicht auf. Es war eindeutig wie etwas geformt, aber was? Der Astrofotograf machte zwei geisterhafte Vorschläge: Hexe oder Göttin der Dämmerung. Auch ihr könnt einen Vorschlag machen, der auf Halloween anspielt. Neben fantastische pareidolischen Interpretationen hatte dieses Polarlicht eine typische grüne Farbe, und es wurde sicherlich durch die wissenschaftlich gewöhnliche Wechselwirkung energiereicher Teilchen aus dem Weltraum hervorgerufen mit Sauerstoff in der oberen Erdatmosphäre. Im Vordergrund des Bildes sind unten die gefrorenen Alexandrafälle zu sehen. In der Mitte stehen immergrüne Bäume.

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Halloween und der Geisterkopfnebel

Im Bild ist ein heller, strukturierter Nebel zu sehen, der Geisterkopfnebel, mit zwei hellen Flecken, die an Augen erinnern.

Bildcredit: Mohammad Heydari-Malayeri (Pariser Observatorium) et al., ESA, NASA

Beschreibung: Der Ursprung von Halloween ist uralt und astronomisch. Seit dem fünften Jahrhundert v. Chr. wird Halloween als Kreuzvierteltag gefeiert – ein Tag zwischen Äquinoktium (gleicher Tag / gleiche Nacht) und Sonnenwende (kürzester Tag / längste Nacht auf der Nordhalbkugel). Zwar ist morgen Halloween, doch ein aktueller Kalender zeigt, dass der tatsächliche Kreuzvierteltag nächste Woche ist. Ein anderer Kreuz-Viertel-Tag ist der Murmeltiertag.

Moderne Halloweenfeiern haben historische Wurzeln – man verkleidete sich, um die Geister der Toten zu verscheuchen. Eine passende Würdigung dieses uralten Feiertags ist dieser Anblick des Geisterkopfnebels, fotografiert mit dem Weltraumteleskop Hubble. NGC 2080 sieht einem fiktiven Geist ähnlich, ist aber eine Sternbildungsregion in der Großen Magellanschen Wolke, einer Begleitgalaxie unserer Milchstraße. Der Geisterkopfnebel ist etwa 50 Lichtjahre groß und hier in charakteristischen Farben abgebildet.

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Spuk im Kepheus Flare

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Bildcredit und Bildrechte: Thomas Lelu

Beschreibung: Gespenstische Gestalten spuken scheinbar in dieser juwelengeschmückten Weite, die im königlichen Sternbild Kepheus durch die Nacht treibt. Natürlich sind die Gestalten kosmische Staubwolken, die man im schwach reflektierten Sternenlicht kaum sieht. Sie sind weit von Ihrer Nachbarschaft auf dem Planeten Erde entfernt und lauern in der Ebene der Milchstraße am Rand des Kepheus-Flare-Molekülwolkenkomplexes, der etwa 1200 Lichtjahre entfernt ist.

Rechts im sternbedeckten Sichtfeld befindet sich vdB 141 oder Sh2-136. Er ist größer als 2 Lichtjahre und heller als die anderen geisterhaften Erscheinungen, man kennt ihn auch als Geisternebel. Im Nebel befinden sich die verräterischen Zeichen dichter, kollabierender Kerne in frühen Stadien der Sternentstehung.

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Geister und Strichspuren

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Bildcredit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky)

Beschreibung: Keine Angst. Die Sterne fallen nicht vom Himmel, und es spuken auch keine Geister in Ihrer Nachbarschaft. Doch es sieht so aus, als würden sie auf diesem gruseligen Bild eines exzentrischen, verlassenen alten Hauses im Mondlicht genau das tun. Das Bild, ein Genuss fürs Auge, nützt den Trick gestapelter Mehrfachbelichtung. Während der Belichtung der Digitalbilder (60 Aufnahmen, die jeweils 25 Sekunden belichtet wurden) zogen die Sterne konzentrische Bögen um den Himmelsnordpol, während der Planet Erde um seine Achse rotierte. Der Himmelsnordpol, praktischerweise mit dem hellen Polarstern markiert, liegt über den Spitzen der verlassenen Behausung. Die Bewegungen des in eine Decke gewickelten Fotografen während der Aufnahmen wurden zu einer geisterhaften Erscheinung kombiniert. Auch Jack O’Lantern war dort, um ein fröhliches, sicheres Halloweenfest zu wünschen!

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Der Tag danach auf dem Mars

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Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA-Projekt, CAST)

Beschreibung: Der 31. Oktober 1938 war der Tag nach der Ankunft der Marsianer auf dem Planeten Erde, und alles war ruhig. Berichte von der Invasion entpuppten sich als Teil eines Halloween-Hörspiels – jener inzwischen berühmten Sendung frei nach H.G. Wells‘ Science-Fiction-Roman „Der Krieg der Welten„. Auf dem Mars war es am 20. Oktober 2014, dem Tag nach seiner nahen Begegnung mit dem Kometen Siding Spring, ebenfalls ruhig. Das ist keine Ente, dieser Komet kam tatsächlich etwa 140.000 Kilometer an den Mars heran, das ist ungefähr ein Drittel der Entfernung Erde-Mond. Die Raumsonden und Fahrzeuge der Erde im Marsorbit und auf der Oberfläche berichteten jedoch von keinem Unheil und waren an vorderster Front, als der Besucher aus dem äußeren Sonnensystem vorbeizog. Dieser farbenprächtige Teleskopschnappschuss zeigt mehr als 2 Grad des Sternbildes Schlangenträger sowie unsere Sicht auf Mars am Tag danach. Oben rechts steht der bläuliche Stern 51 Ophiuchi, und der Komet entfernt sich gerade vom hellen Glanz des Roten Planeten.

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Milchstraße über dem Teufelsturm

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Bildcredit und Bildrechte: David Lane

Beschreibung: Ein rätselhaftes, als Teufelsturm bekanntes Gebilde erhebt sich auf diesem Panoramabild aus 16 Aufnahmen in der Dunkelheit über der nordöstlichen Prärie in Wyoming. Sternhaufen und Nebel wölben sich zum zentralen Bereich der Milchstraße rechts im Bild und sind zusammen mit dünnen, blassen Wolken und unheimlich grünem Nachthimmellicht abgebildet. Natürlich enthält die Szenerie auch die spukhaften, grausigen Halloween-Visagen der Milchstraße – Geister, ein lodernder Schädel, ein leuchtendes Auge und ein Hexenbesen. Um sie zu finden, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild oder folgen Sie diesem Link, wenn Sie sich trauen. Fröhlichen und sicheren Allerheiligen-Vorabend!

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