Polarlicht und Feuerkugel über Norwegen

Hinter einem Berg, der sich vorne im Fluss Signalelva spiegelt, leuchten grüne und purpurfarbene Polarlichter, und eine Feuerkugel zischt schräg hinter den Berg.

Bildcredit und Bildrechte: Ole C. Salomonsen (Arctic Light Photo)

Was passiert hinter diesem Berg? Verschiedene Himmelsspektakel treffen aufeinander. Eines Nachts Mitte September leuchteten in der Nähe der norwegischen Stadt Tromsø rote Polarlichter in großer Höhe. Sie schimmerten anscheinend durch tiefer liegende grüne Polarlichter. So entstand ein auffälliges, etwas ungewöhnliches violettes Leuchten.

Plötzlich blitzte am Himmel eine besonders helle Feuerkugel auf, als ein kleiner Kiesel aus dem All gewaltsam in die Erdatmosphäre eindrang. Das Licht erhellte den fernen Gipfel, den man als Otertinden in den Lyngenalpen kennt. Der helle Meteor verschwand zufällig hinter demselben Berg und spiegelte sich vorne im Fluss Signalelva.

Vielleicht würdet ihr euch glücklich schätzen, entweder ein Polarlicht oder einen hellen Meteor zu sehen. Doch solche Bilder wurden schon mehrmals mit beidem fotografiert.

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Perseïden-Meteore und die Milchstraße

Vor der Milchstraße, die diagonal durchs Bild läuft, zieht eine helle Feuerkugel vorbei. Im Bild sind sechs Meteore der Perseïden zusammengefasst.

Bildcredit und Bildrechte: Jens Hackmann

Wo kommt der nächste Meteor der Perseïden? Schaulustige, die für den Meteorstrom der Perseïden nach draußen gingen, hatten meist diese Frage im Kopf. Die Perseïden erreichten in den letzten Tagen ihren Höhepunkt.

Das Bildkomposit oben zeigt sechs Meteore vom letzten Wochenende, darunter eine helle Feuerkugel, die das Band der Milchstraße im Hintergrund entlang streift. Alle Perseïden-Meteore strömen scheinbar vom Radianten des Stroms im Sternbild Perseus aus.

Erste Berichte der Perseïden dieses Jahres lassen vermuten, dass an einigen dunklen Orten um den Höhepunkt herum ganze 100 Meteore pro Stunde zu sehen waren. Dieses digitale Mosaik wurde in der Nähe der deutschen Stadt Weikersheim fotografiert.

Galerie: Bilder des Meteorstroms der Perseïden

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Sutter’s-Mill-Meteorit

Auf einem gelben Grund liegen Bruchstücke eines Konglomerats aus Gestein, die kohlschwarz sind.

Bildcredit: P. Jenniskens (SETI-Institut) und Eric James (NASA Ames)

Letzten Sonntag fiel ein heller Feuerkugel-Meteor über Kalifornien und Nevada vom Himmel. Er erzeugte etwa um 7:51 Uhr über einem weiten Gebiet einen Schallknall. Man schätzt, dass der Meteorit etwa so groß war wie ein Kleinbus.

Der Astronom Peter Jenniskens entdeckte diese Bruchstücke eines zerschmetterten 4-Gramm-Meteoriten auf dem Parkplatz des Henningsen-Lotus-Parks in der Nähe von Sutters Sägemühle (Sutter’s Mill). Es war der zweite Fund dieses Meteoritenfalls. Er wird nun als Sutter’s-Mill-Meteorit bezeichnet, nach dem Ort, an dem der kalifornische Goldrausch ausbrach. Der Meteorit ist vielleicht das Gold der Forschenden, da er wohl einer der seltenen kohligen Chondrite ist. Kohlige Chondrite sind eine Meteoritenart mit vielen organischen Verbindungen, die dem Murchison-Meteoriten ähneln.

Forschende suchen nun nach Videoaufzeichnungen, um die Bahn des Meteors zu verfolgen, Details über sein Auseinanderbrechen zu erfahren und weitere Fragmente zu finden. Sicherheitskameras in einem großen Gebiet haben vielleicht am 22. April etwa um 7:51 Pacific Daylight Time zufällig die Feuerkugel aufgezeichnet, zum Beispiel in Kalifornien (San Francisco Bay Area, Los Angeles oder in der Nähe von Redding) und Nevada (im Gebiet von Reno, Tonopah), vielleicht sogar im Süden von Oregon und in der Nähe von Salt Lake City in Utah.

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Feuerkugel der Leoniden über Teneriffa

Über Teleskopkuppeln rechts und unten zischt eine helle Feuerkugel über den Himmel. Links steht das Sternbild Orion, rechts daneben die Hyaden, rechts davon die Plejaden, oben das Sternbild Fuhrmann.

Bildcredit und Bildrechte: Juergen Rendtel (AIP Potsdam), IMO

Der historische, aktive Meteorstrom der Leoniden war dieses Jahres durch helles Mondlicht geschwächt. Doch genaue Beobachtende des Nachthimmels konnten den Höhepunkt des Stroms am 18. November erkennen. Sogar der Glanz des Mondlichtes war nicht annähernd so hell wie dieser gleißende Feuerkugel-Meteor. Die bunte Meteorspur und der Blitz am Ende wurden frühmorgens im Westen über dem Canary Island Observatorio del Teide auf der Kanarischen Insel Teneriffa fotografiert.

Jedes Jahr fegt der Planet Erde bei der Bahn des periodischen Kometen Tempel-Tuttle Staubteilchen auf. Dann treten Meteore der Leoniden mit fast 70 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Die Linse der Weitwinkelkamera zeigte vom Mond fort. Das Foto zeigt auch die vertrauten Sternbilder Orion und Stier (Taurus) mitten im Bild.

Der Einschub zeigt zwei Aufnahmen der nachleuchtenden Spur der Feuerkugel. Die Bilder der Spur wurden nacheinander fotografiert und folgten dem Meteorblitz mehrere Minuten lang. Währenddessen lösten Winde in großer Höhe die zarten Rauchspuren auf.

Die beiden großen Teleskopgebäude sind das GREGOR-Teleskop mit der rötlichen Kuppel und das Vakuumturmteleskop am rechten Bildrand. Beide dienen der Sonnenbeobachtung.

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Peekskill-Feuerkugel-Video: Johnstown

Credit: J. Derr (WWCP)

Beschreibung: Der Peekskill-Meteor von 1992 wurde auf 16 unabhängigen Videos dokumentiert und traf dann ein Auto. Diese spektakuläre Feuerkugel war laut Zeugenaussagen heller als der Vollmond. Sie kreuzte in nur 40 Sekunden Teile mehrerer Staaten der USA, bevor sie in New York aufschlug.

Oben ist ein Video der Feuerkugel hinter dem Footballspiel einer Highschool in Johnstown (Pennsylvania, USA) präsentiert. Der Meteorit, der die Feuerkugel verursachte, ist hier zu sehen. Er besteht, wie sich herausstellte, aus dichtem Stein und hat die Größe und Masse einer extrem schweren Bowlingkugel.

Wenn ihr das Glück habt, einen Meteoriten kurz nach seinem Einschlag zu finden, hebt ihn nicht auf! Teile davon sind wahrscheinlich entweder sehr heiß oder sehr kalt.

Das Verfolgen und Aufspüren von Meteoren ist im digitalen Zeitalter einfacher geworden, doch die Videos aus vielen Sicherheitskameras, die wahrscheinlich helle Feuerkugeln aufzeichnen, bleiben nicht erhalten. Wenn ihr der Meteorwissenschaft helfen möchtet, Bilder und Videos kürzlich gefallener Feuerkugeln innerhalb von 48 Stunden nach dem Ereignis aufzuspüren, könnt ihr euch hier melden.

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Feuerkugel-Meteor über Groningen

Die Leuchtspur einer Feuerkugel verläuft diagonal durchs Bild, rechts neben der Mitte ist der helle, bläuliche Kopf, nach links oben verläuft ein gerader orangefarbener Schweif.

Credit und Bildrechte: Robert Mikaelyan

Beschreibung: Der gleißende Feuerkugel-Meteor auf diesem Schnappschuss war Dienstag Abend ein aufsehenerregender Besucher in der Dämmerung am Himmel über Groningen. Sichtungen des Meteors. Er leuchtete so hell wie der Vollmond und wurden um etwa 19:00 Uhr MESZ in den gesamten Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands gemeldet.

Der Meteor wurde von einem Überschallknall und donnernden Geräuschen begleitet und zerbrach in helle Teile, die schließlich einen nachleuchtenden, rauchartigen Schweif hinterließen. Obwohl täglich helle Feuerkugel-Meteore in die Atmosphäre des Planeten Erde eintreten, sind solche Sichtungen relativ selten, weil sie meist über dem Meer oder unbewohnten Gebieten auftreten.

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Feuerkugel über Edmonton

Credit und Bildrechte:  Global Television Edmonton, YouTube

Was ist, wenn ihr die Straße entlangfahrt und ein Objekt aus dem All genau vor euch über den Himmel schießt? Genau das passierte letzte Woche vielen Menschen im mittleren Süden von Kanada. Eine extrem helle Feuerkugel raste am 20. November 2008 direkt nach Sonnenuntergang über den Himmel. Es war wahrscheinlich ein Meteor, so groß wie ein Tisch aus den Tiefen des Alls.

Die helle Feuerkugel wurde auf vielen Bildern und Filmen aufgezeichnet, auch auf diesem tollen Video. Es stammt von einer Kamera auf dem Armaturenbrett einer Polizeistreife in Edmonton im kanadischen Alberta.

Da mindestens zwei Schlieren zu sehen sind, zerbrach das Objekt wahrscheinlich, als es in die Erdatmosphäre stürzte. Durch Triangulierung der Feuerkugelbilder mehrerer gleichzeitig aufgenommener Aufnahmen bleibt zu hoffen, dass die ungefähre Bahn, aus der das Objekt kam, bestimmt werden kann, aber auch die wahrscheinlichen Orte auf der Erde, wo größere Brocken eingeschlagen haben könnten, sofern sie den Wiedereintritt überlebt haben.

Im besten Fall kann man Stücke eines bekannten Kometen oder Asteroiden aus dem fernen Weltraum bergen. Das würde der Menschheit einen noch nie da gewesenen Blick auf ein uraltes Objekt bieten. Wahrscheinlich führt das zu Hinweisen auf die frühen Jahre unserer Erde und des Sonnensystems.

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Polarlicht-Perseïd

Hinter der Silhouette eines Gebirges leuchtet am Himmel ein unten grünes und oben violettes Polarlicht. Links blitzt ein Meteor.

Credit und Bildrechte: Jimmy Westlake (Colorado Mountain College)

Beschreibung: Um Meteore sehen zu können braucht man einen dunklen Himmel – der beste Zeitpunkt für die Beobachtung des diesjährigen Meteorstroms der Perseïden sind deshalb die frühen Morgenstunden. Die Perseïden erreichen in den kommenden Tagen das Maximum ihrer Aktivität, doch das helle Licht des zunehmenden Monds „schluckt“ die vielen schwachen Sternschnuppen. Nach Monduntergang (etwa gegen 1-2 Uhr morgens) stört er aber nicht mehr – dann sollten einige Dutzend Meteore pro Stunde zu sehen sein. Besonders lange und schöne Leuchterscheinungen sieht man, wenn die Meteore die Erdatmosphäre gerade eben streifen. Steht der Radiant im Sternbild Perseus tief am Himmel, kann an besonders viele dieser „Earthgrazer“ sehen. Mit etwas Glück erwischt man ein sehr helles Exemplar, eine so genannte Feuerkugel. Jimmy Westlake gelang im August 2000 diese spektakuläre Aufnahme eines hellen Perseïden – inklusive Polarlicht!

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