Die Internationale Raumstation über der Erde

Von oben ragt die Erde ins Bild, darunter ist der schwarze Weltraum. Vor dem Horizont schwebt die Internationale Raumstation mit ihren ausladenden Solarpaneelen und den Modulen, in denen Menschen forschen.

Bildcredit: Besatzung von STS-132, Besatzung der Expedition 23, NASA

Die Internationale Raumstation ISS ist das größte Objekt, das Menschen je im Weltraum gebaut haben. Die Station ist größer als ein Fußballfeld. Nur ein kleiner Teil davon besteht aus Modulen, die von Menschen bewohnt werden. Die Station ist so groß, dass sie nicht in einem Stück starten könnte. Sie wird weiterhin schrittweise erweitert.

Um zu funktionieren, braucht die ISS große Träger zur Versteifung. In diesen Trägern wird Strom und Kühlflüssigkeit geleitet. Manche Ausleger sind mehr als 15 Meter lang und wiegen mehr als 10 Tonnen. Dieses Bild der gewaltigen Raumstation stammt von der Raumfähre Atlantis. Es entstand 2010 nach einem Aufenthalt, der eine Woche dauerte. Inzwischen wurde Atlantis ausgemustert. Oben hängt ein Teil der hellen, blauen Erde. Sie bildet einen starken Kontrast zur Dunkelheit im interstellaren Raum.

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Heliopause Electrostatic Rapid Transit System (HERTS)

Links ist die beleuchtete Sichel der Erde. Vor der dunklen Nachtseite breitet ein Raumschiff seinen futuristischen Antrieb aus.

Bildcredit: NASA, Marshall-Raumfahrtzentrum

Möchtet ihr schnell mal zum Rand des Sonnensystems gelangen? Dann wäre vielleicht eine Reise mit einem Heliopause Electrostatic Rapid Transit System (HERTS) interessant. Das Konzept wird derzeit getestet.

Die Reise wäre weiter als 100 Astronomische Einheiten (AE), das sind 15 Mrd. km und würde etwa 10 bis 15 Jahren dauern. Das ist schnell, wenn man es mit der Reisezeit der aktuell fernsten Raumsonde der Menschheit vergleicht. Die Raumsonde ist Voyager 1, sie brauchte 35 Jahre bis zur Heliopause, das ist die äußere Grenze, wo der Einfluss des Sonnenwindes endet.

HERTS verwendet ein modernes elektrisches Sonnensegel. Es hat mehrere positiv geladene Drähte, die etwa 20 km lang und 1 mm dünn sind. Sie sind von einer rotierenden Raumsonde ausgebreitet. Dabei wird eine elektrostatische Kraft erzeugt, die schnelle Protonen im Sonnenwind abstößt. So entsteht Schub.

Ein Sonnenlichtsegel ist ein weiteres treibstoffloses Antriebssystem für den fernen Weltraum. Anders als ein reflektierendes Sonnenlichtsegel könnte das elektrische Sonnenwindsegel auch in größerer Entfernung zur Sonne weiter beschleunigen und immer noch Schub generieren, während es zu den äußeren Planeten reist.

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Mondschattentransit

Auf der sonnenbeleuchteten Erde ist links oben ein dunkler Fleck. Es ist der Schatten des Mondes. Leute, die im Schatten stehen, sehen eine totale Sonnenfinsternis. Das Bild stammt vom Deep Space Climate Observatory (DSCOVR).

Bildcredit: NASA, NOAA / DSCOVR

Dieser Schnappschuss aus dem All zeigt den Planeten Erde am 9. März. Der Schatten ihres großen Mondes fällt auf die Hälfte der Erde, die von der Sonne beleuchtet ist. Der Mondschatten zieht über ostwärts (von links nach rechts) über eine Welt, die von Ozeanen bedeckt ist. Er wanderte sehr schnell in die Rotationsrichtung des Planeten. Leute auf der Erde, die den Transit des Mondschattens an der Zentrallinie des Schattenpfades beobachteten, sahen ihn als kurze totale Sonnenfinsternis.

Dieser Anblick stammt von einer Beobachtung im Weltraum zwischen Erde und Sonne. Das Bild wurde mit der Earth Polychromatic Imaging Camera (EPIC) des Klimaobservatoriums Deep Space Climate Observatory (DSCOVR) fotografiert.

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Megastädte der USA aus dem Weltraum

Der Blick fällt von der Raumstation auf die Erde. Unten ist das dunkle Meer, an der Küste sind Städte an der Ostküste der USA. Links sind Teile der Raumstation und Raumkapseln zu sehen.

Bildcredit: NASA, International Space Station

Erkennt ihr eine vertraute Region im Nordosten der USA an der nächtlichen Beleuchtung? Vielleicht, denn man sieht viele Hauptstädte. Dazu zählen – von rechts nach links – New York, Philadelphia, Baltimore, Washington, Richmond und Norfolk. Boston, das in den nordöstlichen Ballungsräumen der USA liegt, ist nicht abgebildet.

Das Bild entstand 2012 an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Vorne sind zwei russische Frachtschiffe mit markanten Solarpaneelen an die ISS angedockt. Die nordöstlichen Ballungsräume machen nur etwa 2 Prozent der Landfläche aus. Dort wohnen aber fast 20 Prozent der Menschen in den USA.

Man kennt die Region auch als Nordost-Korridor und Teil der Ostküste. Etwa 10 Prozent der größten Unternehmen weltweit haben dort ihren Hauptsitz. Die fast ständig leuchtenden Lichter bestätigen anscheinend eine Prognose aus den 1960er-Jahren. Sie besagt, dass sich das ganze Gebiet in eine durchgehende Stadt verwandelt.

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Lunar Reconnaissance Orbiter zeigt einen Erduntergang

Hinter der welligen grauen Mondoberfläche am Mondrand geht die blaue, voll beleuchtete Erde unter. Der Kontinent Afrika ist markant erkennbar.

Bildcredit: NASA/GSFC/Arizona State U. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Auf dem Mond geht die Erde niemals auf oder unter. Wenn ihr auf der vorderen Mondoberfläche steht, würdet ihr die Erde immer am Himmel hängen sehen, weil der Mond immer die gleiche Seite zur Erde richtet. Seltsamerweise zeigt dieses Bild einen Erduntergang am Mondrand. Das war möglich, weil das Bild von einer Raumsonde fotografiert wurde, die um den Mond kreist. Das Bild stammt vom Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO).

Der LRO kreist so schnell um den Mond, dass die Erde für die Raumsonde ungefähr alle zwei Stunden scheinbar untergeht. Das Bild zeigt so einen Erduntergang, er wurde vor etwa drei Monaten fotografiert. Auf der Erdoberfläche geht der Mond etwa einmal pro Tag unter. Das ist vorwiegend der Erdrotation geschuldet.

Der LRO startete 2009. Er erstellt eine detailreiche dreidimensionale Karte der Mondoberfläche. Dabei sucht er außerdem nach Wasser auf dem Mond und möglichen guten Landeplätzen für künftige Astronauten.

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Das Sonnensystem im Maßstab


Bildcredit und Bildrechte: Wylie Overstreet und Alex Gorosh

Möchtet ihr ein maßstabsgetreues Modell des Sonnensystems? Als Modell für die Erde passt eine 1,4 Zentimeter große blaue Murmel. Weil die Sonne 109 Erddurchmesser hat, könnte ein 1,5 Meter großer Ballon die Sonne darstellen.

Doch die Entfernung zwischen Erde und Sonne beträgt 150 Millionen Kilometer. Das wären im gleichen Maßstab fast 180 Meter. Also passt das ganze Projekt mitsamt den Bahnen der äußeren Planeten vielleicht nicht in euren Hof. Eventuell findet sich genug Platz in einem trockenen Seebett. Dieses Video zeigt eine inspirierende Reise durch das maßstabsgetreue Sonnensystem.

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Dunkle Erde mit rotem Kobold

Hinter einem Solarpaneel (links) und dem Ende eines Roboterarms (rechts) ist die Erde zu sehen. Rechts leuchtet ein heller Blitz, darüber ein roter Kobold.

Bildcredit:  ISS, Besatzung der Expedition 31, NASA

Dieses Bild der Erde zeigt etwas sehr Ungewöhnliches – seht ihr es? Lange Zeit hielt man das flüchtige Phänomen für eine Legende. Hier ist hier erkennbar, wenn man weiß, wo man es suchen muss. Das Bild wurde Ende April auf der Internationalen Raumstation (ISS) in der Erdumlaufbahn fotografiert. Links ragen die Solarpaneele der ISS ins Bild, rechts sind Teile eines Roboterarms.

Das Phänomen wird selten fotografiert. Es ist als Roter Kobold bekannt. Ihr seht es – wenn auch sehr blass – über der hellen Region rechts im Bild. Der helle Bereich und der Rote Kobold sind verschiedene Blitzarten. Der weiße Blitz kommt häufiger vor. Über Kobolde wird zwar schon seit 300 Jahren anekdotenhaft berichtet. Trotzdem wurden sie erst 1989 erstmals zufällig auf Film gebannt.

Vieles über Kobolde ist noch unbekannt, etwa wie sie entstehen, wie sie sich auf den atmosphärischen globalen Stromkreislauf auswirken und ob sie irgendwie mit anderen Blitzphänomenen der oberen Atmosphäre zusammenhängen, zum Beispiel mit blauen Strahlen oder terrestrischen Gammablitzen.

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Erde und Milchstraße im Weltraum

Über der Internationalen Raumstation breitet sich die Milchstraße mit hellen Sternfeldern und Dunkelwolken aus, von oben ragt die Erde ins Bild.

Bildcredit: NASA, Scott Kelly

Seit November 2000 leben ständig Menschen auf der Internationalen Raumstation ISS. Der Schnappschuss aus dem Weltraum entstand zur Feier des 15. Jahrestags, seit die Menschheit einen Außenposten im Orbit über dem Planeten Erde betreibt. Hinten leuchten die Galaxis und unsere Heimat.

Die Milchstraße verläuft unter der Krümmung des Erdrandes waagrecht durchs Bild. Am Erdrand schimmert ein zartes, ausgedehntes Nachthimmellicht. Die zentrale Wölbung der Galaxis ist voller Sternenfelder. Sie sind von dunklen Rissen aus dunklem interstellarem Staub durchzogen. Der Astronaut Scott Kelly fotografierte das Bild am 9. August 2015. Es war der 135. Tag seiner einjährigen Weltraummission.

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