Blick auf die Kante von NGC 891

Mitten im Bild verläuft eine spindelförmige Galaxie, die wir von der Kante sehen. Durch die Mitte verläuft eine dunkle Staubbahn. Rundherum sind Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Dieses scharfe kosmische Porträt zeigt die Spiralgalaxie NGC 891. Sie hat einen Durchmesser von ungefähr 100.000 Lichtjahren. Wir sehen sie fast genau von der Seite. Tatsächlich sieht die etwa 30 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie NGC 891 im Sternbild Andromeda unserer Milchstraße sehr ähnlich. Auf den ersten Blick hat sie eine flache, dünne galaktische Scheibe und eine zentrale Wölbung. In der Mitte ist sie von einem Band aus dunklem, undurchsichtigem Staub durchschnitten.

Die kombinierten Bilddaten zeigen auch junge blaue Sternhaufen in der Galaxie und rötliche Sternbildungsregionen. Die Seitenansicht von NGC 891 zeigt markante Filamente aus Staub, die Hunderte Lichtjahre über und unter die Mittellinie reichen. Der Staub wurde wahrscheinlich bei Supernovaexplosionen oder durch intensive Sternbildung aus der Scheibe geblasen. In der Nähe der Galaxienscheibe sind auch blasse Nachbargalaxien zu sehen.

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Andromeda auf Eis

Hinter dem felsigen Ufer am Meer ist über dem Horizont der Sternenhimmel mit der Andromedagalaxie zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Cristian Fattinnanzi

Wie weit könnt ihr sehen? Die Andromedagalaxie ist 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist das am weitesten entfernte Objekt, das man leicht mit bloßem Auge sieht. Weitere gut sichtbare Bewohner des Nachthimmels sind Sterne, Sternhaufen und Nebel. Sie sind meist wenige Hundert bis ein paar Tausend Lichtjahre entfernt und liegen weit innerhalb der Milchstraße.

Die Andromedagalaxie ist auch als M31 bekannt. Sie ist der zarte Fleck oben in der Mitte dieser Erd- und Himmelslandschaft. Das Bild entstand in Ostitalien an der Adriaküste in der Nähe von Monte Conero. Die Sichtweite reicht von wenigen Zentimetern bis zu einigen Millionen Lichtjahren und ist damit erstaunlich groß.

Galaxie und Küstenfelsen waren in dieser klaren Sommernacht zwar mit bloßem Auge sichtbar, doch diese Aussicht wurde nicht mit einer einzigen Aufnahme fotografiert. Da sich die Sterne während der Aufnahme über dem Horizont bewegten, wurden sie auf nachgeführten Aufnahmen fotografiert. Die Sterne wurden mit einer Aufnahme der Steine und Klippen kombiniert, die mit fixierter Kamera fotografiert wurde. So kam es zu dieser reizvollen Szene.

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M31 versus M33

Links und rechts neben dem Stern Mirach in der Mitte halten sich die hellen Galaxien M31 und M33 in den Sternbildern Andromeda und Dreieck scheinbar die Waage.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Die Spiralgalaxien M31 (links) und M33 sind am Himmel des Planeten Erde etwa 14 Grad voneinander entfernt. Das sind 28 Vollmond-Durchmesser. Neben unserer Milchstraße sind sie zwei große Mitglieder der Lokalen Gruppe. Dieses Weitwinkel-Teleskopmosaik zeigt farbige Details der Spiralstruktur in beiden massereichen Nachbargalaxien. Sie halten einander auf beiden Seiten des Sterns Mirach die Waage. Mirach ist der Betastern im Sternbild Andromeda.

Die Andromedagalaxie M31 ist 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Die Entfernung zur Dreiecksgalaxie M33 beträgt ungefähr 3 Millionen Lichtjahre. Mirach ist nur 200 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Er leuchtet mitten in der Milchstraße, wie auch die matten Wolken aus Staub, die nur wenige Lichtjahre über der galaktischen Ebene durchs Bildfeld ziehen.

M31 und M33 sind scheinbar weit voneinander entfernt. Doch sie sind in einem Gravitationstanz gefangen. Die Radioastronomie lieferte Hinweise auf eine Brücke zwischen den beiden aus neutralem Wasserstoff. Das ist ein Indiz für eine frühere nahe Begegnung. Basierend auf Messungen wurden Gravitationssimulationen durchgeführt. Sie prognostizieren, dass die Milchstraße, M31 und M33 nahe Begegnungen und vielleicht auch Verschmelzungen durchleben werden, aber erst Milliarden Jahre in der Zukunft.

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Perseïden-Meteore über Ontario

Vorne links ist ein spiegelglattes Wasser, rechts steht ein Baum. Am Himmel steht das Sternbild Perseus, aus dem scheinbar viele Meteore strömen. Auch die Sternbilder Dreieck und Andromeda sind erkennbar.

Bildcredit und Bildrechte: Darryl Van Gaal; Beschriftung: Judy Schmidt

Woher kommen diese Meteore? Was die Himmelsrichtung betrifft, ist es das Sternbild Perseus. Aus diesem Grund nennt man die Sternschnuppen Perseïden. Sie strömen scheinbar von einem Radianten im Perseus aus. Der Meteorstrom erreichte in den letzten Tagen seinen Höhepunkt.

Dreidimensional gesehen stammen die sandkorngroßen Bruchstücke vom Kometen Swift-Tuttle. Er zieht auf einer klar definierten Bahn um unsere Sonne, und jener Teil der Umlaufbahn, wo ihm die Erde am nächsten kommt, liegt in Richtung Perseus. Daher befindet sich der Radiant der fallenden Bruchstücke im Perseus, wenn die Erde die Kometenbahn kreuzt.

Oben ist ein Komposit aus 13 frühen Bildern des Perseïden-Meteorstroms zu sehen. Es zeigt viele helle Meteore, die in der Nacht des 11. August in der Nähe von Oakland im kanadischen Ontario über den Himmel streiften.

Galerie: Höhepunkte des Perseïden-Meteorstroms 2013

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Mond über Andromeda

Diagonal im sternbedeckten Gesichtsfeld verläuft die schräg sichtbare Andromedagalaie, rechts darüber ist der Mond abgebildet, um die Größenordnung der beiden Himmelsobjekte zu zeigen. Rechts unter der großen Spiralgalaxie ist die kleine M32.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block und Tim Puckett

Die große Spiralgalaxie in Andromeda M31 ist etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist die nächstgelegene große Sternspirale unserer Milchstraße. Andromeda ist mit bloßem Auge als kleiner, blasser, verschwommener Fleck erkennbar. Ihre Oberflächenhelligkeit ist sehr gering. Daher können Beobachtende die eindrucksvolle Ausdehnung der Galaxie am Himmel des Planeten Erde nicht abschätzen.

Dieses amüsante Kompositbild vergleicht die Winkelgröße der nahen Galaxie mit einem helleren, vertrauteren Himmelsobjekt. Die detailreiche Aufnahme der Andromeda zeigt schöne blaue Sternhaufen in den Spiralarmen. Sie sind weit vom gelblichen Kern entfernten.

Das Bild wurde mit einer typischen Ansicht des fast vollen Mondes kombiniert. Beide sind in derselben Winkelgröße dargestellt. Der Mond bedeckt am Himmel etwa 1/2 Grad. Die Galaxie ist eindeutig um ein Vielfaches größer. Die detailreiche Andromeda-Aufnahme zeigt auch zwei helle Begleitgalaxien M32 und M110 (unten).

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Die Andromedagalaxie M31

Die Andromedagalaxie M31 füllt das Bild. Auch ihre Begleitgalaxien M32 und M110 sind abgebildet. Ihre Scheibe wirkt leicht gekrümmt, sie ist von dunklen Staubranken durchzogen. Das Innere leuchtet eher gelblich, das Äußere bläulich.

Bildcredit und Bildrechte: Lorenzo Comolli

Die Andromedagalaxie ist die unserer Milchstraße nächstgelegene große Galaxie. Unsere Galaxis sieht Andromeda vermutlich sehr ähnlich. Die beiden Galaxien sind die größten in der Lokalen Gruppe.

Das diffuse Licht der Andromedagalaxie stammt von den Hunderten Milliarden Sternen, aus denen sie besteht. Einige Einzelsterne rund um die Andromedagalaxie befinden sich in unserer Galaxis. Sie sind weit von der Galaxie im Hintergrund entfernt. Andromeda wird häufig als M31 bezeichnet, weil sie das 31. Objekt auf Messiers Liste nebeliger Himmelsobjekte ist.

M31 ist so weit entfernt, dass ihr Licht etwa zwei Millionen Jahre braucht, bis es von dort zu uns kommt. Die Andromedagalaxie ist zwar ohne optische Hilfe sichtbar, doch dieses Bild von M31 wurde mit einem kleinen Teleskop fotografiert. Vieles an M31 bleibt rätselhaft, etwa wie es zu ihrem ungewöhnlichen doppelten Zentrum kam.

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Komet PANSTARRS und die Andromedagalaxie

Links unten ist der breit aufgefächerte Komet PanSTARRS, rechts oben die Andromedagalaxie M31 mit ihrer Begleiterin M32 sowie M110.

Bildcredit und Bildrechte: Smilyk Pavel

Derzeit wandert der Komet PanSTARRS fast genau vor der Andromedagalaxie vorbei. Zufällig haben Komet und Galaxie fast dieselbe Winkelgröße. Doch physikalisch gesehen ist Komet PanSTARRS etwa 70 Milliarden Mal kleiner als die Andromedagalaxie M31, obwohl er derzeit das größte Objekt im Sonnensystem ist. Sein Schweif ist etwa 15 Sonnendurchmesser lang.

Dieses Bild wurde vor wenigen Tagen in der Nähe von Syktyvkar in Russland fotografiert.

Komet C/2011 L4 PanSTARRS links unten entfernt sich von der Sonne und wird schwächer. Er kehrt nun zur nördlichen Richtung zurück, aus der er kam. Wann der Komet wiederkehrt, ist derzeit nicht bekannt. Vielleicht sind die Menschen bis dahin mit Computern verschmolzen.

Galerie: Komet PanSTARRS

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Herschels Andromeda

Die Galaxie im Bild wirkt fremdartig, weil nicht ihre Sterne gezeigt werden, sondern der Staub, der normalerweise dunkel ist. Um einen Kern verlaufen gewundene, orangefarben und gelb leuchtende Ranken.

Bildcredit: ESA/Herschel/PACS und SPIRE-Arbeitsgemeinschaft, O. Krause, HSC, H. Linz

Diese Infrarotansicht des Weltraumteleskops Herschel erforscht die Andromedagalaxie, die unserer Milchstraße nächstgelegene große Spiralgalaxie. Das berühmte Inseluniversum ist nur 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. In der Astronomie ist es auch als M31 bekannt.

Andromeda ist mehr als 200.000 Lichtjahre breit. Sie ist also mehr als doppelt so groß wie die Milchstraße. Die Bilddaten wurden in Falschfarben dargestellt. Sie markieren die kühlen Staubbahnen und Staubwolken, die im Infrarotlicht leuchten. Diese sind in sichtbaren Wellenlängen dunkel und undurchsichtig.

Rote Farbtöne im Außenbereich der Galaxie zeigen das Leuchten von Staub, der von Sternenlicht wenige zig Grad über den absoluten Nullpunkt erwärmt wurde. Blaue Farben gehen mit wärmerem Staub einher, der von Sternen im dicht gefüllten zentralen Kern aufgewärmt wird. Der Staub ist auch eine Markierungssubstanz für molekulares Gas. Er zeigt den gewaltigen Vorrat an Rohmaterial für künftige Sternbildung in Andromeda.

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