
Bildcredit und Bildrechte: Giorgia Hofer
Der 26 Stunden alte Mond posiert hier hinter den zerklüfteten Graten der italienischen Dolomiten. Die Aufnahme vom 30. März wurde eine Sekunde lang belichtet und zeigt den Mond kurz vor dem Untergehen.
Von der sonnenbeleuchteten Seite des Mondes ist nur eine hauchdünne Sichel zu sehen. Die restliche Mondscheibe ist durch das von der hellen Erde reflektierte Licht beleuchtet und daher ebenfalls sichtbar. Dieses sogenannte aschgraue Mondlicht wurde schon vor mehr als 500 Jahren von Leonardo da Vinci beschrieben – als Sonnenlicht, das von den Ozeanen der Erde reflektiert wird und so die dunkle Mondoberfläche beleuchtet. Der Erdschein ist nur das bekannteste Beispiel für „Planetenschein“, der schwachen Beleuchtung der dunklen Seite eines Mondes durch seinen Planeten.