Der Hydra-Galaxienhaufen

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Bildcredit und Bildrechte: Rafael Sampaio

Dieser kosmische Schnappschuss zeigt uns zwei Sterne der Milchstraße – helle Lichtpunkte mit Zacken, die wie Wächter wirken. Jenseits der Sterne tummeln sich Galaxien – die Mitglieder des Hydra Galaxienhaufens. Während die Sterne nur wenige hunderte Lichtjahre von uns entfernt sind, befinden sich die Galaxien in Entfernungen von über 100 Millionen Lichtjahren!

Drei große Galaxien dominieren den Zentralbereich: Zwei gelbe, elliptische Galaxien (NGC 3311 und NGC 3309) sowie eine blaue Spiralgalaxie (NGC 3312). Jede dieser Galaxien hat einen Durchmesser von 150.000 Lichtjahren. Links über NGC 3312 befinden zwei überlappende Galaxien, die als NGC 3314 katalogisiert sind. Der Hydra Galaxienhaufen ist auch unter dem Namen Abel 1060 bekannt. Er ist einer der drei größten Galaxienhaufen innerhalb eines Abstands von 200 Millionen Lichtjahren. Im nahen Universum sind Galaxienhaufen gravitativ aneinandergebunden und bilden Cluster oder Haufen, die Teil von noch größeren Strukturen sind – den sogenannten Superhaufen. Selbst diese gewaltigen Strukturen scheinen sich über noch größere Distanzen aneinander zu orientieren.

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Planetarischer Nebel mit kosmischen Fullerenen

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Bildcredit: NASA/ESA/CSA/J. Cami (Western University); Bildbearbeitung: K. Beecroft; Text: Jan Cami (Western University) und Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was passiert im Inneren dieses ungewöhnlichen Nebels? Im Planetarischen Nebel Tc1, der in dieser detailreichen Aufnahme des James Webb Weltraum Teleskops gezeigt wird, wurden 2010 die ersten außerirdischen Fullerene entdeckt! Ein Buckminsterfulleren – so der offizielle Name – ist ein Molekül, das aus 60 Kohlenstoffatomen (C60) besteht und wie ein Fußball aussieht. Das Molekül wurde nach dem Architekten Buckminster Fuller benannt, da es eine große Ähnlichkeit zu von ihm gebauten geodätischen Domen hat.

Mit dieser neuen Aufnahme des Webb Teleskops können Astronomen nun sagen, wo sich die Fullerene im Nebel aufhalten: sie bevölkern hauptsächlich eine dünne Kugelschale um den Zentralstern herum. Im Bild erkennt man diese Schale als helle Grenze des orangen inneren Bereichs. Wenn man sich den Zentralbereich noch genauer anschaut, so entdeckt man eine noch verblüffendere Struktur: Der Nebel formt hier ein filigranes, auf den Kopf gestelltes Fragezeichen – passend für all die Fragen, die dieser Nebel noch aufwirft!

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Saturn bei Nacht

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaften, Mindaugas Macijauskas

Saturn mit seinen wunderschönen Ringen ist oft der „Star“ bei teleskopischen Beobachtungen. Aber dieser beeindruckende Anblick der Nachtseite des Gasriesens, der einen Schatten auf die Ringe wirft, ist von der Erde aus nicht möglich: Da wir aus Richtung der Sonne zum Saturn blicken, sehen wir ständig seine Tagseite.

Das Foto welches lediglich eine schmale, sonnenbeleuchtete Sichel zeigt, wurde tatsächlich von einer Raumsonde aufgenommen: dem Cassini Raumschiff. Cassini erreichte den Planeten nach einer siebenjährigen Reise von der Erde aus, und umkreiste Saturn für weitere 13 Jahre. Von 2004 bis 2017 blieb die Sonde aktiv, ehe sie in die Atmosphäre des Gasriesen eintauchte und dort am 15 September 2017 zerstört wurde. Die hier gezeigte Aufnahme ist ein Mosaik, welches aus verschiedenen Aufnahmen Cassinis Weitwinkelkameras erzeugt wurde. Es entstand nur zwei Tage vor dem großen, finalen Eintauchen in Saturns Atmosphäre. Einen weiteren Blick auf die dunkle Seite Saturns wird es erst geben, wenn wieder ein Erdraumschiff auf Besuch kommt.

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Das Nebelreich von WR 134

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Bildcredit und Bildrechte: Luigi Morrone

Dieser kosmische Schnappschuss zeigt einen Himmelsausschnitt der doppelt so groß wie der Vollmond ist. Zu sehen ist ein Gebiet innerhalb des Sternbildes Schwan. Das Foto wurde mit Schmalbandfiltern aufgenommen und hebt die Grenzen des ringförmigen Nebels aus ionisiertem Wasserstoff und Sauerstoff hervor.

Innerhalb dieser weiten interstellaren Wolken befinden sich komplexe, bogenförmige Strukturen. Dabei handelt es sich um Material welches durch Sternenwind des Wolf-Rayet Sterns WR 134 geformt wird. WR 134 ist der hellste Stern in der Nähe der Bildmitte. Er befindet sich ungefähr 6000 Lichtjahre von uns entfernt. Das bedeutet, dass der Bildausschnitt einen Bereich von 100 Lichtjahren abdeckt.

Wolf Rayet Sterne haben besonders starke Sternenwinde und werfen ihre äußersten Hüllen komplett ab. Wenn sie ihr gesamtes Material für Kernfusion aufgebraucht haben, enden diese Sterne in spektakulären Supernovaexplosionen. Sowohl ihre Sternenwinde als auch das von der finalen Supernova ausgestoßenen Material reichern das interstellare Gas mit schweren Elementen an. Neue Generationen von Sternen werden wiederum aus diesem angereicherten Gas gebildet.

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Kollision von Galaxienhaufen

Vor dem dunklen Hintergrund schimmern Galaxien als verschwommene weiße Punkte. Eine leuchtend blaue Spirale breitet sich von der Mitte her aus.

Bildcredit: Röntgen: NASA/CXC/CfA/C. Watson et al.; Optisch: PanSTARRS; Bildbearbeitung: NASA/CXC/SAO/N. Wolk und P. Edmonds; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese wunderschöne Spiralstruktur leuchtet im Röntgenlicht. Sie ist ungefähr 20-mal so groß wie unsere Galaxie. Die Struktur ist Teil des Galaxienhaufens Abell 2029 und befindet sich in einer Entfernung von einer Milliarde Lichtjahren.

Galaxienhaufen sind die größten, gravitativ gebundenen Strukturen des Universums. So besteht auch Abell 2029 aus tausenden von Galaxien, eingebettet in eine große Wolke aus heißem Gas – und Dunkler Materie, die einer Gesamtmasse von mehreren Billionen Sonnenmassen entspricht und für die meiste Masse verantwortlich ist. (Übrigens: Die Galaxien kann man sehen, wenn man mit dem Mauszeiger über das Bild fährt oder diesem Link folgt!)

Die hell leuchtende Spirale im Bild ist das heiße Gas des Galaxienhaufens, hauptsächlich Wasserstoff und Helium. Es hat eine Temperatur von mehreren Millionen Grad Celsius. Diese Struktur wurde erst kürzlich untersucht. Dabei wurden Bilddaten des Chandra Röntgenteleskops der NASA ausgewertet. So konnte gezeigt werden, dass Abell 2029 vor etwa 4 Milliarden Jahren eine Kollision mit einem kleinen Galaxienhaufen hatte. Diese Kollision beeinflusste das Schwerefeld und verursachte Hin- und Herbewegungen im Haufengas. Dadurch entstand die Spiralstruktur.

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Die Messier-Krater in Stereo

Zwei Krater sind auf einem Ausschnitt der Mondoberfläche dargestellt. Sie liegen waagrecht nebeneinander und sind Cyan und Magenta gefärbt, sodass man sie mit 3D-Brillen betrachten kann.
Bildcredit: Apollo 11, NASA; Rechte am Stereobild: Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am Nachthimmel listete der Astronom Charles Messier in seinem berühmten Katalog. Aber auch zwei große und beeindruckende Krater tragen seinen Namen. Sie sind markante Strukturen im sonst flachen Mare Fecunditatis (Meer der Fruchtbarkeit). Der linke Krater ist Messier, er ist 15 mal 8 Kilometer groß. Messier A ist rechts und misst 16 mal 11 Kilometer.

Die leicht längliche Form wurde durch einen Einschlag im flachen Winkel verursacht. Dieser Einschlag verursachte auch zwei helle Spuren aus Auswurfmaterial, welche sich über die Mondoberfläche (rechts vom Bild) erstrecken. Das Bild soll mit 3D Brillen (rot-blau, wobei rot am linken Auge sein soll) betrachtet werden. Es entstand aus hochaufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304 und AS11-42-6305) die während der Apollo 11 Mission zum Mond aufgenommen wurden.

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R3 PANSTARRS: Ein Komet im Orion

In einem Sternenfeld leuchten drei große Objekte. Ganz oben ist ein heller Stern. In der Mitte leuchtet ein kleiner hellblauer Nebel. Und ganz unten ist ein Komet, dessen langer Schweif nach links oben ragt. Er zieht vor dem Stern und dem blauen Nebel vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák und Martin Mašek (FZU of the Czech Academy of Sciences)

Wohin zieht der Komet R3 PANSTARRS? Nein, nicht zum hellen Stern oben. Das ist Rigel. Er liegt weit im Hintergrund und hat nichts mit dem Kometen zu tun. C/2025 R3 fliegt auch nicht durch den Hexenkopfnebel mitten im Bild. Auch der ist viel zu weit entfernt, als dass ihm der Komet nahe sein könnte. Er befindet sich in der Nachbarschaft von Rigel!

Auch zum Nordhimmel bewegt er sich nicht: Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) wanderte im Lauf der letzten Wochen an den Südhimmel der Erde. Inzwischen sieht man ihn am besten auf der Südhalbkugel. Dort steht er kurz nach Sonnenuntergang im Westen. Langsam zieht Komet R3 PANSTARRS nach rechts oben, jede Nacht ein bisschen weiter. Bald steht er im Sternbild Orion.

Langsam verlässt er auch das innere Sonnensystem, bleibt aber wohl noch etwa eine Woche für Kameras sichtbar. Das Bild wurde vorige Woche nahe beim Cerro Paranal in Chile fotografiert.

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Himmelsbaum im Süden

Hinter der Astgabel eines dürren Baumes liegt der Südpol des Sternenhimmels. Auf der lang belichteten Aufnahme ziehen die Sterne Kreise um diesen Punkt. Der Horizont ist gelb beleuchtet.
Bildcredit und Bildrechte: Kiko Fairbairn; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Leute auf der Nordhalbkugel kennen wahrscheinlich schon den ein oder anderen Trick, um den Nordstern Polaris zu finden. Der Stern hilft, die Richtung nach Norden zu erkennen und markiert recht genau den Himmelsnordpol. Am Himmel der Südhalbkugel gibt es keinen hellen Stern, der den Pol markiert. Doch das Kreuz des Südens hilft, die Südrichtung zu finden.

Dieses Bild wurde am 20. August 2018 in Padre Bernardo (Goiás, Brasilien) aufgenommen. Es zeigt die scheinbare Bewegung der Sterne um den leeren Himmelssüdpol in einem Zeitraum von zwei Stunden. Jeder Stern braucht 24 Stunden 1, um den Pol einmal komplett zu umrunden.

Padre Bernardo liegt in der Region Cerrado, einer tropischen Savanne. Sie hat eine hohe Biodiversität und bedeckt einen großen Teil von Zentralbrasilien. Der trockene Ast des Baumes trägt scheinbar das Sternrad. In der Trockenzeit im südlichen Winter ist so ein Ast ein alltäglicher Anblick.

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  1. Genau genommen 23h 56min 4,09sec ↩︎