Blauer Geist auf dem Mond

Das Einzelbild aus einem Video zeigt, wie sich der Mondlander Blue Ghost der Mondoberfläche nähert. Oben ist der Lander, darunter die graue Mondoberfläche mit vielen Kratern.

Bildcredit: Firefly Aerospace

Dieses Einzelbild aus einem Video zeigt die raue Oberfläche des Erdmondes unter dem Mondlander Blue Ghost der Firma Firefly Aerospace. Die Triebwerke des Raumfahrzeugs befinden sich über der Bildmitte.

Das Bild zeigt die Mondrückseite. Es wurde am 24. Februar vom Lander aufgenommen. Zuvor hatte er ein Manöver durchgeführt, um seine Umlaufbahn in etwa 100 Kilometern Höhe über der Mondoberfläche kreisförmiger zu machen. Morgen am Sonntag, dem 2. März 2025 um 9:34 Uhr MEZ, soll der robotische Lander planmäßig im Einschlagbecken Mare Crisium auf der Seite des Mondes landen, die zur Erde zeigt.

Blue Ghost soll im Rahmen des Programms Commercial Lunar Payload Service der NASA wissenschaftliche und technologische Experimente zum Mond bringen. Die Mission Blue Ghost unterstützt die Artemis-Kampagne. Sie auf soll der Mondoberfläche so lange dauern, wie an der Landestelle Tag ist. Das entspricht etwa 14 Erdentagen.

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Rima Hyginus

Die Mondoberfläche wirkt bunt, weil die Farben verstärkt wurden. Die Farben zeigen verschiedene mineralische Zusammensetzungen. Teile sind gebirgig, andere sind flach, dazwischen sind Krater und eigenartige Rillen verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Vincenzo Mirabella

Rima Hyginus ist eine eindrucksvolle, etwa 220 Kilometer lange Spalte nahe des Zentrums der Vorderseite des Mondes. Sie ist im Teleskop leicht zu erkennen und erstreckt sich in dieser Nahansicht des Mondes von links oben nach rechts unten. Das Bild wurde farbverstärkt, um die mineralogische Zusammensetzung des Mondbodens darzustellen.

In der Nähe des Zentrums der engen Kluft befindet sich der Mondkrater Hyginus. Er hat einen Durchmesser von etwa 10 Kilometern und ist in Wirklichkeit eine vulkanische Caldera, also einer der größeren Krater auf der Mondoberfläche, die nicht durch Einschläge entstanden sind.

Rima Hyginus ist mit kleinen Löchern übersät, die durch den Einsturz der Oberfläche entstanden sind. Die Spalte selbst hat sich wahrscheinlich durch Spannungen beim Aufquellen und in sich Zusammenfallen von Magma entlang einer langen Oberflächenverwerfung gebildet. Die faszinierende Region war ein möglicher Landeplatz für die abgesagte Apollo-19-Mission.

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Konjunktion der Sicheln

Am blauen Tageshimmel ist links unten die Mondsichel, rechts oben die winzige Sichel der Venus.

Bildcredit und Bildrechte: Aldo S. Kleiman

Diese Aufnahme aus Rosario in Argentinien entstand in der Dämmerung. Sie zeigt die enge Konjunktion der beiden hellsten Himmelsobjekte, die am 1. Februar im Westen am Abendhimmel des Planeten Erde zu sehen waren. Das Bild wurde mit einem Teleobjektiv aufgenommen und zeigt die zunehmende Mondsichel und die abnehmende Venussichel in den gegenüberliegenden Ecken.

Zum Aufnahmezeitpunkt war der zunehmende Mond etwa drei Tage alt. Die von der Sonne beleuchtete schmale Mondsichel wird bis zum 14. Februar zu einem hellen Vollmond heranwachsen.

Wie der Mond zeigt auch die Venus wechselnde Phasen, während sie die Sonne umläuft. Von der Erde aus gesehen, wird die von der Sonne beschienene Sichel dieses inneren Planeten schmaler, während die scheinbare Größe weiter zunimmt, wenn die Venus sich uns nähert.

Als Valentinsgruß aus dem Sonnensystem wird die Venus, die nach der römischen Göttin der Liebe benannt ist, am Abendhimmel der Erde um den 14. Februar herum außerdem ihre größte Helligkeit erreichen.

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Sternenstaub in der Perseus-Molekülwolke

Mitten in braun-grauen Nebelwolken strahlt ein blauer Reflexionsnebel, darunter leuchten ein paar rot leuchtende Stellen aus dunklen Nebeln hervor. Zwischen den braunen Nebelfetzen leuchten dicht verteilte Sterne.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Schilling

Wolken aus Sternenstaub durchziehen durch diese lang belichtete Himmelslandschaft in der Perseus-Molekülwolke in etwa 850 Lichtjahren Entfernung. Staubhaltige Nebel, die das Licht eingebetteter junger Sterne reflektieren, dominieren das fast 4 Grad breite Gesichtsfeld.

Der Reflexionsnebel NGC 1333 mit seiner charakteristischen bläulichen Farbe befindet sich in der Nähe der Bildmitte. Spuren kontrastierender roter Emissionen von Herbig-Haro-Objekten, den Jets und dem durch Stoßwellen zum Leuchten angeregten Gas, das von kürzlich entstandenen Sternen ausgeht, sind über die staubige Weiten verteilt. Obwohl sich in der Molekülwolke unzählige Sterne bilden, werden die meisten von ihnen im sichtbaren Licht durch den allgegenwärtigen Staub verdeckt.

Die chaotische Umgebung von NGC 1333 ähnelt möglicherweise der Umgebung, in der sich unsere Sonne vor über 4,5 Milliarden Jahren entstanden ist. Bei der geschätzten Entfernung der Perseus-Molekülwolke wäre diese kosmische Szene etwa 80 Lichtjahre breit.

Galerie: Komet ATLAS (G3)

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Vollmond, Vollmars

Mitten im Bild steht der Vollmond. Dahinter verläuft etwas, das wie eine Perlenkette aussieht. Es sind Einzelbilder des Planeten Mars, der hinter dem Mond verschwand und dann wieder auftauchte.

Bildcredit und Bildrechte: David Bowman

Am 13. Januar standen der volle Mond und der volle Mars hell und nahe beieinander am Himmel des Planeten Erde gegenüber der Sonne. Von einigen Orten in Nordamerika und Nordwestafrika aus gesehen wurde der Mars sogar bedeckt. Er zog also hinter dem Mond entlang.

Diese Bildsequenz aus Richmond in Virginia in den USA folgt der abendlichen Mondbedeckung vor, während und nach dem mit Spannung erwarteten Himmelsschauspiel. Diese Zeitreihe wurde mit einem Teleskop aufgenommen. Alle zwei Minuten wurde während des Ereignisses ein Bild erstellt und dabei der Mond über Stunden hinweg verfolgt. Infolgedessen scheint die Bewegung des Roten Planeten aufgrund der leicht unterschiedlichen scheinbaren Bewegung des Mondes einem sanft gekrümmten Pfad zu folgen.

Die nächste Bedeckung des hellen Planeten Mars durch den Mond findet am 9. Februar statt, wenn sich der Mond mehr als halb voll ist. Planetenbedeckungen durch den Mond sind allerdings immer nur von einem Streifen auf der Erdoberfläche aus sichtbar. Die Bedeckung des Mars am 9. Februar wird von Teilen Russlands, Chinas, Ostkanadas, Grönlands und anderen (hauptsächlich nördlichen) Orten aus zu sehen sein. Für den Rest des Planeten Erde ergibt sich eine enge Konjunktion des hellen Mondes mit dem Mars.

Galerie: Mond-Mars-Bedeckung im Januar 2025

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Finsternispaar

Das Bild zeigt zwei Finsternisse. Links wandert der Vollmond durch einen kleinen Teil des Erdschattens. Rechts wandert der Mond vor die Sonne, er bedeckt sie aber nicht ganz, sondern rund um den Mond leuchtet ein Feuerring.

Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

Finsternisse treten oft paarweise auf. Zwei oder dreimal pro Jahr haben wir Finsternis-Saison: ein Zeitraum von etwa 34 Tagen, in dem Sonne, Mond und Erde fast auf einer Linie liegen. Jeweils zur Vollmond- und Neumondphase können dann eine Mond- und eine Sonnenfinsternis stattfinden, die nur 14 Tage auseinanderliegen.

Die Ausrichtung ist während einer Finsternis-Saison aber nur sehr selten sowohl bei Neumond als auch Vollmond gut genug, um ein Paar von totalen Mond- und Sonnenfinsternissen oder einer totalen Mondfinsternis und einer ringförmigen Sonnenfinsternis zu erzeugen. Partielle Finsternisse sind dagegen oft Teil einer Finsternis-Saison.

Die letzte Finsternis-Saison des Jahres 2024 brachte dieses zwei Wochen auseinanderliegende Finsternis-Paar hervor: eine partielle Mondfinsternis am 18. September und eine ringförmige Sonnenfinsternis am 2. Oktober. Die Zeitraffer-Kompositbilder wurden von Somerset in Großbritannien (links) und auf den Osterinseln (rechts) aufgenommen.

2025 wird es am 14. März eine totale Mondfinsternis geben, die mit einer partiellen Sonnenfinsternis am 29. März einhergeht. Weiter geht es am 7. und 8. September mit einer totalen Mondfinsternis, gefolgt von einer partiellen Sonnenfinsternis am 21. September.

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Eine Winternacht im Dezember

Orion wirkt auf dieser Nachthimmelslandschaft sehr ungewöhnlich - er ist von einem roten Staubring umgeben, und am Kopf leuchtet eine rote runde Wolke. Am oberen Bildrand leuchten in der Mitte die Plejaden. In der Landschaft im Vordergrund steht ein von innen beleuchtetes Dach, am Horizont ist eine Gebirgskette.

Bildcredit und Bildrechte: Włodzimierz Bubak

Diese nächtliche Landschaft wurde lange belichtet. Darauf geht der Orion scheinbar seitlich auf und klettert über eine ferne Bergkette. Die winterliche Szene entstand in der langen Sonnwendnacht auf der Nordhalbkugel. Sie wurde im südlichen Polen aufgenommen.

Die Aufnahme entstand mit einer Kamera, die für rotes Wasserstoff-Licht optimiert ist. Daher treten großflächige Nebel am Himmel hervor. Sie sind sonst unsichtbar. Diese Nebel liegen am Rand der Orion-Molekülwolke. Sie gesellen sich zu den bekannten Gürtelsternen des Himmelsjägers und den hellen Riesensternen Beteigeuze und Rigel.

Das Auge des Stiers ist der gelbliche Stern Aldebaran. Er verankert den V-förmigen Sternhaufen der Hyaden über der Bildmitte. Doch das hellste Objekt am Himmel über den schneebedeckten Gipfeln der Landschaft ist Jupiter. Er beherrscht als großer Gasplanet unser Sonnensystem. Am Himmel der Erde bleibt er noch einige Zeit nahe der Opposition.

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Ein Jahr in Sonnenuntergängen

Das Bild zeigt 12 Sonnenuntergänge in einem Jahr. Die Position der Sonne am Horizont verändert sich im Lauf des Jahres.

Bildcredit und Bildrechte: Wael Omar

Diese Serie von Panoramabildern zeigt die Sonnenuntergänge am westlichen Horizont während eines Jahres. Die Bildfolge wurde im Voraus geplant. Die Bilder dafür wurden um den 21. Tag des jeweiligen Monats von April 2023 bis März 2024 aufgenommen, und zwar immer am selben Standort mit Blick auf die ägyptische Hauptstadt Kairo.

An jedem Ort auf der Erde zwischen den Polarkreisen markieren die nördlichen und südlichen Extrempunkte der untergehenden Sonne (im Bild rechts und links) die Tage der Sonnenwende. Der lateinische Begriff dafür lautet Solstitium. Das bedeutet „Stillstand der Sonne“. Am Tag der Sonnenwende hält die jahreszeitliche Verschiebung des täglichen Sonnenwegs am Himmel scheinbar inne. Dann kehrt die Verschiebung um, und die tägliche Sonnenbahn steigt am Himmel wieder höher.

Auch heute steht die Sonnenbahn still. Am 21. Dezember 2024 um exakt 09:21 UTC erreicht die Sonne die südlichste Deklination. Das ist der astronomische Beginn des Winters auf der Nordhalbkugel und des Sommers im Süden.

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