SuperCam-Ziel auf Ma’az

Der kreisrunde Bildausschnitt auf schwarzem Grund zeigt eine sandige, rötliche Oberfläche auf dem Mars.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/LANL/CNES/CNRS

Wie klingt ein Laserschuss? Um das herauszufinden, muss man keinen Zen-Meister konsultieren, sondern kann sich einfach die erste akustische Aufnahme von Laserschüssen auf dem Mars anhören. Am Sol 12 (2. März 2021) der Mission des Marsrovers Perseverance schoss das Instrument SuperCam auf dem Mast des Rovers 30 Mal aus einer Entfernung von etwa 3,1 Metern auf einen Felsen namens Ma’az. Das Mikrofon zeichnete die leisen Stakkato-Knallgeräusche der schnellen Serie von Laserklicks auf.

In der dünnen Marsatmosphäre entstehen Stoßwellen, wenn Gesteinsbrocken durch die Laserschüsse verdampft werden. Sie erzeugen die Knallgeräusche, die wiederum Hinweise auf die physikalische Struktur des Ziels liefern. Die SuperCam-Nahaufnahme der Ma’az-Zielregion hat einen Durchmesser von 6 Zentimetern (2,3 Zoll). Ma’az bedeutet in der Sprache der Navajo Mars.

Zur Originalseite

Das Löwe-Trio

Die drei Galaxien im Bild sind aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen. Links unten ist die Hamburger-Galaxie, die wir von der Kante sehen. Sie wirkt fluffig und aufgebauscht.

Bildcredit und Bildrechte: Rabeea Alkuwari

Diese beliebte Gruppe taucht am frühen Abendhimmel um die März-Tagundnachtgleiche und den Frühling auf der Nordhalbkugel auf. Die drei prächtigen Galaxien im Sternbild Löwe sind auch als Leo-Triplett bekannt. Sie versammeln sich hier in einem gemeinsamen astronomischen Sichtfeld. Selbst mit bescheidenen Teleskopen sind sie ein Publikumsmagnet. Einzeln werden sie als NGC 3628 (unten links), M66 (Mitte rechts) und M65 (oben Mitte) vorgestellt.

Alle drei sind große Spiralgalaxien, die jedoch unterschiedlich aussehen, da ihre galaktischen Scheiben in unterschiedlichen Winkeln zu unserer Sichtlinie geneigt sind. NGC 3628 ist auch als Hamburger Galaxie bekannt. Sie ist perfekt von der Seite zu sehen, mit verdeckenden Staubspuren, die ihre bauschige galaktische Ebene durchschneiden. Die Scheiben von M66 und M65 sind beide so geneigt, dass ihre Spiralstruktur sichtbar wird.

Die gravitativen Wechselwirkungen zwischen den Galaxien der Gruppe haben verräterische Spuren hinterlassen, darunter die Gezeitenschweife und die verzogene, aufgeblähte Scheibe von NGC 3628 und die ausgezogenen Spiralarme von M66. Dieser herrliche Blick auf die Region erstreckt sich über 1 Grad (zwei Vollmonde) am Himmel.

Das Bild wurde mit einem Teleskop von Sawda Natheel, Katar, auf der Erde aufgenommen. Bei der geschätzten Entfernung des Leo-Trios von 30 Millionen Lichtjahren deckt es über eine halbe Million Lichtjahre ab.

Zur Originalseite

Athena am Weg zum Mond

Hinten ragt die Erde riesig auf. Rechts unten ist ein Teil der Raumsonde zu sehen, unten zwei Landebeine von Athena sind vor der Erde zu sehen.

Bildcredit: Intuitive Machines

Dieses Selfie aus dem Raumfahrtzeitalter zeigt hinten die Erde. Der Schnappschuss wurde von der IM-2 Nova-C Landefähre Athena aufgenommen, kurz nach der Stufentrennung nach ihrem Start zum Mond am 26. Februar. Athena ist ein großer Landeroboter. Am Donnerstag, dem 6. März 2025, soll er auf Mons Mouton landen. Das ist ein Plateau nahe beim Südpol des Mondes. Der vorgesehene Landeplatz befindet sich im zentralen Teil einer der potenziellen Landeregionen für Artemis 3.

Athena trägt Rover und Experimente des NASA-Programms Commercial Lunar Payload Services. Darunter ist auch ein Bohrer. Er soll unter der Mondoberfläche nach Spuren von gefrorenem Wasser suchen. An Bord befindet sich auch eine Antriebsdrohne, der Micro Nova Hopper. Nach dem Absetzen auf der Mondoberfläche soll die autonome Drohne in einen nahe gelegenen Krater springen und wissenschaftliche Daten an den Lander zurücksenden.

Zur Originalseite

Hubbles Mosaik der Andromedagalaxie

Das Bildmosaik wurde aus 600 Einzelbildern erstellt. Es zeigt einen Teil des Andromedanebels mit Spiralarmen und Staubbahnen.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Mission, B. F. Williams (Univ Washington), Z. Chen (Univ Washington), L. C. Johnson (Northwestern), Bearbeitung: Joseph DePasquale (STScI)

Das größte Fotomosaik, das jemals aus Bilddaten des Hubble-Weltraumteleskops zusammengestellt wurde, zeigt einen Panoramablick auf unsere benachbarte Spiralgalaxie Andromeda. Es besteht aus 600 sich überlappenden Einzelbildern aus Beobachtungen von Juli 2010 bis Dezember 2022. Damit erstreckt sich das vollständige Hubble-Mosaik über fast sechs Vollmonde am Himmel der Erde.

Der oben gezeigte Ausschnitt hat eine Ausdehnung von fast zwei Vollmonden. Er zeigt teilweise den Kern und die inneren Spiralarme der Andromedagalaxie. Sie ist auch als M31 bekannt und 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Damit ist sie die größte Spiralgalaxie in unserer Nachbarschaft. Der Blick auf unsere eigene Spiralgalaxie, die Milchstraße, ist an die Sicht vom Standort der Sonne aus gebunden. Wir umkreisen einen Stern innerhalb der galaktischen Scheibe der Milchstraße. Ein Blick von außen ist nicht möglich.

Hubbles großartiges Andromeda-Mosaik bietet jedoch einen weitreichenden Blick auf eine große Spiralgalaxie ähnlich der unseren. Hubbles umfassender und detaillierter Datensatz wird es den Astronomen ermöglichen, die Geheimnisse der Struktur und der Entwicklung von Spiralgalaxien in einem noch nie dagewesenen Umfang zu erforschen.

Zur Originalseite

Der veränderliche Nebel NGC 2261

Vor einem gestirnten Hintergrund leuchtet ein grauweißer trichterförmiger Nebel mit heller Spitze.

Bildcredit und Bildrechte: Tommy Lease (Astronomische Gesellschaft Denver)

Die interstellare Staub- und Gaswolke, die auf dieser scharfen Teleskopaufnahme zu sehen ist, verändert ihr Aussehen innerhalb weniger Wochen merklich. Der als NGC 2261 katalogisierte helle Stern R Monocerotis liegt an der Spitze des fächerförmigen Nebels. Das Objekt hat einen Durchmesser von ca. einem Lichtjahr und eine Entfernung von 2500 Lichtjahren.

Der Nebel wurde 1783 von Wilhelm Herschel entdeckt. Anfang des letzten Jahrhunderts untersuchte ihn Edwin Hubble intensiv. Die geheimnisvolle kosmische Wolke ist daher heute als Hubbles Veränderlicher Nebel bekannt. Was macht den Hubble-Nebel eigentlich so variabel?

NGC 2261 besteht aus einem staubigen Reflexionsnebel, der sich von dem Stern R Monocerotis ausbreitet. Die gängigste Erklärung für die Veränderlichkeit ist, dass dichte Staubknoten in der Nähe von R Mon vorbeiziehen und bewegliche Schatten auf die Staubwolken im Rest von Hubbles Veränderlichem Nebel werfen.

Zur Originalseite

Komet G3 ATLAS mit Schweif und Teleskop

Am Horizont ragt der riesige Staubschweif über der Plattform des Paranal-Observatoriums auf. Er breitet sich diagonal über den Himmel aus, der unten orangerot leuchtet und oben in ein dunkles Blau übergeht. Rechts steht ein Hilfsteleskop mit geschlossener Kuppel.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las-Campanas-Observatorium, TWAN)

Der Komet C/2024 G3 ATLAS legte einen dramatischen Auftritt am Himmel der Erde hin. Der Komet stammt aus der fernen Oortschen Wolke. Er erreichte am 13. Januar sein Perihel (die größte Annäherung an die Sonne). Am 19. Januar wurde der helle Komet hier vom Paranal-Observatorium der ESO in der Atacama-Wüste in Chile aufgenommen.

Mit seinem spektakulären Staubschweif geht der Komet ATLAS in der Dämmerung auf der Südhalbkugel unter. Dabei ist er auch mit bloßem Auge gut sichtbar. Im Vordergrund ist die geschlossene Kuppel eines der berühmten Hilfsteleskope der Sternwarte zu sehen.

Die helle Koma des Kometen, der die Beobachter der südlichen Hemisphäre immer noch begeistert, ist diffus geworden. Offenbar hat sich der eisige Kern nach der Annäherung an die Sonne aufgelöst.

Galerie: Komet ATLAS (G3)

Zur Originalseite

Der Nordamerikanebel

Dieses Sternenfeld wird von einem rot und blau leuchtenden Nebel geprägt. Der Nebel erinnert manche an die Form von Nordamerika. Er wird daher Nordamerikanebel genannt.

Bildcredit und Bildrechte: Dimitris Valianos

Der Nordamerika-Nebel am Himmel kann, was der nordamerikanische Kontinent auf der Erde nicht kann – Sterne bilden. In Analogie zum Kontinent auf der Erde ist der helle Teil, der als Ostküste erscheint, in Wirklichkeit ein heißes Bett aus Gas, Staub und neu gebildeten Sternen, bekannt als Cygnus-Wand.

Das hier gezeigte Bild zeigt die Sternentstehungswand, die von hellen jungen Sternen beleuchtet und aufgelöst wird. Sie ist teilweise von dem dunklen Staub verdeckt, den die neuen Sterne erzeugt haben. Der abgebildete Teil des Nordamerikanebels (NGC 7000) erstreckt sich über ca. 50 Lichtjahre und liegt ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbilds Schwan (Cygnus).

Knobelspiel: Astronomie-Puzzle des Tages

Zur Originalseite

M27: Der Hantelnebel

Der bekannte Hantelnebel ist in der Bildmitte in orangeroten Farben abgebildet, er wirkt sehr fluffig. Außen ist er von blauen Schalen umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Christopher Stobie

Ist es das, was aus unserer Sonne werden wird? Durchaus möglich. Der erste Hinweis auf die Zukunft unserer Sonne wurde im Jahr 1764 zufällig entdeckt. Damals stellte Charles Messier eine Liste von diffusen Objekten zusammen, die nicht mit Kometen verwechselt werden sollten.

Das 27. Objekt im Messier-Katalog, das heute als M27 oder Dumbbell-Nebel bekannt ist, ist ein planetarischer Nebel, einer der hellsten planetarischen Nebel am Himmel und mit einem Fernglas in Richtung des Sternbilds Füchschen (Vulpecula) sichtbar. Das Licht braucht etwa 1000 Jahre, um von M27 zu uns zu gelangen, hier zu sehen in den Farben von Schwefel (rot), Wasserstoff (grün) und Sauerstoff (blau).

Wir wissen heute, dass unsere Sonne in etwa 6 Milliarden Jahren ihre äußeren Gase in einen planetarischen Nebel wie M27 abgeben wird, während ihr verbleibendes Zentrum zu einem heißen weißen Zwergstern wird, der Röntgenstrahlung aussendet. Die Physik und Bedeutung von M27 zu verstehen, ging jedoch weit über die Wissenschaft des 18. Jahrhunderts hinaus. Auch heute noch ist vieles an den planetarischen Nebeln rätselhaft, unter anderem, wie ihre komplizierten Formen zustande kommen.

Zur Originalseite