Mars-Chiaroscuro

Diese Sanddünen auf dem Mars zeigen starke Kontraste, weil die Sonne sehr tief steht. Sie liegen im Marswinter, daher sind sie teilweise von Frost bedeckt.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Diese hoch aufgelöste Nahaufnahme der Marsoberfläche zeigt tiefe Schatten und starke Kontraste von Hell und Dunkel. Die Szene ist ungefähr 1,5 Kilometer breit. Sie wurde am 24. Jänner 2014 mit der HiRISE-Kamera aufgenommen, die sich an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters befindet.

Die Kamera blickt aus einer Höhe von 250 km auf den Roten Planeten herab. Dort liegt in einem südlichen Hochlandkrater ein Feld mit Sanddünen. Zur Zeit der Aufnahme stand die Sonne etwa 5 Grad über dem örtlichen Horizont. Daher sind nur die Dünenkämme von der Sonne beleuchtet. Auf der Südhalbkugel bricht ein langer, kalter Winter an. Die Marsdünen sind von hellen Graten aus saisonalem Frost gesäumt.

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Blick auf NGC 3344

Eine Spiralgalaxie füllt das Bild. Innen schimmern gelbliche Sterne, in den Spiralarmen liegen viele Sternhaufen und Regionen mit Sternbildung.

Bildcredit: ESA / Hubble und NASA

An unserem Aussichtspunkt in der Milchstraße sehen wir NGC 3344 von oben. Die große, schöne Spiralgalaxie ist fast 40.000 Lichtjahre groß. Sie ist nur 20 Millionen Lichtjahre entfernt und steht im Sternbild Kleiner Löwe.

Die mehrfarbige Nahaufnahme stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Sie wurde in Wellenlängen von nahem Infrarot bis Ultraviolett aufgenommen. In NGC 3344 sind erstaunliche Details erkennbar. Das Bild zeigt etwa 15.000 Lichtjahre der Zentralregion der Spirale. Vom Kern nach außen wechseln die Farben der Galaxie. Das gelbliche Licht alter Sterne färbt das Zentrum. An den losen, bruchstückhaften Spiralarme sind junge, blaue Sternhaufen und rötliche Sternbildungsregionen angeordnet. Die hellen, gezackten Sterne sind natürlich näher als NGC 3344. Sie liegen weit in unserer Milchstraße.

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M22 und die Wanderer

Die Planeten Mars (rechts unten) und Saturn (oben) bilden ein Dreieck mit dem Kugelsternhaufen M22 (links unten) im Sternbild Schütze.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Die hellen Planeten Mars und Saturn wanderten durch das Sternbild Schütze. In den letzten Wochen traten sie gemeinsam am Morgenhimmel auf. Diese Aufnahme vom 31. März ist drei Grad breit. Die Planeten bilden hier am Himmel ein enges Dreieck mit dem großen Kugelsternhaufen Messier 22.

Der Sternhaufen M22 steht links unten. Die riesige Kugel ist etwa 10.000 Lichtjahre entfernt. Sie enthält über 100.000 Sterne, die viel älter sind als unsere Sonne. Der blassgelbe Saturn leuchtet oben, indem er Sonnenlicht reflektiert. Er ist etwa 82 Lichtminuten entfernt. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr den großen Mond Titan. Er ist ein winziger Lichtpunkt etwa auf der 5-Uhr-Position, den man im Glanz der überbelichteten Saturnscheibe kaum sieht. Der Planet Mars ist 9 Lichtminuten entfernt. Er ist etwas heller und röter.

Beide Planeten nähern sich ihrer Oppositionen. Dabei wird Mars im Juli noch viel heller. Um seine Opposition 2018 bietet er gute Ansichten im Teleskop. Er ist dann nur 3,2 Lichtminuten vom Planeten Erde entfernt.

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Zufallsblitz – ein Kandidat für den bisher fernsten Stern

Die Markierung im linken Bild zeigt einen besonderen Stern, der in den Einschüben rechts markiert ist. Im oberen Bild von 2011 ist an der Stelle kein Stern, im unteren Bild von 2016 tauchte er wie aus dem Nichts auf.

Bildcredit: NASA, ESA und P. Kelly (U. Minnesota) et al.

Stammt dieser Blitz vom fernsten Stern, den wir je gesehen haben? Auf Bildern des Weltraumteleskops Hubble wurde zufällig ein unerwarteter Lichtblitz entdeckt. Er ist vielleicht nicht nur ein ungewöhnliches Ereignis, bei dem eine Gravitationslinse entstand. Es kann sein, dass er das Bild eines normalen Sterns ist, der 100 Mal weiter entfernt ist als jeder Stern, der bisher einzeln abgebildet wurde.

Das Bild zeigt links viele gelbliche Galaxien im Galaxienhaufen. Ein Quadrat zeigt, wo 2016 eine Quelle auftauchte, die 2011 nicht erkennbar war. Spektrum und Veränderlichkeit der Quelle passen seltsamerweise nicht zu einer Supernova. Stattdessen passen sie eher zu einem normalen blauen Überriesenstern, der durch mehrere ausgerichtete Gravitationslinsen etwa 2000-fach vergrößert wurde. Diese Quelle wird Icarus genannt. Sie befindet in einer Galaxie, die weit hinter dem Galaxienhaufen im fernen Universum liegt. Ihre Rotverschiebung beträgt 1,5.

Nehmen wir an, die Linse wurde korrekt interpretiert und Icarus ist kein explodierender Stern. Dann liefern weitere Beobachtungen dieses Sterns und anderer Sterne, die ähnlich vergrößert sind, vielleicht Information, wie viel stellare und Dunkle Materie es in diesem Galaxienhaufen und im Universum gibt.

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Polarlichtdrache über Norwegen

Über einer verschneiten, gebirgigen Landschaft flackert ein kurvenreiches grünes Polarlicht über den Himmel. Seine Form erinnert an einen Drachen.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Bastoni

Was ist da am Himmel? Ein Polarlicht. Letzten Monat öffnete sich ein großes koronales Loch. Es war ein paar Tage, bevor dieses Bild entstand. Das koronale Loch schleuderte eine Wolke schneller Elektronen, Protonen und Ionen zur Erde. Ein Teil davon traf die Magnetosphäre unserer Erde. Das führte in hohen nördlichen Breiten zu eindrucksvollen Polarlichtern.

Hier schimmert ein besonders schöner Polarlichtschleier über der norwegischen Stadt Tromsø. Das grüne Leuchten entstand, als Sauerstoff in der Luft rekombinierte. Der Astrofotograf sah darin einen großen Drachen. Teilt aber gerne mit, was ihr hier erkennt. Das Maximum an Sonnenaktivität ist zwar schon vorbei. Doch die Sonne ist weiterhin gelegentlich aktiv. Dann erzeugt sie eindrucksvolle Polarlichter. Erst letzte Woche waren welche auf der Erde zu sehen.

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Die losgelassene Sonne: Riesenfackel in Ultraviolett

Videocredit: NASA GSFC’s Scientific Visualization Studio, Solar Dynamics Observatory

Wenn eine Sonnenfackel ausbricht, ist das ein sehr eindrucksvoller Anblick auf der Sonne. Im Juni 2011 gelangten aktive Sonnenfleckenregionen durch die Rotation zum Sonnenrand. Dann stieß die Sonne eine mittelgroße Eruption aus. Doch nach dieser Fackel folgte ein gewaltiger Strom aus magnetischem Plasma.

Die Aufnahme stammt vom Solar Dynamics Observatory SDO der NASA. Sie wurde im extremen Ultraviolettlicht gefilmt und zeigt den Ausbruch der riesigen Fackel am Sonnenrand.

Das Zeitraffervideo zeigt das mehrere Stunden lange Ereignis. Dunkles, kühleres Plasma regnete auf einen großen Bereich auf der Oberfläche der Sonne. Es folgt dabei den gebogenen Magnetfeldlinien, die unsichtbar sind. Dabei wurde auch ein koronaler Massenauswurf (KMA) zur Erde geschleudert. Es kam zu einem Streifschuss des Erdmagnetfeldes. Ein KMA ist eine massereiche Wolke aus Teilchen mit viel Energie.

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NGC 6960 – der Hexenbesen

Ein bläulicher Nebel mit roten wolkigen Strukturen verläuft wie ein Wasserfall diagonal durchs Bild. Im Hintergrund sind zarte Sterne dicht verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh (Heaven’s Mirror Observatory)

Vor zehntausend Jahren, lange bevor die Geschichte aufgezeichnet wurde, strahlte plötzlich ein neues Licht am Nachthimmel auf. Ein paar Wochen später verblasste es wieder. Heute wissen wir, dass es von einer Supernova stammte. Das ist ein Stern, der explodierte. Von der Supernova blieb eine Trümmerwolke zurück, die sich ausdehnt. Wir nennen sie Schleiernebel.

Diese scharfe Ansicht entstand mit Teleskop. Sie ist auf einen westlichen Ausschnitt des Schleiernebels zentriert, der als NGC 6960 katalogisiert ist. Weniger formell kennt man ihn als Hexenbesennebel. Die interstellare Stoßwelle von der heftigen Explosion pflügt durch den Raum. Sie fegt interstellare Materie auf und regt sie an. Die leuchtenden Fasern wurden mit Schmalbandfiltern abgebildet. Sie sind wie lange Wellen in einem Tuch, das wir fast genau von der Seite sehen. Im Nebel sind atomarer Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blau-grün) auffallend gut aufgeteilt.

Der ganze Supernovaüberrest ist etwa 1400 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schwan. Der Hexenbesen ist ungefähr 35 Lichtjahre groß. Der helle Stern im Bild ist 52 Cygni. An einem dunklen Ort sieht man ihn mit bloßem Auge. Es gibt aber keinen Zusammenhang mit dem urzeitlichen Supernovaüberrest.

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Jupiter als Gemälde

Dieses Bild des Planeten Jupiter wurde von der Raumsonde Juno aufgenommen und mit dem Digital-Filter für Ölmalerei digital verfremdet.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Rick Lundh

Pinselstriche malen typische Bänder und Wirbel in der Atmosphäre des Planeten Jupiter. Sie prägen dieses Kunstwerk im Stil des Post-Impressionismus. Es entstand aus aktuellen Daten der Raumsonde Juno, die mit der JunoCam aufgenommen wurden. Die Malerei entstand auf einer digitalen Leinwand. Dafür wählte man ein Bild mit hellen und dunklen Tönen und bearbeitete es mit einem Softwarefilter für Ölmalerei.

Die Bilddaten entstanden bei Junos Perijovum 10. Die Sonde zog am 16. Dezember 2017 nahe am größten Gasriesen im Sonnensystem vorbei. Dabei flog sie in einer Distanz von etwa 13.000 km über die nördlichen Oberflächen von Jupiters Wolken.

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