Erdaufgang

Über dem Rand des Mondes mit seinen vielen Kratern schwebt die weit entfernte Erde mit weißen Wolken und blauen Ozeanen.

Bildcredit: Apollo 8, NASA

Was geht hier über dem Mond auf? Die Erde. Im Dezember 1968, also vor etwa 47 Jahren, flog die Apollo-8-Besatzung von der Erde zum Mond und wieder zurück.

Frank Borman, James Lovell und William Anders starteten am 21. Dezember mit einer Saturn-VRakete. Sie umkreisten in ihrer Kommandokapsel zehnmal den Mond und kehrten am 27. Dezember zur Erde zurück. Hier ist eine eindrucksvolle Liste an Pionierleistungen der Mission Apollo 8: Erstmals reisten Menschen zum Erdmond. Sie waren die ersten in einer Saturn VRakete und die ersten, welche die Erde aus dem fernen Weltraum fotografierten.

Das Kommandomodul von Apollo 8 umkreiste die erdabgewandte Seite des Mondes. Dabei beobachtete die Besatzung, wie die Erde dank der Bahnbewegung ihres Raumfahrzeugs scheinbar über dem Mondhorizont aufging. Ihr berühmtes Bild der fernen blauen Erde über dem Mondrand war ein großartiges Geschenk an die Welt.

Zur Originalseite

Aufstieg einer Atlas V

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Deep

Beschreibung: An der Weltraumküste Florida auf der Erde erlebten Frühaufsteher am 2. September einen spektakulären Start. Noch vor der Dämmerung startete eine Atlas V von der Cape Canaveral Air Force Station am noch dunklen Himmel in den Erdorbit, mit einem Kommunikationssatelliten der US-Marine an Bord. Diese minutenlang belichtete Aufnahme zeigt den nach Osten über den Atlantik aufsteigenden Lichtbogen der Rakete. Als die Rakete über den Erdschatten stieg, wurde ihre feurige Spur zu einer gespenstischen, nachtleuchtenden Abgasfahne, die im Sonnenlicht schimmerte. Die kurze, helle Strichspur über der Wolkenbank ist die aufgehende Venus, die derzeit als gleißender Morgenstern am Himmel des Planeten Erde leuchtet.

Zur Originalseite

Michstraße und südliches Nachthimmelslicht

Über dem Horizont steigt die Milchstraße senkrecht auf, links und rechts ist sie von rotem Nachthimmellicht in Wellen eingerahmt. Links fließt ein Wolkenmeer.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las-Campanas-Observatorium)

Am 1. September flutete nach Sonnenuntergang ein ungewöhnlich intensives rötliches Nachthimmelslicht die winterliche Nachtlandschaft. Sie befand sich in Chile über einem Wolkenmeer. Die Milchstraße war von Luftleuchten flankiert. Es kräuselt sich in stimmungsvollen Wellen und fließt im Norden über den Horizont. Nachthimmellicht entsteht in einer ähnlichen Höhe wie Polarlichter durch Chemilumineszenz. Dabei wird Licht durch chemische Anregung abgestrahlt.

Meist schimmert Nachthimmellicht auf Fotos von empfindlichen Digitalkameras grünlich. Diese rötlichen Emissionen stammen von OH-Molekülen und Sauerstoffatomen bei extrem geringer Dichte. Das rötliche Licht war in den letzten Jahren auf der Südhalbkugel nachts häufig zu sehen. In dieser Nacht war es mit bloßem Auge sichtbar, aber farblos.

Oben steht Antares. Die zentrale Milchstraße steigt senkrecht auf. Links leuchtet der helle Stern Arkturus. Am Horizont rahmen Wega, Deneb und Atair die Milchstraße. Man kennt sie in nördlichen Nächten als das Sommerdreieck.

Zur Originalseite

Arp 159 und NGC 4725

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Stephen Leshin

Beschreibung: Punktförmige Sterne und merkwürdige Galaxien bedecken diesen kosmischen Schnappschuss – eine Teleskopansicht im gut gekämmten Sternbild Coma Berenices. Die Sterne, die hell genug sind für Lichtkreuze, befinden sich im Vordergrund des Bildes, weit innerhalb unserer Milchstraße. Doch die beiden markanten Galaxien liegen weit außerhalb unserer Galaxis und sind etwa 41 Millionen Lichtjahre entfernt. Die kleinere, verzerrte Galaxie links, auch bekannt als NGC 4747, ist der 159. Eintrag im Arp-Katalog ungewöhnlicher Galaxien. Sie besitzt ausladende Gezeitenschweife – ein Hinweis auf starke Gravitationswechselwirkungen in ihrer Vergangenheit. Die viel größere NGC 4725 rechts ist wahrscheinlich ihr Begleiter, sie besitzt einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren. Auf den ersten Blick scheint NGC 4725 eine normale Spiralgalaxie zu sein, in ihrer Zentralregion tritt das gelbliche Licht kühler, älterer Sterne markant hervor, in den staubhaltigen Außenbezirken der Spirale weicht dieses den jüngeren, heißen blauen Sternhaufen. Trotzdem sieht NGC 4725 mit nur einem Hauptspiralarm etwas seltsam aus.

Zur Originalseite

Der Blitz und die Galaxie

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Mark

Beschreibung: Wirft diese Person einen Blitz? Nein, sie zeigt auf einen hellen Iridiumblitz – die flüchtige Reflexion von Sonnenlicht auf einem Kommunikationssatelliten im Erdorbit. Während der Iridiumsatellit auf seiner Bahn dahinzog, richteten sich die spiegelnden Antennen zwischen Beobachter und Sonne aus. So entstand ein Blitz, der heller war als jeder Stern am Nachthimmel. IridiumBlitze dauern meist einige Sekunden – länger als das Aufblitzen der meisten Meteore. Ebenfalls anders als Meteore sind diese Blitze symmetrisch und vorhersagbar. Der hier gezeigte Blitz stammt vom Iridiumsatelliten 15 und war letzte Woche über dem Süden Estlands zu sehen. Der Hintergrund dieses gut geplanten Bildes ist ein atemberaubender Nachthimmel mit dem Zentralband unserer Milchstraße, die senkrecht durch die Bildmitte verläuft.

Rückschau: APOD-Chronik von heute
Zur Originalseite

Ferne Neutrinos unter dem Eis der Antarktis aufgespürt

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: IceCube Collaboration, U. Wisconsin, NSF

Beschreibung: Woher kommen diese Neutrinos? Das IceCube-Neutrino-Observatorium in der Nähe des Südpols der Erde begann, fast unsichtbare Teilchen mit sehr hoher Energie aufzuspüren. Diese kaum wechselwirkenden Neutrinos durchdringen kurz vor ihrer Ortung fast die ganze Erde, und es ist ein Rätsel, woher sie stammen. Das antarktische Labor IceCube ist hier zusammen mit einer Skizze abgebildet, auf der lange Detektorstränge zu sehen sind, die in das kristallklare Eis darunter eingefroren sind. Mögliche Quellen dieser kosmischen Neutrinos sind die stürmischen Nahbereiche sehr massereicher Schwarzer Löcher in den Zentren ferner Galaxien sowie gigantische Sternexplosionen, die ihren Höhepunkt als Supernovae oder Gammablitze im fernen Universum erreichen. Wenn IceCube künftig immer mehr energiereiche Neutrinos aufspürt, könnten Übereinstimmungen mit bekannten Objekten dieses kosmische Rätsel lösen – vielleicht aber werden wir es nie erfahren.

Zur Originalseite