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Lasst euch nicht von Saturns gespenstischen Speichen erschrecken! Heute zeigen wir einen Zeitraffer von Saturn und seinen Ringen, der fast zwei Stunden zusammenfasst. Er läuft vorwärts und rückwärts in einer Schleife. Ein Tag auf dem Saturn dauert nur 10 Stunden. Daher decken zwei Beobachtungsstunden schon einen beträchtlichen Teil seiner Rotation ab.
Wenn ihr genau hinschaut, erscheint ein unheimlicher Schatten, während sich Saturns B-Ring dreht, und verschwindet wieder. Die Sonden Voyager 2, Cassini und Hubble beobachteten viele Jahrzehnte die Ringe. Dabei zeigte sich, dass sich das Erscheinungsbild von Saturns Speichen mit den Jahreszeiten verändert.
Saturns Rotationsachse ist zu seiner Umlaufbahn um die Sonne geneigt, wie auch die der Erde. Wenn auf Saturn Tag-und-Nacht-Gleiche (Äquinoktium) ist, sind die Ringe weniger stark zur Sonne geneigt. Dadurch fällt das Sonnenlicht in einem flacheren Winkel auf die Ringe.
Vielleicht entstehen Saturns Speichen aus elektrisch geladenem Staub und Eis, den elektromagnetische Kräfte vorübergehend über die Ringe hinausschleudern. Genaues weiß man nicht. Doch folgende Dinge beeinflussen vielleicht das Plasma der Ringe und die Ladungsumgebung: Veränderliche UV-Beleuchtung, Einschläge von Meteoroiden oder indirekte Effekte von Wechselwirkungen zwischen dem Sonnenwind und dem Magnetfeld des Planeten.
Hinweis: Der Originaltext wurde überarbeitet.