Klaue und Blase als Nebel

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Bildcredit und Bildrechte: Richard Whitehead; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Welche unerwarteten Dinge könnt ihr sehen, wenn ihr an den Nachthimmel blickt? Das heutige Bild gleicht einem abstrakten Gemälde. Auf einer kosmischen Leinwand scheinen sich sich große Farbflecken zufällig zu verteilen. Trotz des abstrakten Charakters des Bildes erkennt das menschliche Auge darin bekannte Muster wieder, zum Beispiel eine große Klaue, die nach einer schwebenden Blase greift.

Hinter diesen sich scheinbar zufällig ergebenden Strukturen verbergen sich physikalische Gesetze, die die Wechselwirkung von Licht und Materie bestimmen. Die Nebelgebiete „Klaue“ (Sh2-157) und „Blase“ (NGC 7635) leuchten in Farben, die hier in Gelb und Blau wiedergegeben werden und auf das Vorhandensein von Wasserstoff und Sauerstoff hindeuten. Der Wasserstoff und der Sauerstoff wurden durch das intensive Licht von Sternen ionisiert, deren Masse ein Vielfaches der Sonnenmasse beträgt.

Das Bild zeigt sowohl das Chaos als auch die Struktur astronomischer Prozesse und verdeutlicht, dass ein gemeinsamer Nenner zwischen Kunst und Wissenschaft darin besteht, nach dem Unerwarteten zu suchen.

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