
Was für ein kosmischer Zufall! Auf dem heutigen Bild gesellt sich Mars zum offenen Sternhaufen Praesepe (M44) – unter einem Vorhang aus Polarlichtern und über einem Horizont aus heiteren kleinen Bäumchen in der Nähe von Lansjärv in Schweden.
Ein koronaler Massenauswurf der Sonne erreichte die Erde am 10. Oktober 2026 und löste starke Störungen im Erdmagnetfeld aus. Energiereiche Teilchen dieses Ausbruchs kollidieren mit den Molekülen der Erdatmosphäre und regen sie an. Diese geben die überschüssige Energie schließlich in Form der hier eingefangenen farbenprächtigen Polarlichter wieder ab.
Polarlichter, auf Nordsamisch guovssahasat genannt, werden von den indigenen Samen in Schweden und anderen arktischen Regionen traditionell mit großem Respekt betrachtet.
Rein zufällig stand der Mars genau zu diesem Zeitpunkt dem Zentrum des Bienenkorb-Sternhaufens am Himmel am nächsten. Obwohl Bienen tatsächlich schon im Weltraum waren, handelt es sich beim Bienenkorbhaufen in Wirklichkeit um einen Schwarm junger Sterne. Ihre Rotationsperioden haben der Menschheit geholfen zu verstehen, wie Sterne im Laufe der Zeit langsamer rotieren, wenn sie durch ihre Sternwinde an Masse verlieren.